Güterverkehr stagniert
2024 benutzen 348,7 Millionen Reisende die Bahn
- Der Personenverkehr in Österreich erreichte 2024 mit 348,7 Millionen Fahrgästen einen neuen Rekord.
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Der Schienenverkehr in Österreich verzeichnet für das Jahr 2024 bemerkenswerte Entwicklungen, wie die Schienen-Control, die unabhängige Regulierungsbehörde für den Bahnverkehr, in ihrem aktuellen Jahresbericht am Donnerstag bekannt gab. Insbesondere der Personenverkehr zeigt eine deutliche Wachstumsdynamik, während der Güterverkehr eher stagniert.
ÖSTERREICH. Im Personenverkehr wurde ein neuer Rekord bei Fahrgastzahlen erreicht: Insgesamt nutzten 348,7 Millionen Fahrgäste die Bahn, was einem Anstieg von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die zurückgelegten Personenkilometer stiegen auf 15 Milliarden, was die zunehmende Nutzung und die längeren Fahrten der Reisenden widerspiegelt. Schienen-Control-Geschäftsführerin Maria-Theresia Röhsler führte den Zuwachs nicht nur auf die Angebotsausweitung zurück, sondern auch auf attraktive Angebote wie das Klimaticket, das „eine sehr günstige Möglichkeit bietet, oft und regelmäßig mit dem Zug zu fahren.“
Durchschnittlich legte jede Fahrerin und jeder Fahrer 10,9 Kilometer pro Fahrt zurück, wobei ein Trend zu kürzeren Strecken im Regionalverkehr erkennbar ist. Das Angebot wurde um 4,8 Prozent ausgeweitet, unter anderem durch zusätzliche Verbindungen im Nahverkehr rund um Wien sowie Erweiterungen im Fernverkehr auf den Strecken Linz-Graz, Wien-Villach und der Westbahn. Die ÖBB dominieren mit einem Marktanteil von 85,5 Prozent im Personenverkehr, während private Anbieter leichte Rückgänge bei den Fahrgastzahlen verzeichnen, aber gleichzeitig eine Zunahme bei den Zugkilometern und Personenkilometern aufweisen.
- Die Kapazitätsvergabe im Schienengüterverkehr benötigt dringend Reformen auf europäischer Ebene, fordert die Behörde.
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Güterverkehr dynamisch, aber wenig Wachstum
Der Güterverkehr zeigt dagegen eine gemischte Bilanz. Zwar habe sich der Wettbewerb laut Röhsler unter den Anbietern verstärkt, insbesondere auf den wichtigen Transitachsen wie der Brenner- und Westachse, wo private Unternehmen bereits über 60 Prozent Marktanteil halten. Dennoch stagniert die Leistungsfähigkeit des Güterverkehrs insgesamt. Die Menge der transportierten Güter und die zurückgelegten Tonnenkilometer zeigen kaum Wachstum.
Als Gründe nannte Röhsler unter anderem „wirtschaftliche Rahmenbedingungen, internationale Baustellen, Fachkräftemangel sowie Engpässe bei der Verfügbarkeit von Wagenmaterial.“ Besonders der Einzelwagenverkehr stehe unter Druck, da er komplexer und kostenintensiver sei als Ganzzugverkehre und zunehmend Konkurrenz durch den Lkw erfahre.
Die Schienen-Control betont die Bedeutung einer verbesserten Kapazitätsverordnung auf europäischer Ebene, um die Trassenvergabe zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs zu stärken.
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