31.08.2016, 09:10 Uhr

Begegnungsort in der Scheune

(Foto: Caroline Bohn)

Ein musikalisches Begegnungsfestival lässt die Schwalben seit 2009 rückwärts fliegen.

Zwischen selbst gemachten Brötchen und Säften, Maisstauden und rustikalen Holzbänken steigt der Duft von Heu geschmeidig in die Nase. Im Hinterhof, genau genommen in der zum Bandraum umstrukturierten Scheune in Wörth bei Gnas, Hausnummer 14, gingen früher hauptsächlich Musikliebhaber und Freunde ein und aus. Mittlerweile entwickelte sich das "Where Swallows Fly Backwards"-Festival ohne großes absichtliches Zutun zu einem offenen Netzwerk.
Verschiedene Musikgenres werden die herausgeputzte Scheune am 27. August, ab 17 Uhr wieder eine Nacht lang beschallen, denn ein Mal mehr treffen klare wie schiefe Klänge von Nah und Fern auf die verborgene Schönheit der ländlichen Besonderheiten. Dieses Festival – mit einer Schwalbe als markiges Kennzeichen – bietet bereits seit sieben Jahren Raum für neue Begegnungen, sowohl musikalischer als auch zwischenmenschlicher Natur. Fremdartige Kulturen, Töne und Menschen reihen sich nahtlos in das Geschehen ein. "Heuer möchten die Flüchtlinge vom Netzwerk Gnas etwas zurückgeben und bieten Fingerfood aus den Herkunftsländern an", erklärt Klaus Wohlgemuth von der Gastgeberband "Fragments of an Empire".

Persönliche Ebene
Dazu gesellt sich auch die Band "Mas'ta" mit Akteuren, denen griechische Flüchtlingsthematik nicht fremd ist. Genau dieses "unaufgesetzte" Aufeinanderzugehen zeichnet diesen kleinen Rahmen aus. Neue Bekanntschaften bleiben nicht lange aus. "Aber die Größe soll nicht ausufern. Das Persönliche muss bleiben!" fügt Klaus hinzu.
So entstand etwa auch eine lockere Symbiose mit Patrick Möstl, der den normalerweise rein instrumentalen Hausherren erstmalig seine Stimme leihen wird. Weiters werden die in Insider-Kreisen gelobte "Tiger Familiy" sowie "Daze Work" auf die Bühne treten. Die Schluss-Vibes kommen von DJ Carline. Zu erwarten sind bei freiem Eintritt vielfältige Ansätze, eine neutrale Ebene und vor allem eine entspannte Atmosphäre zwischen Apfelbäumen, die mehr als ein Scheunentor öffnen können.
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