Ab 4. Juni
Grüner Pass zertifiziert uns für Eintritt ins "normale Leben"

Tourismusministerin Eisabeth Köstinger (ÖVP): „Jede Bürgerin, jeder Bürger kann sich aussuchen, auf welche Art er seinen Status nachweisen will. Analog oder digital per QR-Code. Für unsere Wirte, Hotels und Freizeiteinrichtungen wiederum wird es sehr einfach sein, diesen Status zu prüfen. Dabei gelangen keinerlei persönliche Daten in fremde Hände, es wird nur die Berechtigung für den Zutritt erteilt.“
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  • Tourismusministerin Eisabeth Köstinger (ÖVP): „Jede Bürgerin, jeder Bürger kann sich aussuchen, auf welche Art er seinen Status nachweisen will. Analog oder digital per QR-Code. Für unsere Wirte, Hotels und Freizeiteinrichtungen wiederum wird es sehr einfach sein, diesen Status zu prüfen. Dabei gelangen keinerlei persönliche Daten in fremde Hände, es wird nur die Berechtigung für den Zutritt erteilt.“
  • Foto: RMA
  • hochgeladen von Maria Jelenko-Benedikt

Ab 19. Mai dürfen Gastronomie-, Tourismus- und Freizeitbetriebe sowie Kulturinstitutionen und Sportstätten wieder aufsperren. Der Nachweis, ob man geimpft, getestet oder genesen ist, wird mit diesen Öffnungsschritten verknüpft und ist Voraussetzung für den Zutritt in Betriebe. Der Grüne Pass soll also als Zutritts-Nachweis dienen, zusätzlich werden E-Cards zur Anwendung kommen. Österreich werde ab dem 4. Juni, also vor vielen anderen EU-Staaten, den digitalen Grünen Pass einsetzen. Sobald die EU ab Ende Juni Schnittstellen bereitstellt, wird das österreichische System daran gekoppelt.
 

ÖSTERREICH. Der Grüne Pass soll sowohl digital auch am Papier die Lösung der Nachweise für Genesene, Geimpfte oder Getestete werden, so Tourimsusministerin Elisabeth Köstinger und Mückstein bei einer Pressekonferenz am Dienstag, bei der sie auch den Fahrplan für die Umsetzung vorgestellt haben. Mückstein: "Kein Mensch muss sterben, daher haben wir die Intensivkapazitäten bei allen Öffnungsschritten im Auge zu behalten", sagte Mückstein in der Konferenz. Und weiter: "Der Grüne Pass ist unser Weg zurück in unser altes Leben."

Grüner Pass: Umsetzung in drei Phasen

Phase 1: Keine einheitliche digitale Lösung

Bis der Grüne Pass in Österreich eingesetzt werden kann, dürfen ab 19. Mai folgende bisherige Nachweise für Zutritte verwendet werden:

• Getestet: behördlich anerkannte negative Testergebnisse. Selbsttests sind für 24 Stunden gültig, wie in Vorarlberg auch.
• Geimpft: Bestätigung des Impfstatus mittels Papier-Impfpass.
• Genesen: ein Absonderungsbescheid oder eine ärztliche Bestätigung über eine in den vergangenen sechs Monaten erfolgte und aktuell abgelaufene Infektion.

Selbstabnahmen haben nur eine Gültigkeit von 24 Stunden, Antigen-Tests von 48 Stunden und PCR-Tests von 72 Stunden. Als genesen gilt, wer die Erkrankung in den vergangenen sechs Monaten überwunden hat. Bei der Impfung ist drei Wochen nach der ersten Dosis der Zutritt gesichert. 

Beispiel: Zwei Personen verabreden sich zum Essen beim Lieblingswirten. Sie gehen davor in eine Teststraße. Die ausgedruckte Bestätigung oder des E-Mail am Handy mit dem negativen Testergebnis ist die „Eintrittskarte“ für den Lokalbesuch.

Beispiel: Frau Huber möchte auf einen Kaffee in die örtliche Konditorei gehen. Sie hat in den vergangenen sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden. Für den Kaffeehaus-Besuch muss sie nur den Absonderungsbescheid ihrer behördlichen Quarantäne bzw. die ärztliche Bestätigung über die abgelaufene Infektion vorlegen.

