Causa "Hausbau Kunasek"
Ermittlungen gegen Landeshauptmann eingestellt
- Die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek wurden eingestellt.
- Foto: Konstantionov
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Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat die Ermittlungen gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und drei weitere Beschuldigte in der Causa „Hausbau Kunasek“ eingestellt. Hintergrund war eine anonyme Anzeige im Zuge der Finanzaffäre der FPÖ Graz. Auch Landtagspräsident Gerald Deutschmann war in die Untersuchungen involviert.
STEIERMARK/GRAZ/KLAGENFURT. Wie die Staatsanwaltschaft Klagenfurt am Gründonnerstag mitteilte, wurden die Ermittlungen in der sogenannten Causa „Hausbau Kunasek“ eingestellt. Es wird somit keine Anklage erhoben. Im Fokus standen Vorwürfe der Untreue gegen den steirischen Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ), Landtagspräsident Gerald Deutschmann (FPÖ) sowie zwei weitere Personen.
- Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt stellte das Ermittlungsverfahren gegen vier Beschuldigte wegen des Vorwurfs der Untreue ein.
- Foto: MeinBezirk.at
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Verbindung zur Grazer Finanzaffäre
Ausgelöst wurden die Ermittlungen wie berichtet durch eine anonyme Anzeige, in der Kunasek vorgeworfen wurde, private Baukosten über die Parteikasse der FPÖ abgerechnet zu haben. Im Zuge dieser Vorwürfe wurde auch die Parteizentrale der Freiheitlichen in Graz unter die Lupe genommen, die zeitnahe mit Kunaseks Haus umgebaut worden war.
Die Untersuchungen gelten als ein Nebenstrang der umfassenden Finanzaffäre rund um die FPÖ Graz, die die Staatsanwaltschaft Klagenfurt seit über drei Jahren beschäftigt. Ein zentraler Punkt in diesem Kontext: Der zuständige Architekt in beiden Bauprojekten war Gerald Deutschmann, der mittlerweile das Amt des Landtagspräsidenten innehat. Auch er wurde als Beschuldigter geführt. Sowohl Kunasek als auch Deutschmann wiesen die gegen sie erhobenen Vorwürfe stets vehement zurück.
- Auch FPÖ-Politiker und Landtagspräsident Gerald Deutschmann wurde in der Causa "Hausbau" als Beschuldigter geführt.
- Foto: FPÖ Steiermark
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FPÖ-Hermann: „Schwerer Schlag für alle Anpatzer“
Wenig überrascht über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zeigt sich am Donnerstagnachmittag in einer Aussendung der FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann. „Es zeigt sich, dass alle Beteiligten – wie stets hervorgehoben – redlich gehandelt haben und sich nichts zu Schulden kommen ließen“, so Hermann. Man habe „zu jeder Zeit und vollumfänglich" mit den Behörden kooperiert – „die Wahrheit ist schlussendlich ans Licht gekommen“, meint der FPÖ-Landesparteisekretär, der die Verfahrenseinstellung als „schweren Schlag für alle Anpatzer und einschlägigen Medien“ bezeichnet, welche keine Gelegenheit ausgelassen hätten, die FPÖ und die Landesspitze „in ein schlechtes Licht zu rücken“. „Wir sind zuversichtlich, dass auch die noch offenen Verfahrensstränge rasch zu einem Ende geführt und die Ermittlungen eingestellt werden“, so der freiheitliche Landesparteisekretär.
*Der Beitrag wurde um 16.10 Uhr um die Stellungnahme von FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann ergänzt.
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