ÖAMTC: Viele Gurtmuffel – vor allem in Ostösterreich

Der ÖAMTC appelliert: "Immer, auch auf Kurzstrecken, den Gurt anlegen!"
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  • Foto: Silvia Wagnermaier
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WIEN, Ö. Bei einer Erhebung des ÖAMTC im März und April wurden insgesamt 64.400 Pkw-Insassen beobachtet. Ergebnis: Elf Prozent sind nicht angeschnallt.
Der Österreichschnitt weist ein klares West-Ost-Gefälle auf. In Vorarlberg sind nur 2,1 Prozent nicht angeschnallt, in Salzburg 5,4. In Wien verzichten 16,1 Prozent der Autofahrer auf den Gurt. Und am meisten Gurtmuffel gibt es mit 23,4 Prozent im Burgenland. Zudem gibt es einen deutlichen Geschlechterunterschied. Bei den Frauen schnallen sich 8,6 Prozent nicht an, bei den Männern verzichten immerhin 12,3 Prozent auf den Sicherheitsgurt.

Unfallstatistik als Anschnall-Motiviation
Laut einer Unfallstatistik von 2012 bis 2016 kann gesichert behauptet werden: "Neun Prozent aller im gesicherten Personen trugen im Zuge eines Unfalls schwere bis tötliche Verletzungen davon. Bei ungesicherten Personen waren es 30 Prozent." ÖAMTC-Verkehrstechniker David Nosé verweist zudem darauf, dass die gesamte Sicherheitsausstattung in einem Fahrzeug nur im Zusammenspiel mit dem Gurt ihre volle Wirkung entfalten kann.

Tödliche Gefahr im Nacken
Besonders hich ist die Nachlässigkeit auf den Rücksitzen. Hier sind 34,8 Prozent von etwa 4.000 beobachteten Personen ohne Gurt unterwegs. Der Sicherheitsgurt auf dem Rücksitz dient allerdings nicht nur dem Selbstschutz. "Denn bei einem Unfall mit 50 km/h prallt eine 55 Kilo schwere Frau mit einer Wucht von rund 2,5 Tonnen gegen den Vordersitz. Jedem, der vorne sitzt, muss klar sein, dass das eine tödliche Gefahr darstellt", erläutert Nosé.

Der ÖAMTC appelliert an alle Fahrzeuginsassen, immer, auch auf Kurzstrecken im Ortsgebiet, den Gurt anzulegen. "Bereits bei Tempo 30 sind die freiwerdenden Kräfte so groß, dass man sein eigenes Körpergewicht nicht mehr abstützen kann. Das haben auch ÖAMTC-Crahtests immer wieder gezeigt."

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