Murtal
Widerstand gegen geplante Deponie

Auf diesem Gelände in Fisching soll die neue Deponie entstehen.
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  • hochgeladen von Stefan Verderber

Die Gemeinde Weißkirchen will sich gegen eine Baurestmassendeponie in Fisching wehren, dort soll auch Asbest gelagert werden.

WEISSKIRCHEN. Es gibt viele Meinungen zur geplanten Deponie in Weißkirchen, die Freude hält sich allerdings in Grenzen. Die Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH hat um die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb einer Baurestmassendeponie in der Gemeinde angesucht. Das Unternehmen betreibt am Gelände in Fisching, zwischen den Gemeinden Weißkirchen und Zeltweg, bereits eine Kiesgrube. Diese soll mit Abfällen wiederbefüllt werden. Soweit der Plan.

Widerstand

In der Gemeinde regt sich allerdings bereits jetzt Widerstand gegen das Projekt. „Wir wollen das nicht und wir werden dagegen auftreten“, sagt Bürgermeister Ewald Peer (ÖVP). Die Gemeinde will nun einen Rechtsbeistand hinzuziehen, der ihre Interessen in dieser Sache vertritt. Unterstützung bekommt der Ortschef von der örtlichen SPÖ: „Es geht um unsere Lebensqualität und die unserer Kinder. Für uns sind viele Fragen ungeklärt und wir fordern eine umfassende Information der Bevölkerung“, schreibt Ortsparteivorsitzende Irene Schneider in einer Aussendung.

Asbestkompartiment

Bei derzeitigem Stand werde das Projekt entschieden abgelehnt.Die Deponie soll laut Antrag ein Gesamtvolumen von rund 950.000 Kubikmeter umfassen, ein Drittel davon in Form eines sogenannten Asbestkompartiments. Die Betreiber haben eine vorgesehene Betriebsdauer von 20 Jahren angegeben.

Genehmigung

Politisch zuständig ist in diesem Fall die Abteilung 13 (Umwelt und Raumordnung ...) des Landes Steiermark. „Die entsprechende Prüfung des Projektes ist Teil des derzeit anhängigen behördlichen Verfahrens“, heißt es dort in einer schriftlichen Stellungnahme. Wann die Anlage - falls es einen positiven Bescheid geben sollte - in Betrieb gehen soll, ist dort nicht bekannt. Ab einer möglichen Genehmigung müsste das aber binnen fünf Jahren der Fall sein.

Stellungnahmen

Der Antrag und das eingereichte Projekt liegen bis 23. Oktober bei der Gemeinde Weißkirchen zur Einsichtnahme auf. Bis dahin können auch schriftliche Stellungnahmen an die Abteilung 13 abgegeben werden. Und danach? „Von der Behörde werden Gutachten eingeholt und ein Termin zur mündlichen Verhandlung ausgeschrieben.“

"Das ist ein Anschlag auf die Lebensqualität"
Autor:

Stefan Verderber aus Murtal

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