ÖKB Stainz als (verspäteter) Gratulant.
Gerhard Langegg zum Sechziger
- Johann Pitter, Ernst Dirnberger, August Adam, Karl Adam (v.l.) als Gratulanten bei Gerhard Langegg (mi)
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Das nennt man wohl eine Geburtstagsfeier mit Anlauf. Geboren wurde Gerhard Langegg am 23. Dezember, die damaligen Corona-Bestimmungen ließen ein Zusammenkommen von mehreren Personen aber nicht zu. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Am vergangenen Donnerstag holte der Ortsverband Stainz im Gasthof Kainz in Mettersdorf seinen Gratulationsbesuch nach.
„Wir danken dir für deine Treue zum Kameradschaftsbund“, gratulierte Obmann August Adam seinem Mitglied zum runden Wiegenfest. „Es war die Kapelleneinweihung im Jahr 2004“, konnte sich der Obmann noch exakt an das Beitrittsdatum erinnern. Als Anerkennung hatte die aus dem Obmann, Gruppenführer Karl Adam, Kommandant Johann Pitter und Ehrenkommandant Ernst Dirnberger bestehende Delegation die Eiserne Medaille für zehn verdienstvolle Jahre Mitgliedschaft im Gepäck, die der Gruppenführer an das Hemd heftete. Kommandant Johann Pitter deponierte eine Bitte gleich mit: „Vielleicht geht es sich aus, dass du künftig öfter mit uns ausrückst.“
Amtsleiter mit Leib und Seele
Der 23. Dezember 1960 war ein Freitag in einem Schaltjahr, in dem die Olympischen Sommerspiele in Rom ausgetragen wurden. 103 Medaillen sicherte sich die damals noch bestehende Sowjetunion, im Dezember fand sich „Ein Schiff wird kommen“ auf Platz 1 der deutschen Charts und Peter Alexander brachte seinen Erfolgsfilm „Im weißen Rössl“ in die Kinos.
In Mettersdorf drückte Klein-Gerhard die Volksschulbank, bevor er an die Hauptschule in Stainz übersiedelte und anschließend erfolgreich die Landwirtschaftliche Handelsschule Grottenhof-Hardt absolvierte. Sein erster Arbeitsplatz in der Gemeinde Stainztal, in die er am 1. August 1978 eintrat, wurde zu einer fast lebenslangen Berufung. Zuerst als Mitarbeiter, in der Folge als Amtsleiter trug er gewissenhaft alle Entscheidungen der Gemeinde mit. Im Besonderen ging es ihm um die Menschen, denen er verständnisvoller Ansprechpartner, Vermittler und Vertrauensperson in einem war. Es gab kaum eine Veranstaltung im Dorfverbund, die er nicht besuchte. Im Gespräch mit den Bewohnern hörte er sich geduldig deren Sorgen, Wünsche und Nöte an. Sein Engagement in der Feuerwehr, beim Eisschützenverein und in der Dorfgemeinschaft entspricht exakt dieser Denkungsweise. Den Gemeindezusammenschluss 2015 trug Gerhard Langegg statthaft mit, so richtig glücklich dürfte er in seiner neuen Position aber nicht gewesen zu sein. Seit Jänner 2021 befindet sich der Jubilar in Altersteilzeit.
Privat war Gerhard Langegg mit Ehefrau Christine verheiratet, Sohn Georg, Tochter Eva und Stiefsohn Philipp bildeten den Familienkreis. Ebendiese Familie, aber auch den Beruf, das Schnapsen und das Kochen nennt das Geburtstagskind als seine Hobbys.
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