Steiermark zieht mit Bund gleich
Gehaltsplus für 28.000 Landesbedienstete
- Die Verhandlungen mit den Personalvertretern für die steirischen Landesbediensteten sind abgeschlossen: auch hier einigten man sich auf einen Dreijahres-Gehaltsabschluss.
- Foto: MeinBezirk/Verena Kriechbaum
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Im steirischen Landesdienst und in der KAGes steigen die Gehälter: Das Land Steiermark folgt dem Bundesabschluss und erhöht die Einkommen seiner rund 28.000 Bediensteten in mehreren Etappen bis 2028.
STEIERMARK. Vor gut einem Monat einigte sich die Bundesregierung auf einen dreijährigen Gehaltsabschluss für den öffentlichen Dienst. Die Stadt Graz reagierte umgehend und kündigte an, den Bundesabschluss zu übernehmen. Seitens des Landes Steiermark verwies man zu diesem Zeitpunkt auf ausstehende Verhandlungen mit den Personalvertretungen (MeinBezirk berichtete). Doch auch diese sind nun abgeschlossen. Wie das Land am Mittwoch via Aussendung mitteilte, werden sich die Gehälter der rund 8.000 Bediensteten im steirischen Landesdienst ebenso wie jene der 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft KAGes 2026 bis 2028 analog zum Bundes-Gehaltsabschluss entwickeln.
- Der Gehaltsabschluss betrifft auch die rund 20.000 Beschäftigten der KAGes.
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Gestaffelte Erhöhung um Fixbeträge
Im Zeitraum von Juli 2026 bis zum Juli 2027 gibt es demnach eine Anhebung im Ausmaß von 3,3 Prozent. Ab 1. August 2027 sowie ab 1. September 2028 werden die Gehälter jeweils um einen sozial gestaffelten Fixbetrag erhöht. Für die unterste Gehaltsklasse (bis 3.010 Euro) gibt es ab 1. August 2027 beispielsweise 58,3 Euro, für Gehälter über 6.163,1 Euro 20,6 Euro. Die Zulagen und Vergütungen werden mit 1. August 2027 sowie mit 1. September 2028 um je ein Prozent angehoben. Die dafür notwendigen Mittel sind im Budgetentwurf 2026 abgedeckt, teilt man seitens des Landes mit.
Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) dankt den Verhandlungspartnern, und erklärt, sie hätten „in harten Verhandlungen immer das Gespür für das richtige Maß behalten“. „So konnte vor allem den Beziehern geringerer Einkommen eine erhöhte Abgeltung sichergestellt werden“, betont der Landeshauptmann. Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) bezeichnet den ausgehandelten Gehaltsabschluss als Mittelweg aus „der verdienten Anerkennung unserer Landesbediensteten und der notwendigen Sorgfalt, unser Landesbudget im Auge zu behalten“.
- Der neue Gehaltsabschluss im öffentlichen Dienst sorgt für Bewegung – die Stadt Graz folgte bereits unmittelbar dem Beispiel auf Bundesebene, bei den steirischen Landesbediensteten zieht man nun ebenfalls nach.
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„Nach drei intensiven Verhandlungsrunden haben wir uns auch in der Steiermark auf den Bundesabschluss geeinigt. In Anbetracht der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bedeutet dies eine Kaufkraftsicherung für unsere Kolleginnen und Kollegen.”
Michael Tripolt, Zentralbetriebsratsvorsitzende der KAGes
Erleichtert darüber, dass eine Nulllohnrunde abgewendet werden konnte, zeigt sich auch Georg Pessler, Obmann der Landespersonalvertretung: „Als Personalvertretung ist für uns jedenfalls klar: Auf Kosten des Personals kann das Budget nicht saniert werden.”
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