Gemeinderatswahl 2019
So wählt der Tennengau 2019; Stichwahl Hallein und Oberalm ist fix

Alexander Stangassinger (SPÖ) und Bürgermeister Maximilian Klappacher (ÖVP).
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  • Alexander Stangassinger (SPÖ) und Bürgermeister Maximilian Klappacher (ÖVP).
  • Foto: Josef Wind
  • hochgeladen von Beate Meixner

Die 13 Gemeinden im Bezirk Hallein stimmen heute in der Gemeinderatswahl ab.

TENNENGAU. Sonntag ist Wahltag und die Bezirksblätter sind live dabei. Ab 16 Uhr gibt es hier laufend Aktualisierungen und eine interaktive Karte zur Wahl. Wer hat in meiner Gemeinde gewonnen? Wie viele Stimmen sind schon ausgezählt? Das und viele Informationen mehr gibt es laufend in diesem Beitrag. Das Besondere dabei: Unsere Zahlen spiegeln den tatsächlichen Auszählungsgrad wieder und sind keine Hochrechnung.

Kuchl schon ausgezählt

Die erste Gemeinde ist schon ausgezählt: An der absoluten Mehrheit der ÖVP (55,8 Prozent) wird nicht gerüttelt, obwohl sich die SPÖ von 17 auf 25 Prozent steigern kann. Die FPÖ stürzt von 8,6 auf 5,8 Prozent ab. Für die Grünen sieht es noch schlimmer aus: Sie fallen von 22,5 auf 11,5 Prozent. Bürgermeister Thomas Freylinger (ÖVP) hat mit 63 Prozent die Absolute geholt. 

ÖVP kann Absolute in Krispl halten

Die ÖVP fällt in Krispl von 74 auf 54 Prozent ab, kann sich damit aber die Absolute gerade noch sichern. SPÖ und FPÖ verzeichnen dagegen starke Zuwächse, die FPÖ hat mehr als doppelt so viele Stimmen bekommen als 2014. Der amtierende Bürgermeister Andreas Ploner (ÖVP) kann auf stolze 78 Prozent verweisen. 

Rußbach bleibt wie es ist 

In Rußbach bleibt alles beim Alten: Die ÖVP verliert ein paar Prozentpunkte, SPÖ und FPÖ gewinnen ein paar Wenige dazu. Der neue Bürgermeister Karl Huemer (ÖVP) kann nicht ganz an die Beliebtheit des Vorgängers anknüpfen, behält aber mit 60 Prozent deutlich das Amt.

Großer Sprung für die Grünen in Bad Vigaun

Die Grünen holen in Bad Vigaun auf Anhieb 15 Prozent der Stimmen. Auch die FPÖ verzeichnet ein rasantes Wachstum, sie verdreifachen ihr Ergebnis von 2014 von 5,9 auf 16,9 Prozent. Für die ÖVP verändert sich praktisch nichts, sie kann ihre hauchdünne Mehrheit von 52 Prozent halten, die SPÖ stürzt stark ab von 27 auf 15 Prozent. Bürgermeister Friedrich Holztrattner (ÖVP) genießt mit 74 Prozent weiterhin großes Vertrauen. 

Adnet bleibt sich treu

In Adnet verändert sich praktisch gar nichts: Ein paar wenige Prozentpunkte wechseln, aber an der absoluten Mehrheit der ÖVP mit 66 Prozent hat sich nichts geändert. Die SPÖ steigerte sich geringfügig, die FPÖ verliert leicht. Bürgermeister Wolfgang Auer (ÖVP) sitzt mit 77 Prozent fest im Sattel.  

Schwarz gewinnt in Scheffau

Die ÖVP kann ihre Absolute in der Scheffau noch einmal toppen: Von 61,9 auf 73,7 Prozent. Die "Roten" verlieren einen Prozentpunkt und landen bei 26,2 Prozent. Für Bürgermeister Friedl Strubreiter (ÖVP) geht es steil nach oben: Von 71,7 Prozent steigerte sich der schwarze Ortschef auf ganze 84,3 Prozent. 

FPÖ Golling im freien Fall 

Die Freiheitlichen müssen in Golling eine harte Niederlage hinnehmen, sie fallen von 17,9 auf 5,4 Prozent herab. Die ÖVP steht nahezu unverändert bei 58,6 Prozent, die SPÖ gewinnt knapp sechs Prozentpunkt und liegt nun bei 28,4 Prozent. Mit starken 72,6 Prozent bleibt Peter Harlander (ÖVP) unangefochten Ortschef. 

SPÖ St. Koloman im Aufwind

 St. Koloman bleibt mit 65,7 Prozent schwarz, die "Schwarzen" fallen aber um vier Prozent leicht zurück. Die SPÖ überrascht mit einer starken Steigerung um ganze 14 Prozent im Vergleich zu 2014 auf nunmehr 34,2 Prozent. Bürgermeister Herbert Walkner (ÖVP) hält sich mit 68 Prozent. 

