Jagdausflug im Stillen Ozean im Greith-Haus

Als ob man mitten im Jagdgeschehen wäre: Jagdausflug im Stillen Ozean.
  • Als ob man mitten im Jagdgeschehen wäre: Jagdausflug im Stillen Ozean.
  • Foto: G.R.A.M.
  • hochgeladen von Susanne Veronik
Wann: 20.10.2017 19:00:00 Wo: Greith Haus, 8544 Sankt Ulrich in Greith auf Karte anzeigen

ST. ULRICH. Anlässlich des 75. Geburtstages von Gerhard Roth setzt das Greith-Haus heuer ganz besondere Akzente. Dazu gehört im Herbst die Sonderausstellung "Jagdausflug im Stillen Ozean".

Bestehende Fotografien wurden nachgestellt

Die Künstlergruppe G.R.A.M. realisiert seit 1998 Projekte, bei denen es um Nachstellungen bestehender Fotografien geht. Quasi über eine Re-Inszenierung des Geschehenen wird der Versuch einer Neuinterpretation der Bildvorlagen unternommen. Über die Freundschaft mit dem Autor Gerhard Roth entstand 2004 die Fotoserie "Jagdausflug im Stillen Ozean". Gerhard Roth zu dieser ungewöhnlichen Ausstellung: "Über die Freundschaft zu der Künstlergruppe G.R.A.M. mit Martin Behr und Günther Holler-Schuster ist die Idee zu dieser Foto-Aktion bei einer örtlichen Treibjagd entstanden. G.R.A.M. stellte dabei Szenen nach, die im Roman "Der stille Ozean" spielen könnten." Mit dabei: ein Jäger, ein Jagdhund, zwei tote Krähen sowie Jägerausrüstung. Die Künstler von G.R.A.M. versuchten, die für Roth typische Bildsprache zu kopieren und gaben die eigene Bildsprache vollends auf. Am Ende verschwammen die Grenzen: Beide Beteiligte, Roth und G.R.A.M., wussten bei etlichen Aufnahmen nicht mehr, wer sie gemacht hat. Jedes Original wird so zu einer Fälschung. "Mit G.R.A.M. wird die Wirklichkeit zum großen Plagiat, und wir alle sind Mitspieler", schreibt der Literaturkritiker Anton Thuswaldner im Katalog (2004) des ungewöhnlichen Projektes zwischen Literatur und bildender Kunst.

Speziell für das Greith-Haus entstand dazu nun eine neue, raumgreifende Installation mit dem Bilderzyklus aus dem Jahr 2004 im Mittelpunkt.

Das Greith-Haus lädt anlässlich der Vernissage am 20. Oktober um 19 Uhr – ganz dem Herbst entsprechend – zum geselligen Austausch bei Kastanien und Sturm. Die Eröffnungsrede hält Literaturkritiker und Kulturjournalist Anton Thuswaldner.
Die Ausstellung läuft bis 16. Dezember 2017 und ist nach telefonischer Vereinbarung und an Veranstaltungstagen geöffnet.

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