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Fohnsdorf
Metamorphose des Kohlenpotts

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Vom schmutzigen Bergwerksdorf zur attraktiven Wohngemeinde. Fohnsdorf hat sich verwandelt.

Der Fohnsdorfer Bürgermeister Gernot Lobnig ist mit seiner Gemeinde auf der Überholspur.
  • Der Fohnsdorfer Bürgermeister Gernot Lobnig ist mit seiner Gemeinde auf der Überholspur.
  • Foto: Gemeindearchiv
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Autor: Wolfgang Pfister

FOHNSDORF. Die ehemalige Bergbaugemeinde steht zu ihrer Vergangenheit. Der Kohlebergbau brachte den Gemeindebürgern lange Zeit Arbeit und Wohlstand. In den 60er-Jahren zählte Fohnsdorf rund 11.500 Einwohner. Seit der Schließung des Bergwerks halten der Knappschaftsverein sowie die Gemeindeverantwortlichen die Tradition des ehemals tiefsten Braunkohlebergwerks der Welt am Leben. Das schwarze Gold wurde damals bis in eine Tiefe von 1.200 Metern abgebaut. Im Bereich des 46 Meter hohen Förderturms beim ehemaligen Wodzicki-Schacht befindet sich heute ein Bergbaumuseum.

Vom Stollen in den Tagebau

Die Aktivitäten Untertag sind längst Geschichte. Die jüngere Vergangenheit, die Gegenwart sowie die Zukunft des Ortes spiegeln jene Maßnahmen, die die Gemeindeverantwortlichen Obertag angeleiert haben. So wurde Fohnsdorf getreu dem Slogan "Fohnsdorf baut auf" im Laufe der Jahre zur attraktiven Wohngemeinde mit dem größten Einkaufszentrum des Murtales und einer Therme, deren gewaltiges Entwicklungspotenzial jüngst auch Großinvestor Dietrich Mateschitz erkannt hat. Dem Vernehmen nach befinden sich die Verhandlungen über den Kauf durch den Bullen kurz vor dem Abschluss. Die Therme soll nach der Übernahme öffentlich bleiben, alle Mitarbeiter übernommen werden. Detailpläne werden - wie beim Projekt Spielberg üblich - keine bekannt gegeben. Dafür sollen dann aber wieder Nägel mit Köpfen gemacht werden. Auch für die Umsetzung eines weiteren Großprojektes in Form der größten unterirdischen Schießanlage Europas stehen die Chancen nach zwischenzeitlichen, coronabedingten Problemen wieder sehr gut.

Bad Fohnsdorf bald Realität?

"Wenn das mit der Gesundheitsschiene klappt, ist das durchaus denkbar", so Bürgermeister Gernot Lobnig im Gespräch mit der WOCHE. In Bau befindet sich in Wasendorf bereits das Pflege- und Seniorenheim der SeneCura. Im Umfeld herrscht auch rege Wohnbautätigkeit. Von der Wohnbau Fohnsdorf werden derzeit zwei alte Wohnhäuser generalsaniert. Hier entstehen in Thermennähe weitere attraktive Wohneinheiten. Ebenfalls in Thermennähe ist der Bau von 40 Eigentumswohnungen sowie die Errichtung von 40 Reihen- und Doppelhäusern geplant. Dazu werden im Ortsteil Hetzendorf auch noch 18 geförderte Mietwohnungen errichtet. Fohnsdorf gibt also auch beim Wohnbau ordentlich Gas und darf sich mittlerweile als Zuzugsgemeinde bezeichnen. In der Pipeline befinden sich laut Aussage von Bürgermeister Gernot Lobnig noch weitere Projekte im Ökoenergie-Bereich. Auch hier gibt es schon sehr konkrete Pläne, die kurz vor einer Realisierung stehen. Weitere Schwerpunkte werden mit der Neugestaltung des Ortszentrums sowie im Kinder- und Jugendbereich gesetzt. "Wir wollen, dass unsere Jugend hier aktiv mitarbeitet", erklärt Bgm. Gernot Lobnig.

