11.09.2014, 20:20 Uhr

So "tickt" unsere Region

NAbg. Beppo Muchitsch stellte in Lannach die Umfrage "Wie tickt unsere Region" vor. (Foto: TT&K)
Schon im Vorfeld der Präsentation der Studie hatte Auftraggeber NAbg. Beppo Muchitsch für Aufregung gesorgt, weil er das Faktum, dass eine deutliche Mehrheit (64%) in den Bezirken Leibnitz, Deutschlandsberg und Voitsberg positiv auf die Gemeindefusionen reagierte, vorab veröffentlichte. Dieses Thema wurde bei der Präsentation in Lannach nur mehr am Rande gestreift.
Viel wichtiger waren ihm die abgefragten Prioritäten der Bevölkerung. In allen drei Bezirken wurden mit überwältigender Mehrheit die Bereiche Wirtschaft und Verkehr genannt. Im Bezirk Voitsberg herrschen betreffend den Wirtschaftsstandort und der Arbeitsplätze die größten Ängste. mit 41% Nennungen und unter Berücksichtigung von zukünftigen Maßnahmen im Bereich Verkehr (19%) sieht die Bevölkerung bei diesen Themen einen sehr starken Handlungsbedarf.
Gestützt abgefragt wurden 601 Personen dann zu den Themen Wohnen, Straßeninfrastruktur, öffentlicher Verkehr, Bildungsinfrastruktur und Arbeitsplätze. 97% messen der Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region sehr hohe bzw. hohe Bedeutung bei. "So einen derart hohen Wert habe ich bei Umfragen seit ich 1992 in die Politik ging noch nie erlebt", gibt Muchitsch zu. Im Bezirk Voitsberg ist neben die Sorge um die Arbeitsplätze auch der Wunsch nach gutem und billigen Wohnen mit 73% sehr präsent. Die Zustand der Straßen sind für Männer um einiges wichtiger als für Frauen, die sich wiederum vermehrt für Bildungsfragen interessierten.
Das Resumee für Muchitsch: "Meine Aufgabe als regionaler Abgeordneter ist es, dass ich mit der Situation und dem Zustand unserer Region intensiv befasse. Mit dieser Umfrage habe ich die Anliegen der Bevölkerung abgefragt. Bei der Gemeindestrukturreform wird der Mut der Politik bestätigt." Faktum ist, dass eine Million österreichische Arbeitsplätze vom Export abhängig sind. Der nationale Spielraum, Arbeitsplätze zu sichern, ist beschränkt. "Ein Mittel dazu sind faire Vergaben. Noch heuer planen wir im Parlament das Vergabegesetz vom Billigst- und Bestbieterprinzip abzuändern, beide Regierungsparteien sind da einer Meinung. Damit haben wunsere regionalen Betriebe iweder verstärkt eine Chance, mit ihrem eigenpersonal zu öffentlichen Aufträgen zu kommen", sagt Muchitsch.
Laut Muchitsch hat die Region Süd-/Weststeiermark im Vergleich zu anderen steirischen Regionen einen großen Vorteil. In der Region wird ein Bevölkerungszuwachs bis 2035 prognostiziert. Im Bezirk Leibnitz deutlich, im Bezirk Deutschlandsberg etwas weniger und in Voitsberg bleibt die Bevölkerungsanzahl ziemlich gleich. Muchitsch wird ab Oktober die Ergebnisse in den Bezirken vorstellen. "Sie sind Grundlage für den neuen Powerplan, dazu wird es Workshops geben."
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