Rettungsaktion in Aflenz
Extremer Klettersteig wurde Elfjährigem zum Verhängnis
- Der etwa 400 m lange Panorama-Klettersteig befindet sich an der Südseite der Bürgeralm in Alfenz.
- Foto: Jutta Petermeier
- hochgeladen von Angelina Koidl
Ein Elfjähriger musste am Samstag von der Bergrettung aus dem Panorama-Klettersteig auf der Bürgeralm in Aflenz gerettet werden. Den Buben verließen die Kräfte, sodass er nicht mehr weiter klettern konnte. Er blieb unverletzt.
AFLENZ. Der etwa 400 Meter lange Panorama-Klettersteig befindet sich an der Südseite der Bürgeralm in Aflenz. Nach der österreichischen Klettersteigskala ist dieser mit dem Schwierigkeitsgrad D ausgewiesen und weist damit "sehr schwierige Passagen" auf. Die "Arena-Variante" mit 25 Metern Höhe führt über einen zwölf Meter langen Überhang und ist eine der schwierigsten Passagen in Europa.
Für die erste Klettertour eines Elfjährigen haben seine zwei 36-jährigen Verwandten aus dem Bezirk Graz-Umgebung am Samstag genau diesen Klettersteig gewählt. Die Tour endete damit, dass der Bub völlig erschöpft aus dem Klettersteig gerettet werden musste. Einsatzkräfte der Bergrettung Aflenz und der Alpinpolizei retteten ihn unverletzt.
"Körperlich und mental fit"
Laut den Angaben der Begleiter hatte der 11-Jährige vor diesem Ausflug mehrfach in einer Kletterhalle trainiert. Eigentlich hätten sie mit ihm eine einfachere Tour geplant. Vor dem schwierigen Abschnitt wollten die drei den Klettersteig über einen Notausstieg verlassen. Da der Bub jedoch noch körperlich und mental fit gewesen sei, stimmten die Begleiter der Fortsetzung der Tour zu.
- Bei einer sehr schwierigen Passage, der D-Stelle, verließen den jungen Kletterer die Kräfte – er konnte nicht mehr weiterklettern und seinen Klettersteigkarabiner nicht mehr umhängen.
- Foto: Symbolbild: pixabay.com/hphtr54
- hochgeladen von Angelina Koidl
Alpinnotruf verständigt
Bei einer sehr schwierigen Passage, der D-Stelle, verließen den jungen Kletterer die Kräfte – er konnte nicht mehr weiterklettern und seinen Klettersteigkarabiner nicht mehr umhängen. Die gut ausgerüsteten Begleiter des Jungen sicherten ihn fachgerecht am Stahlseil und verständigten den Alpinnotruf.
Sicherheit beginnt vor der Tour
Die Alpinpolizei erinnert Kletterinnen und Kletterer daran, die Touren im Vorhinein gewissenhaft vorzubereiten. Eine sichere Bergtour setzt eine genaue Tourenplanung, geeignete Ausrüstung und vor allem eine realistische Einschätzung der körperlichen Fähigkeiten voraus. Damit würden sich viele alpine Notlagen vermeiden lassen.
Vielleicht auch interessant für dich:
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.