Ort zum Zusammenkommen
Ab sofort gibt es in Rassach die „Dorfstubm“
- Die "Rassacher Dorfstubm" steht für ein gemütliches Miteinander
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Die Räumlichkeiten des Gesund- und Vitalzentrums Rassach werden künftig auch die "Rassacher Dorfstubm" beherbergen. Ziel sind Zusammenkommen, Gemeinschaft und Miteinander.
RASSACH/STAINZ. Neulich lud Manuela Künstner, die Leiterin des Gesund- & Vitalzentrums, gemeinsam mit Thomas Mörth, Obmann-Stellvertreter und Leiter der Bauernecke, zur Eröffnung der neuen „Rassacher Dorfstubm“ ein. Künstner hieß die Gäste, darunter Bürgermeister Karl Bohnstingl und Vizebürgermeister Friedrich Scheer, herzlich willkommen. „Eine Gemeinde unterstützt die Demenzberatung für den ganzen Bezirk“, zeigte sie sich dankbar für die finanzielle Hilfe der Marktgemeinde Stainz.
Die Demenzstelle fühle sich als tägliche Anlaufstelle für Betroffene und Erkrankte und habe intensiv für dieses Leuchtturmprojekt gekämpft. „Das ist nicht selbstverständlich“, stattete sie ihren Dank der Hausherrenfamilie Strohmaier ab, die sich in der Sache weit über das übliche Maß einer Vermieterin hinaus engagiert. Warum Dorfstubm? „Das Dorfleben wird laufend weniger“, bedauerte sie den Abgang von „Ursprung“ und „Wiazhaus“, der ein Vakuum hinterlasse.
Raum für Vieles
Daher, so ihre Schlussfolgerung, sei es nur verständlich, etwas für die Gemeinschaft und das Zusammenkommen zu tun. Bei Würstel, Fleisch (Mörth ist dafür zuständig) und Getränken, so könnte man es übersetzen, kommen die Leut‘ z’ammen. Denn exakt das soziale Miteinander sei neben dem Essen und Trinken eine Säule in der Demenz-Prävention. „Die Menschen sollen kommen und sich wohlfühlen“, plädierte sie für ein Austoben beim Kochen und ein positives Erleben der Gemeinschaft.
„Es geht halt langsam“, überraschte sie mit der Aussage, dass ihr Verein praktisch ohne Landesförderung auskommen muss. Deshalb seien Partnerorganisation (etwa Alois Lercher, Claudia Ortner oder Hörcafé Stainz) und private Gönner (Obfrau Inge Stelzer vom Kost-nix-Laden und Schneidermeisterin Martina Scheer waren anwesend) so wichtig, um das Beratungsangebot aufrecht erhalten zu können. „Erkrankte Menschen zu betreuen ist ‚hard core‘“, schilderte sie einige Probleme im Umgang mit Betroffenen.
Die Grußworte
„Die Beratungsstelle ist eine gute Geschichte“, zeigte sich Karl Bohnstingl beeindruckt von den Leistungen des Gesund- und Vitalzentrums. Durch einen Fall in der Familie sei er mit so manchen Unannehmlichkeiten vertraut. „Da sind“, so der Bürgermeister, „ein paar Stunden zwischendurch zur Erholung Goldes wert.“ „Ihr habt ein gutes Netzwerk aufgebaut“, dankte er für die Kooperation mit der Gemeinde, die auch in Zukunft im Ausmaß des Möglichen ihre Mithilfe anbiete. „Es geht um Stainz“, sprach Vbgm. Friedrich Scheer das gute Funktionieren der Demenzeinrichtung an. „Die Stelle ist wichtig“, bezog er sich auf das Zunehmen von körperlichen und seelischen Erkrankungen im Alter.
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