Causa "Hausbau Kunasek"
Ermittlungen gegen Landeshauptmann eingestellt

Die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek wurden eingestellt.  | Foto: Konstantionov
3Bilder
  • Die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek wurden eingestellt.
  • Foto: Konstantionov
  • hochgeladen von Roland Reischl

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und drei weitere Beschuldigte in der Causa „Hausbau Kunasek“ eingestellt. Hintergrund war eine anonyme Anzeige im Zuge der Finanzaffäre der FPÖ Graz. Auch Landtagspräsident Gerald Deutschmann war in die Untersuchungen involviert.

STEIERMARK/GRAZ/KLAGENFURT. Wie die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Gründonnerstag mitteilte, wurden die Ermittlungen in der sogenannten Causa „Hausbau Kunasek“ eingestellt. Es wird somit keine Anklage erhoben. Im Fokus standen Vorwürfe der Untreue gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ), Landtagspräsident Gerald Deutschmann (FPÖ) sowie zwei weitere Personen. 

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt stellte das Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte wegen des Vorwurfs der Untreue ein. | Foto: MeinBezirk.at
  • Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt stellte das Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte wegen des Vorwurfs der Untreue ein.
  • Foto: MeinBezirk.at
  • hochgeladen von Thomas Klose

Verbindung zur Grazer Finanzaffäre 

Ausgelöst wurden die Ermittlungen wie berichtet durch eine anonyme Anzeige, in der Kunasek vorgeworfen wurde, private Baukosten über die Parteikasse der FPÖ abgerechnet zu haben. Im Zuge dieser Vorwürfe wurde auch die Parteizentrale der Freiheitlichen in Graz unter die Lupe genommen, die zeitnahe mit Kunaseks Haus umgebaut worden war. 

Die Untersuchungen gelten als ein Nebenstrang der umfassenden Finanzaffäre rund um die FPÖ Graz, die die Staatsanwaltschaft Klagenfurt seit über drei Jahren beschäftigt. Ein zentraler Punkt in diesem Kontext: Der zuständige Architekt in beiden Bauprojekten war Gerald Deutschmann, der mittlerweile das Amt des Landtagspräsidenten innehat. Auch er wurde als Beschuldigter geführt. Sowohl Kunasek als auch Deutschmann wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe stets vehement zurück.

Auch FPÖ-Politiker und Landtagspräsident Gerald Deutschmann wurde in der Causa "Hausbau" als Beschuldigter geführt. | Foto: FPÖ Steiermark
  • Auch FPÖ-Politiker und Landtagspräsident Gerald Deutschmann wurde in der Causa "Hausbau" als Beschuldigter geführt.
  • Foto: FPÖ Steiermark
  • hochgeladen von Roland Reischl

FPÖ-Hermann: „Schwerer Schlag für alle Anpatzer“

Wenig überrascht über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zeigt sich am Donnerstagnachmittag in einer Aussendung der FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann. „Es zeigt sich, dass alle Beteiligten – wie stets hervorgehoben – redlich gehandelt haben und sich nichts zu Schulden kommen ließen“, so Hermann. Man habe „zu jeder Zeit und vollumfänglich" mit den Behörden kooperiert – „die Wahrheit ist schlussendlich ans Licht gekommen“, meint der FPÖ-Landesparteisekretär, der die Verfahrenseinstellung als „schweren Schlag für alle Anpatzer und einschlägigen Medien“ bezeichnet, welche keine Gelegenheit ausgelassen hätten, die FPÖ und die Landesspitze „in ein schlechtes Licht zu rücken“. „Wir sind zuversichtlich, dass auch die noch offenen Verfahrensstränge rasch zu einem Ende geführt und die Ermittlungen eingestellt werden“, so der freiheitliche Landesparteisekretär. 

*Der Beitrag wurde um 16.10 Uhr um die Stellungnahme von FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann ergänzt. 

Mehr dazu: 

Ministerium entscheidet über mögliche Kunasek-Anklage
Ausschuss stimmt für Auslieferung Gerald Deutschmanns

Das könnte dich auch interessieren:

Personalvertretung kontert Neos-Vorstoß
Die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek wurden eingestellt.  | Foto: Konstantionov
Auch FPÖ-Politiker und Landtagspräsident Gerald Deutschmann wurde in der Causa "Hausbau" als Beschuldigter geführt. | Foto: FPÖ Steiermark
Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt stellte das Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte wegen des Vorwurfs der Untreue ein. | Foto: MeinBezirk.at
Push- und WhatsApp-Neuigkeiten aufs Handy
MeinBezirk auf Facebook und Instagram folgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.