Wechseljahre und Zahngesundheit
Wenn die Hormone die Mundflora verändern
- Die Wechseljahre bewirken vieles im Körper – auch im Mund.
- Foto: Prostock-studio/Smarterpix
- hochgeladen von Margit Koudelka
Ein sinkender Östrogenspiegel beeinflusst nicht nur Knochen und Schleimhäute, sondern auch die Mundgesundheit. Häufige Folgen sind Mundtrockenheit, Zahnfleischentzündungen und ein erhöhtes Kariesrisiko.
ÖSTERREICH. Östrogen unterstützt die Durchblutung des Zahnfleisches und die Funktion der Speicheldrüsen. Nimmt der Hormonspiegel ab, kann die Speichelproduktion zurückgehen. Dadurch verändert sich das Mundmilieu, und die natürliche Schutzfunktion des Speichels wird geschwächt, schädliche Bakterien können sich leichter vermehren.
Sorgfältige Zahnpflege
Um Zähne und Zahnfleisch zu schützen, sind eine sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Zahnarztbesuche besonders wichtig. Empfohlen werden zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta sowie die tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume. Bei Mundtrockenheit können häufiges Wassertrinken, zuckerfreier Kaugummi oder Speichelersatzmittel hilfreich sein.
Bleiben Zahnbeläge bestehen, können Zahnfleischentzündungen und Parodontitis entstehen. Dabei werden der Zahnhalteapparat und der Kieferknochen geschädigt, was langfristig zu Zahnlockerung und Zahnverlust führen kann. Mundtrockenheit erhöht zudem das Risiko für Karies und Schleimhautbeschwerden. Parodontitis steht außerdem mit Erkrankungen wie Diabetes sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Zusammenhang.
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