Unwetter und Gewitter
Tief Gudrun hielt Einsatzkräfte auf Trab

Herabgestürzte Äste mussten von der Fahrbahn geräumt werden.
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  • Foto: ff-badischl.at
  • hochgeladen von Philipp Gratzer

Die markante Kaltfront des Tiefs Gudrun überquerte Österreich von West nach Ost und sorgte mit teils kräftigen Gewittern, stürmischem Wind und nachfolgend vorübergehend kräftigen Regen für einen wettertechnisch turbulenten Samstagnachmittag und -abend. Abgedeckte Dächer, umgestürzte Bäume und zahlreiche Feuerwehreinsätze waren die Folgen. 

ÖSTERREICH. Zunächst fegte die Unwetterfront über das Bundesland Tirol und hinterließ dort Schäden. Während in Innsbruck der Himmel noch blau war, war im Unterland bereits Unheil am Himmel. Ebbs wurde dabei heftig getroffen, ein ganzes Haus wurde abgedeckt. Das Tief Gudrun hielt die Feuerwehren auf Trab: Zahlreiche Bäume stürzten um, die mitunter die Autobahn bei Jenbach blockierten. Ebenfalls in Jenbach stürzte ein Baum auf eine 25kv-Stromleitung der Tiwag, ein Waldbrand war die Folge. In Münster wurde das Dach der Kirche in Mitleidenschaft gezogen, in Zirl jenes eines Firmengebäudes. Am Achensee ließ der Wind am Nachmittag die Wellen hochgehen, Surfer gerieten in Seenot, konnten laut Polizei aber unverletzt geborgen werden.

Blitzschlag löste Brand aus

Sturm und Gewitter haben gestern ab dem späteren Nachmittag auch in ganz Oberösterreich ihre Spuren hinterlassen. Herabstürzende Äste mussten zum Beispiel in Bad Ischl von der Fahrbahn geräumt werden. Mehr als 40 Einsätze der freiwilligen Feuerwehren waren notwendig, um Straßen nach dem Gewitter wieder freizumachen. Gleich danach mussten die Florianis im Brandenbergweg aufgrund des kurzen aber intensiven Regens einen Keller auspumpen. Ein Blitzschlag hat in Ried im Traunkreis (Bezirk Kirchdorf an der Krems) wiederum den Dachstuhl eines Vierkanters in Brand gesetzt. Laut Polizei unternahmen der Hofbesitzer und ein Nachbar die ersten Löscharbeiten. Dabei wurde der Hofbesitzer durch das Einatmen von Löschpulver leicht verletzt. 

Dach "löste sich auf"

In der Stadt Salzburg rückte die Feuerwehr wegen umgestürzter Bäume aus. Auch der Flachgau und Tennengau waren betroffen. Die Feuerwehr Pfarrwerfen musste wegen eines teilweise abgedeckten Blechdachs eines Wohnblocks im Ortszentrum ausrücken. Der Einsatz konnte erst nach über zwei Stunden beendet werden.

Gewitter, Starkregen und Sturmböen sorgten für 2000 Stromausfälle etwa im Bezirk Leoben, die Feuerwehren waren auch im Bezirk Liezen im Großeinsatz um Verklausungen zu lösen und umgestürzte Bäume von den Straßen zu holen. Auch Hausdächer wurden abgedeckt. Auf dem Loser gerieten zwei Wanderer in Bergnot. Auch in der Landeshauptstadt Graz waren die Ausläufer der Front zu spüren. Dann zog die Gewitterzelle abgeschwächt weiter in Richtung Wien.

Die ersten Gewitter sind zuerst am frühen Nachmittag in Vorarlberg entstanden. Diese erreichten dann zufolge der Unwetterzentrale zum Abend hin Salzburg bzw. das Waldviertel. 

Vier Feuerwehren standen im Einsatz
Hausdach in Bad Ischl teilweise abgedeckt
Herabgestürzte Äste mussten von der Fahrbahn geräumt werden.

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