Roter Erdrutschsieg in Hallein

In Hallein kündigt sich ein Richtungswechsel an: Die ÖVP fällt deutlich von 47 auf 34 Prozent herab. Für die SPÖ ist heute wohl ein Tag zum Feiern: Sie legen mächtig zu von 24 auf 37,2 Prozent. In der Bürgermeisterwahl kommt Amtsinhaber Klappacher (ÖVP) auf 37,5 Prozent, Herausforderer Stangassinger (SPÖ) überholt knapp mit 38,4 Prozent. Eine Stichwahl zwischen beiden Kandidaten am 24. März ist damit fix. FPÖ und Grüne gewinnen leicht dazu, die NEOS verlieren knapp die Hälfte ihrer Wähler. 

Maximilian Klappacher (ÖVP): "Die Karten sind jetzt neu gemischt. Es tut natürlich weh, dass wir nur noch neun Mandate haben. Doch am 24. März besteht definitiv die Chance auf einen Sieg – ich gehe kämpferisch und optimistisch in die Stichwahl. Vielen Dank an alle Mitwirkenden im Rathaus, die die letzten Wochen und Monate so tatkräftig mitgeholfen haben."

Alexander Stangassinger (SPÖ): "Ja was soll ich sagen: wir freuen uns sehr über das super Wahlergebnis – danke an alle Wähler, Unterstützer und an das tolle Team. Wie man sieht wurde die Alleinherrschaft der ÖVP in Hallein abgewählt. Die Bevölkerung möchte, dass die SPÖ wieder mitbestimmen und umsetzten kann. Wir sind also mit unseren Themen, wie günstiges Wohnen und dem Ausbau der Kinderbetreuung, richtig gelegen. In die Stichwahl gehe ich sehr sehr zuversichtlich: Mein Team und ich sind top motivert."

Kimbie Humer-Vogl (GRÜNE): "Ich freue mich wahnsinnig. Unwahrscheinlich, dass wir als kleine Partei mit so wenig finanziellen Ressourcen einen Wahlkampf geschafft haben. Wir haben endlich die Möglichkeit, in Hallein mitzugestalten – das ist super! Die grünen Themen kommen an. Das sind die Zukunftsthemen."

Peter Mitterlechner (FPÖ): "Ich bin mit dem Wahlergebnis sehr zufrieden. Wir haben ein drittes Mandat im Vergleich zur Wahl 2014 dazu gewonnen. Auch das Ergebnis, dass ich als eigentlich unbekannter Bürgermeisterkandidat knapp 10 Prozent erreicht habe, freut mich."

Anita Eisenmann (NEOS): „Ich bin total zufrieden. Freut mich, dass ich ein Mandat erreicht habe und in der Gemeindevertretung mitarbeiten kann. Es wird eine Herausforderung für alle Parteien und die nächsten fünf Jahre werden auf alle Fälle spannend."

Stichwahl auch in Oberalm

Bürgermeister Gerald Dürnberger (SPÖ) verliert die Absolute (61 Prozent) und muss sich mit nunmehr 42,7 Prozent der Stichwahl stellen: Der Herausforderer heißt Hansjörg Haslauer (ÖVP) mit 30 Prozent. Die SPÖ kann sich in ihrer aktuell einzigen Gemeinde im Bezirk nur mit hauchdünner Mehrheit halten:  Mit 35,3 Prozent ist sie der ÖVP nur um knappe drei Prozent voraus. Für die Grünen ändert sich mit 15,8 Prozent nichts, die FPÖ steigt um zwei Punkte auf 15 Prozent. 

Bürgermeister Gerald Dürnberger (SPÖ): „Wir werden uns anstrengen: 14 Tage haben wir Zeit. Wir möchten die Wähler überzeugen, dass ich der geeignetste Bürgermeisterkandidat bin. Gerne möchte ich voll engagiert und motiviert in meine vierte Periode gehen. Ob ich gewinne ist aber keine Glaubensfrage – der Wähler entscheidet."

ÖVP Abtenau unangefochten erster

Die tonangebende ÖVP kann ihre absolute Mehrheit von 57,6 Prozent sogar noch einmal ausbauen und steigt auf starke 67,2 Prozent. Die SPÖ verliert klar von 35 auf 23 Prozent. Johann Schnitzhofer genießt mit 77 Prozent das Vertrauen fast aller Bürger. 

Bürgermeisterwechsel in Annaberg

Christian Hirscher (ÖVP) unterliegt mit 36,8 deutlich dem SPÖ-Kandidaten Martin Promok mit 63,1 Prozent. Damit hat Annaberg nun einen "roten" Bürgermeister. Doch ganz einfach wird er es wohl nicht haben, denn die Mehrheit im Gemeinderat stellt nach wie vor die ÖVP, wenngleich auch eher knapp: Die ÖVP kommt auf 42 Prozent, die SPÖ hält bei 34 Prozent, die "Blauen"  bei 22 Prozent.

ÖVP felsenfest in Puch

Die "Schwarzen" behalten ihre absolute Mehrheit mit 59,8 Prozent. Die SPÖ hat sich zwar von 21 auf 32 Prozent stark steigern können, bleibt im Gemeinderat aber in der Minderheit. Bürgermeister Helmut Klose (ÖVP) sitzt mit 66,7 Prozent fest im Sattel.
 

Mehr zum Thema finden Sie auf www.meinbezirk.at/wahl2019.

Autor:

Thomas Fuchs aus Tennengau

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