Austria Druckguss - 40 Jahre Jubiläum und 20 Millionen Investition

IV-Präsident Georg Knill, Zhongding Europe-President Norbert Hettstedt, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Austria Druckguss-Geschäftsführer Nikolaus Szlavik und der Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark (v.l.n.r.)
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  • IV-Präsident Georg Knill, Zhongding Europe-President Norbert Hettstedt, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, Austria Druckguss-Geschäftsführer Nikolaus Szlavik und der Gleisdorfer Bürgermeister Christoph Stark (v.l.n.r.)
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Der steirische Autozulieferer Austria Druckguss investiert allein heuer 20 Millionen Euro in den Standort in Gleisdorf. Für die deutsche Automobilindustrie konnte zudem ein langfristiger Auftrag über 35 Millionen an Land gezogen werden. Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer verleiht dem Betrieb das steirische Landeswappen.

Grund zum Feiern hat dieser Tage der steirische Traditionsbetrieb Austria Druckguss. Zurückzuführen ist dies allerdings nicht nur auf das aktuelle 40. Jubiläumsjahr des Automotive-Zulieferers, sondern auch auf zukunftsweisende Investitionen: Denn mit rund 3.500 Quadratmeter erweitert der Gleisdorfer Betrieb die Produktionshallen um mehr als ein Drittel. Neue Bearbeitungs- und Drehzentren, Montage- und Waschanlagen sowie hochtechnologische Druckgusszellen sollen künftig auf den neugeschaffenen Kapazitäten Platz finden. Rund 20 Millionen Euro fließen dafür allein heuer in den Standort. Mit diesem Ausbauschritt will das 260-köpfige Unternehmen eine verstärkte Produktion von Motorkomponenten, Fahrwerks- und Antriebsstrang- sowie Strukturbauteilen ermöglichen. Konkret: „Insbesondere im Bereich der Fertigbearbeitung orten wir großes Potenzial – hier wollen wir die Kapazitäten mittelfristig verdoppeln. Die Gießerei-Aktivitäten wollen wir schrittweise um bis zu 15 Prozent steigern“, betont Austria Druckguss-Geschäftsführer Nikolaus Szlavik.

Schützenhöfer: „Steirisches Aushängeschild“

Gratulationen zu Jubiläum und Expansion kommen auch von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer: „Die Investitionen sind ein weiteres langfristiges Bekenntnis zur Automotive-Region Steiermark. Dieser von Tradition geprägte Standort in Gleisdorf ist nicht nur ein bedeutsamer Zulieferer für die internationale Automobilindustrie, von der Austria Druckguss gehen auch wertvolle Impulse für Innovation und Wachstum aus. Die Austria Druckguss ist ein steirisches Aushängeschild, das für Arbeit und Wertschöpfung in der Region sorgt. Aus diesen Gründen ist es mir auch eine besondere Ehre, dem Unter-nehmen das Steirische Landeswappen zu überreichen. Das steirische Wappen hat eine ganz besondere Strahlkraft, die weit über die Grenzen des Landes hinausreicht. Es ist die Versinnbildlichung des steirischen Erfolgswegs und der wirtschaftlichen Stärke zu der auch die Austria Druckguss, ihre Geschäftsführung, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beitragen.“

Deutsche Autoindustrie: Großauftrag

Für Austria Druckguss-Geschäftsführer Szlavik ist die Auszeichnung „eine große Ehre und Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Die Verleihung ist aber auch ein Auftrag, die Zukunft der Mobilitätsindustrie weiterhin von Gleisdorf aus mitzugestalten.“ Dafür wird insbesondere Know-how im Bereich der alternativen Antriebe gefragt sein: „Konkret erwirtschaften wir mittlerweile etwa ein Viertel des Umsatzes mit Komponenten für die Elektromobilität. Dieser Trend birgt auch zukünftig ein großes Potential für den Standort Gleisdorf“, ist sich Szlavik sicher. Das stellt bereits jetzt ein aktuell an Land gezogener Auftrag aus diesem Segment unter Beweis: Bis 2026 sollen über 2,5 Millionen Fahrzeug-Komponenten für einen deutschen Premiumhersteller in Gleisdorf produziert werden. Konkrete Details unterliegen der Geheimhaltung, das Auftragsvolumen beläuft sich auf 35 Millionen Euro. Kein Geheimnis ist hingegen die Referenzliste des Unternehmens: So zählen etwa mit Audi, BMW, Daimler, Volkswagen & Co. viele renommierte Fahrzeugbauer rund um den Globus zu den Kunden des steirischen Automobilzulieferers.

Industriellenvereinigung: „Absicherung von Arbeitsplätzen“

Für Georg Knill, Präsident der steirischen Industriellenvereinigung, ist der langfristige Auftrag ein wichtiges Signal in Richtung Arbeitsmarkt: „Industrie-Investitionen in Hochtechnologie sichern wertvolle und wichtige Arbeitsplätze in der gesamten Steiermark. Die Austria Druckguss setzt mit dem Standortausbau wichtige Maßnahmen, die insbesondere für die Region spürbar sein werden. Es sind genau diese Unternehmen, die mit ihrer Innovationskraft die steirische Industrie und den Wohlstand prägen.“ Das unterstreicht auch der Bürgermeister von Gleisdorf, der Abgeordnete zum Nationalrat Christoph Stark: „Austria Druckguss zählt seit Jahrzehnten zu den führenden Technologiebetrieben unserer Region. Davon profitieren wir als Stadtgemeinde im Bereich der Arbeitsplätze und Wertschöpfung immens. Dank des Unternehmenserfolges sind für uns nachhaltige Impulse in unserer Stadt möglich.“

Gleisdorfer Führung

Auch in den nächsten Jahren soll der Betrieb die Oststeiermark bereichern – die Basis dafür wurde vor zwei Jahren gelegt: mit der Eingliederung des Betriebs in den weltweit agierende, chinesische Zhongding Group. Austria Druckguss Gleisdorf wurde als Vorreiterunternehmen positioniert, schon jetzt lenkt Szlavik das Magnesium-Druckguss- Werk in Petoskey, Michigan mit. Mittelfristig wird es auch eine stärkere Kooperation mit einem weiteren Werk in China geben. Diese globale Positionierung des oststeirischen Traditionsbetriebs sowie die mit der Übernahme verbundene Erhöhung der Eigenkapitalquote in Gleisdorf „sorgte für eine wesentlich verbesserte Kundenakzeptanz. Das ist bei jeder Ausschreibung ein erheblicher Vorteil“, sagt Geschäftsführer Szlavik.
Volle Rückendeckung erhält er dabei von Norbert Hettstedt, Vorsitzender der Zhongding Group Europe: „Die hohe technologische Kompetenz von Austria Druckguss ist unserem Konzern entscheidend. Der zukünftige Know-how Transfer wird die strategische Ausrichtung der Gruppe unterstützen. Wir haben hier noch viel vor.“


Über Austria Druckguss

Austria Druckguss hat sich auf die Erzeugung und Bearbeitung von Aluminiumdruckgussteilen für den Motor- und Fahrwerksbereich spezialisiert und ist eine 100-Prozent-Beteiligung der chinesischen Zhongding (ZD)-Group. Derzeit beschäftigt der Guss- und Fertigungsspezialist rund 260 Mitarbeiter. Im Vorjahr wurde ein Umsatz von ca. 34 Millionen Euro erzielt.

Autor:

Iris Bloder aus Weiz

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