Phase 2:  Digitale Nachweise

Ab Anfang Juni werden in Österreich zusätzlich digitale Nachweis-Varianten zum Einsatz kommen, um die fortlaufenden Öffnungsschritte zu unterstützen. Bis dahin sollen alle gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen sein, die für einheitliche, datenschutzkonforme und allen EU-Vorgaben entsprechende digitale Nachweise benötigt werden:

Zertifikat über QR-Code und e-Card

Mit der Erstellung von „Zertifikaten“ mittels QR-Codes wird der Grüne Pass damit österreichweit umgesetzt. Diese können digital unter gesundheit.gv.at abgerufen oder ausgedruckt in einem Gemeindeamt oder Magistrat abgeholt werden. Für die digitale Variante ist eine Handysignatur oder Bürgerkarte notwendig, die zuvor beantragt werden sollte. Auch ein Nachweis über die e-Card wird möglich sein.

Die Prüfer benötigen dafür eine eigene von der Sozialversicherung entwickelte Prüf-App. Mit dieser App wird die Kartennummer auf der Rückseite gescannt und daraufhin angezeigt, ob ein Zutritt erlaubt ist oder nicht. Die Datenhoheit bleibt bei jedem Einzelnen, verspricht Köstinger. Den Zutritt ermögliche nur der grüne Haken. Den Prüfer habe nicht zu interessieren, warum der Haken grün ist, betonte die Ministerin. Auf der e-Card gespeicherte Daten werden nicht ausgelesen.

• Testzertifikat für PCR-Test, Teststraße, Antigentest zu Hause (behördlich bestätigt). Diese sagen aus, wann die Impfung(en) erfolgt ist (sind).
• Impfzertifikat gültig ab Tag 22 nach der 1. Impfung
• Genesenenzertifikat Personen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 durchgemacht haben und in Österreich im EMS (Epidemiologisches Meldesystem) erfasst wurden, wird das Zertifikat automatisch erstellt und der genesenen Person zur Verfügung gestellt.
• Die bisherigen analogen Nachweise bleiben weiterhin gültig.
•  Die regelmäßigen Schultests werden zu Eintrittstest für Kinder ab zehn Jahren in Hotellerie und Gastronomie. Jüngere Kinder werden keinen Eintrittstest brauchen.
•  "Prüfern" im Hotel oder Gasthaus muss nur der Nachweis mit dem grünen Haken vorgelegt werden, nicht aber andere Informationen, wie Art der Anerkennung.
•  42 Tage nach Verabreichen der ersten Impfung mit einem Impfstoff verliert der grüne Haken die Gültigkeit, wenn keine zweite Impfung verabreicht wurde.

Tourismusministerin Elisabeth Köstinger:

„Der ‚Grüne Pass‘ ist viel mehr als eine App. Er ist ein umfassendes Konzept, das digitale und analoge Nachweise, ob man geimpft, getestet oder genesen ist, ermöglicht. Er bietet vollständige Wahlfreiheit für Bürgerinnen und Bürger und einen niederschwelligen Zugang für alle!“ 

Beispiel: Ein Paar plant einen Hotelaufenthalt. Beide haben bereits je eine Erstimpfung erhalten. Sie haben sich ihre Impfzertifikate mit ihrer Handy-Signatur unter gesundheit.gv.at heruntergeladen und am Handy gespeichert. Ab dem 22. Tag nach Impfung reicht die Vorlage des Impfzertifikats beim Check-in im Hotel.

Beispiel: Herr Maier möchte in einem Restaurant Abendessen gehen. Er geht vorher in die Teststraße und lässt sich das Zertifikat ausstellen. Im Restaurant wird sein QR-Code mit einer eigenen Prüf-App oder per Handy-Kamera gecheckt. Dabei wird nur angezeigt, ob diese Person für den Zutritt berechtigt ist oder nicht. Persönliche Daten werden bei diesem Check nicht angezeigt.

