ÖBB ziehen Bilanz
Tirol seit 2025 ohne Unfall an Eisenbahnkreuzungen

In Tirol kam es seit 2025 zu keinen Unfällen mehr an Eisenbahnkreuzungen. | Foto: ÖBB/Kapferer
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  • In Tirol kam es seit 2025 zu keinen Unfällen mehr an Eisenbahnkreuzungen.
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Die Sicherheit an Eisenbahnkreuzungen hat sich in Tirol deutlich verbessert. Seit dem Jahr 2025 kam es im Bundesland zu keinen Unfällen mehr an Bahnübergängen. Gleichzeitig gehen die ÖBB von einem insgesamt sinkenden Unfallrisiko aus und setzen weiterhin auf technische Sicherungen sowie Bewusstseinsbildung.

TIROL. Während es im Jahr 2021 in Tirol noch sieben Zusammenstöße an Eisenbahnkreuzungen mit einem Todesopfer und drei Verletzten gab, ist die Entwicklung seither positiv verlaufen. Seit dem Vorjahr wurden keine Unfälle mehr registriert.

Im ÖBB-Netz in Tirol gibt es aktuell 112 Eisenbahnkreuzungen. Der überwiegende Teil, 82 Übergänge, ist technisch gesichert, etwa durch Lichtzeichen oder Schrankenanlagen. 30 kleinere Übergänge sind weiterhin nicht technisch gesichert.

„Am sichersten ist immer noch die Eisenbahnkreuzung, die es nicht gibt. Daher reduzieren wir Eisenbahnkreuzungen, wo immer es möglich ist, oder ersetzen sie durch Unter- oder Überführungen“

erklärt Andreas Matthä, Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding AG.

Verteilaktion von Sicherheitsfoldern an Eisenbahnkreuzung in Kitzbühel. | Foto: ÖBB/Gasser-Mair
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Verhalten bleibt zentraler Risikofaktor

Trotz der positiven Entwicklung bleibt das Verhalten der Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer entscheidend. Laut Beobachtungen halten rund drei Viertel der Lenkerinnen und Lenker bei Stopptafeln vollständig an, etwa ein Viertel jedoch nicht regelkonform.

„Gewohnheit macht blind. Gerade ortsansässige Personen, die täglich Eisenbahnkreuzungen queren, sind besonders gefährdet“

warnt Christian Schimanofsky, Direktor des Kuratoriums für Verkehrssicherheit.

Investitionen und Aufklärung werden fortgesetzt

Die ÖBB investieren jährlich mehr als 25 Millionen Euro in die Sicherheit von Eisenbahnkreuzungen sowie in deren Umbau oder Auflassung. Zusätzlich werden viele Übergänge technisch überwacht.

Neben baulichen Maßnahmen setzen die ÖBB weiterhin auf Aufklärungskampagnen und Kooperationen, etwa mit Schulen, Fahrschulen sowie Verkehrsorganisationen, um das Bewusstsein für die Gefahren an Bahnübergängen zu stärken.

Viele Eisenbahnkreuzungen sind bereits mit Lichtzeichen oder Schranken ausgestattet. | Foto: By Mäx Hugo Hugo
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