Neues von der Vulkanlandsternwarte
Die Tragödie des Riesensterns
- Der Mondsichelnebel im Sternbild Schwan
- Foto: Günter Kleinschuster
- hochgeladen von Günter Kleinschuster
Die Tragödie des Sterns. Wir sehen am Sommerhimmel die Milliarden Sterne unserer Milchstraße. Die meisten sind kleiner als unsere Sonne. Sie sind im Gleichgewicht. Die Strahlung, die aus ihrem Kern dringt hält sich mit der Schwerkraft, die den Stern zusammendrückt, die Waage. Doch es gibt vereinzelt Riesensterne. WR 136 im Sternbild Schwan ist so ein Riese. Wahrscheinlich besitzt er 20 mal die Masse der Sonne und damit die 100.000 fache Sonnenleuchtkraft. Der dabei entstehende Strahlungsdruck ist so gewaltig das die äußere Wasserstoffhülle des Sterns fortgerissen wird - durch den Strahlungsdruck des Sternenlichts! Diese Sterngiganten sind sehr rar. Nur einer von 100 Millionen Sternen wird als solcher Riese geboren. Sie leben nur 10 Millionen Jahre. Lebe schnell, sterbe jung. Entblößt wird dabei der Heliumkern des Sterns. Er regt den mit 2.000 Kilometern pro Sekunde fortfliegenden Wasserstoff zu leuchten an. Wir nennen diesen Nebel Mondsichelnebel aufgrund seiner Form. Das wir ihn trotz seiner Entfernung von 4.700 Lichtjahren gut sehen können lässt uns nur erahnen welche Kräfte dort am Werk sind. In einigen Millionen Jahren wird dieser Stern als Supernova vergehen. Alles was dann von diesem Stern bleiben wird ist ein Neutronenstern oder noch dramatischer in dieser Sternentragödie - ein schwarzes Loch
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