Attraktive Wohnbau-Projekte

Fohnsdorf baut auf. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Auch der Wohnbau wird weiter forciert.

Der Bau des SeneCura-Pflegeheimes schreitet voran.
  • Der Bau des SeneCura-Pflegeheimes schreitet voran.
  • Foto: KK
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Autor: Wolfgang Pfister

FOHNSDORF. Mit dem Bau von weiteren Reihen- und Doppelhäusern sowie Eigentums- und Mietwohnungen wird Fohnsdorf seiner Entwicklung als Wohngemeinde einmal mehr gerecht. Am Wasendorferried errichtet die Firma Kohlbacher 40 tolle Reihen- und Doppelhäuser, die den neuen Besitzern modernsten Wohnraum zwischen 117 und 142 Quadratmetern bieten und auch voll unterkellert sind. In der Karl-August-Straße baut Kohlbacher Eigentums-Wohneinheiten in der Größe von 52, 74 und 94 Quadratmetern, wahlweise mit Balkon oder Terrasse, Carport etc. schlüsselfertig mit Fußbodenheizung. Fenster, Türen, Fliesen etc. können die Wohnungskäufer aus dem Kohlbacher-Sortiment selbst auswählen.
In der Hetzendorfer Kernstockgasse sollen zudem geförderte Mietwohnungen von der Enns-taler Siedlungsgenossenschaft errichtet werden. Die Fohnsdorfer Baufirma Stvarnik will in diesem Bereich zudem auch noch Parzellen für den Eigenheimbau aufschließen lassen.

40 attraktive Kohlbacher-Eigentumswohnungen werden in der Fohnsdorfer Karl-August-Straße in Wasendorf errichtet.
  • 40 attraktive Kohlbacher-Eigentumswohnungen werden in der Fohnsdorfer Karl-August-Straße in Wasendorf errichtet.
  • Foto: Fotografik: Kohlbacher
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Modernes Pflegeheim

Ab Frühjahr 2022 finden 135 Seniorinnen und Senioren im neuen SeneCura AIS Pflegeheim in Wasendorf an ihrem Lebensabend ein gemütliches Zuhause, in dem sie altersgerecht umsorgt werden. Zudem werden hier 21 Wohnungen für "Betreutes Wohnen" errichtet.

Was tut sich sonst noch?

Einen weiteren Meilenstein setzt die Gemeinde Fohnsdorf in Konkordanz mit der Stadtwerke Judenburg AG auch in der Fernwärmeversorgung. Auch in die Straßensanierung wird investiert. Vor der Umsetzung befindet sich auch der Um- und Zubau der Verabschiedungshalle beim Friedhof, die künftig Platz für rund 100 Trauergäste bieten soll. Die Polizei ist von der Landstraße in die Siemensstraße übersiedelt. Sobald es das Wetter zulässt, werden hier noch die Außenanlagen fertiggestellt.
Ein neues Wohnheim hat die Lebenshilfe Murtal in der Landstraße errichtet und eines in der Grazer Straße umgebaut. Die Lebenshilfe betreibt in Fohnsdorf auch einige Werkstätten sowie den Dorfladen am Hauptplatz.
Zwei große Projekte zur Erzeugung von Solarenergie seien ebenfalls umsetzungsreif, wie Bürgermeister Gernot Lobnig im Gespräch mit der WOCHE verriet.

Am Wasendorferried entstehen tolle Reihen- und Doppelhäuser der Firma Kohlbacher mit einer Wohnfläche von 117 bis 142 Quadratmetern.
  • Am Wasendorferried entstehen tolle Reihen- und Doppelhäuser der Firma Kohlbacher mit einer Wohnfläche von 117 bis 142 Quadratmetern.
  • Foto: Fotografik: Kohlbacher
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