Corona-Gipfel
Regierung verkündet Regionalisierung aber keine Lockerungen
- Die Experten hätten keine Öffnungen empfohlen, aber auch keine Verschärfungen. Daran halte die Regierung fest, sagte Kanzler Kurz.
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Die Bundesregierung hat am Montag mit Experten, der Opposition und den Landeshauptleuten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise beraten. Die bisherigen Öffnungsschritte in Vorarlberg bleiben aufrecht. In Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten ändert sich nichts. In der Ostregion sollen weitere Maßnahmen erarbeitet werden.
ÖSTERREICH. Zu Beginn der Pressekonferenz gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) einen Überblick über den Impf-Fortschritt bis zum Sommer. Die impfbare Bevölkerung umfasse 7,5 Millionen Menschen, man rechne damit, dass sich fünf Millionen Menschen impfen lassen wollen. Bis zum Sommer erhalte man von der Europäischen Union etwas mehr als 8 Mio Impfdosen. Im April liege der Fokus auf den über 65-Jährigen, im Mai auf den über 50-Jährigen. Kurz versicherte, dass vor dem Sommer jeder impfwillige Österreicher zumindest eine Teilimpfung erhalten wird. „Im Sommer werden wir wieder zur Normalität zurückkehren können", wiederholte er.
Keine Lockerungen und Verschärfungen bis Ostern
Es brauche ein regional abgestimmtes Vorgehen, so der Bundeskanzler weiter. Der Weg der Regionalisierung soll fortgesetzt werden. Die bisherigen Öffnungsschritte in Vorarlberg bleiben aufrecht. In Tirol, Salzburg, Oberösterreich, Steiermark und Kärnten ändert sich nichts. Die Experten hätten keine Öffnungen empfohlen, aber auch keine Verschärfungen, so Kurz. Daran halte die Regierung fest.
"In der Ostregion sehen wir Probleme", sagte Kurz, aufgrund der starken Ausbreitung der Mutation, die Lage in der Intensivmedizin sei angespannt. Zwischen den drei Bundesländern Wien, Burgenland und Niederösterreich sollen Maßnahmen besprochen werden, um gegenzusteuern. In Bezirken mit einer Inzidenz von über 400 müssen sofort Maßnahmen gesetzt werden. Auch das Testangebot soll weiter ausgebaut werden, insbesondere rund um Ostern, so Kurz.
Nicht nur Infektionszahl als Entscheidungskriterium
Bei einer stabilen Lage auf den Intensivstation gebe es Öffnungen nach Ostern, sagte der Bundeskanzler. Dann könnten auch die geschlossenen Bereiche, die Gastronomie, Kultur, Sport und der Tourismus wieder hochgefahren werden. Durch den Impffortschritt der über 65-Jährigen solle es zu einer Entlastung kommen, sagte der Kanzler. Künftig soll allerdings die Infektionszahl nicht mehr das alleinige Entscheidungskriterium sein. Auch die Lage an den Intensivstationen und die Impfrate müsse einbezogen werden, so Kurz.
Anschober: Auch "junge Menschen" auf Intensivstationen
An einem Tag würden aktuell mehr als 250.000 Tests in Österreich abgenommen, sagte Gesundheitsminister Anschober (Grüne) anschließend. "Hätte es die Mutation nicht gegeben, wären wir sehr stabil unterwegs", sagte Anschober. Durch die britische Virusvariante würden die Fallzahlen aber steigen. Auch "junge Menschen" würden zunehmend auf der Intensivstationen landen.
Ludwig: Offenhalten von Schulen hat Priorität
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) erklärte , man habe sich heute darauf verständigt, dass sich die Bundesländer in der Ostregion gemeinsam beraten. Konkrete Maßnahmen stehen noch nicht fest. In der Ostregion sei auch die Nähe zu Nachbarländern mit hohen Infektionszahlen ein Problem. Das Offenhalten von Schulen und Kindergärten habe aber besondere Priorität, sagte Ludwig.
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