Phase 3: Anbindung an europäische Schnittstellen

Der QR-Code soll ab Anfang Juli gelten, wenn die EU soweit ist, dass die QR-Codes europaweit gültig sind, so Mückstein. Ende Juni tritt die EU-Verordnung in Kraft. Die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate dann auch auf EU-Ebene wird zur Erleichterung der Reisefreiheit beitragen. Nach derzeitigem Stand soll der Grüne Pass in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie im EWR-Raum und der Schweiz gültig sein. Die Daten, die im QR-Code enthalten sind, dürfen von den besuchten Staaten nicht gespeichert werden.

• Um EU-weit die Überprüfbarkeit der entsprechenden Zertifikate sicherzustellen, werden die technischen Schnittstellen zwischen den Systemen der Mitgliedsstaaten geschaffen. Die Zertifikate sind damit europaweit lesbar: An jeder Grenze kann man dann mit dem QR-Code nachweisen, dass man geimpft, getestet oder genesen ist.

• Welche Erleichterungen für geimpfte, getestete oder genesene Menschen mit diesen Zertifikaten verbunden sind, ist aber abhängig von der jeweiligen epidemiologischen Lage und entscheidet jeder Mitgliedsstaat selbst.

Beispiel: Deutsche TouristInnen kommen für den Sommerurlaub nach Österreich. Sie haben sich in Deutschland Zertifikate ausstellen lassen. Die deutschen QR-Codes sind beim Check per Prüf-App oder Handy-Kamera auch in Österreich lesbar.

Beispiel: Ein österreichisches Paar plant einen Trip nach Italien. Die Zertifikate, die in Österreich ausgestellt werden, sind auch in anderen EU-Mitgliedsstaaten lesbar.

500.000 Impfdosen pro Woche nach Österreich

Gleichzeitig mit der Anzahl der Geimpften ist man zuversichtlich, dass die Pandemie so gut in den Griff zu bekommen ist. Insgesamt geht die Regierung nun davon aus, dass bis Ende Juni 70 Prozent der Impfwilligen geimpft sind. "Wir werden Impfwillige suchen, weil so viele Impfstoffe da sein werden. Wir bekommen derzeit pro Woche 500.000 Impfdosen", so Mückstein. 

Mückstein: 

„Wir werden das Konzept des Grünen Passes in 3 Phasen ausrollen: Phase 1 startet mit den österreichweiten Öffnungen Anfang Mai. In dieser Phase können wir die bisher bekannten Nachweise für Test, Impfung und Genesung verwenden. Anfang Juni bieten wir eine einheitliche, datenschutzkonforme und bereits allen EU-Vorgaben entsprechende digitale Lösung. Dabei geht es um Zertifikate mit QR-Code, die digital abgerufen oder im Gemeindeamt als Ausdruck abgeholt werden können. Ab Ende Juni wird der Grüne Pass EU-weit eingesetzt werden und das Reisen erleichtern.“

Ein "Grüner Pass" für Geimpfte, Genesene und Getestete – Was hältst du davon?
Weniger Infektionen in Österreich, aber Kritik am Grünen Pass
Gastro, Kultur, Tourismus und Sport nur mit „Grünem Pass“
Staaten legen Kriterien für Reisefreiheit fest
Tourismusministerin Eisabeth Köstinger (ÖVP): „Jede Bürgerin, jeder Bürger kann sich aussuchen, auf welche Art er seinen Status nachweisen will. Analog oder digital per QR-Code. Für unsere Wirte, Hotels und Freizeiteinrichtungen wiederum wird es sehr einfach sein, diesen Status zu prüfen. Dabei gelangen keinerlei persönliche Daten in fremde Hände, es wird nur die Berechtigung für den Zutritt erteilt.“
„Meine Aufgabe als Gesundheitsmister ist es, dafür zu sorgen, dass kein Mensch sterben muss, weil er kein Intensivbett mehr bekommt. Deshalb ist es wichtig, dass die für 19. Mai geplanten Öffnungsschritte mit umfassenden Sicherheitskonzepten einhergehen und sich die Menschen auch an die vorgeschriebenen Regeln halten. Wir stellen den Bürgerinnen und Bürgern daher einfache Immunitätsnachweise – digital und analog – über den Grünen Pass zur Verfügung.“

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