Zeit drängt
Viele Fragen rund um neue CoV-Teststrategie offen
- Weiterhin herrscht Unklarheit bei der neuen Teststrategie.
- Foto: MKCitizen
- hochgeladen von Georg Herrmann
Ab April wird die Ausgabe und Annahme von Gratis-Tests von der Bundesregierung wie angekündigt eingeschränkt. Doch bei dem neuen Konzept sind noch immer viele Fragen offen.
ÖSTERREICH. Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) hat bereits vergangenen Dienstag das Aus für die unlimitierten Gratis-Corona-Tests angekündigt. Ab 1. April sollen pro Person und Monat nur mehr fünf Antigen-Tests zur Selbstabnahme erhältlich sein und maximal fünf PCR-Tests abgegeben werden können. Die Umsetzung für die Bereitstellung von fünf Gratis-PCR-Tests wird laut Rauch auf dem Verordnungsweg erfolgen.
Trotzdem gibt es immer noch einige Unsicherheiten, wie die neue Teststrategie funktionieren soll. In der Sitzung der Testkoordinatoren der Länder mit dem Bund am Freitag seien etwa Gruppen definiert worden, die auch nach dem 1. April uneingeschränkten Zugang zu PCR-Tests haben sollen.
Diese Personen haben Anspruch auf weitere Tests:
- Besucher, Mitarbeiter, Bewohner und externe Dienstleister von Pflegeheimen
- Kuranstalten, Krankenhäuser, Rettungsdienste sowie Elementarpädagogen
Zugriff auf Tests ungeklärt
Und ebenso unklar ist nach wie vor, wie Personen, die Anspruch auf mehr Tests im Monat haben, auf diese Zugriff haben sollen. Ob das über die jeweiligen Einrichtungen oder Labore laufen soll, müsse noch ausgearbeitet werden. Es sei aber angeklungen, dass man beim Bund hofft, dass die Menschen die Wahrheit sagen und glaubhaft machen, wofür sie die zusätzlichen Tests brauchen.
- Zehn alte PCR-Tests können im Monat abgegeben werden.
- Foto: RegionalMedien
- hochgeladen von Heimo Potzinger
Fix sind nach dem Termin lediglich zwei Dinge: Das System der Verdachtsfalltestungen bleibt wie gehabt. Und auch die Gurgeltests sollen bleiben. Allerdings soll es noch andere Möglichkeiten geben - etwa für Personen, die kein Smartphone haben und sich deshalb mit den Gurgeltests schwertun. Das könnte über die Apotheken ablaufen - wie genau, war aber ebenfalls noch offen.
Alte PCR-Tests dürfen abgegeben werden
Eigentlich hieß es aus dem Ministerium, man würde ab 1. April nur noch fünf PCR-Tests abgeben können, dadurch wollte man vermeiden, dass die Menschen bis zur Änderung noch Tests bunkern. Wie die APA nun berichtet, sollen Personen, die noch alte PCR-Gurgeltests zu Hause haben, doch maximal zehn pro Monat verbrauchen dürfen. Wie das kontrolliert wird, ist aber noch offen. Dass Selbsttests gehamstert werden können, liegt in der Natur der Sache: Die müssen nicht abgegeben werden.
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