Bibliothek Stainz
Lies-was-Tag mit Kinderbuchautorin Waltraud Maier
- Waltraud Maier spielte gemeinsam mit den Kindern
- Foto: Gerhard Langmann
- hochgeladen von Gerhard Langmann
Die Bibliothek Stainz klinkte sich ein in die Lies-was-Wochen in der Steiermark. Kinderbuchautorin Waltraud Maier spielte mit den Kindern ihr Buch Käfer Karl & seine Wiesenabenteuer durch.
STAINZ. Bei ihrem Auftritt in der Bibliothek Stainz ging es Waltraud Maier um zwei Dinge: Erstens, dass die Kinder mitmachten und zweitens, dass sie sich mit der Natur auseinandersetzen mussten. Ersteres erreichte die wohnhafte Stainzerin durch viele Fragen. Wie viele Tiere leben auf einer Wiese? Welche Farbe hat der Maulwurf? Gibt es Leben auch unter der Erde? Die Kinder halfen auch mit, Kräuter, Tiere und Pflanzen zu erkennen. Sie hat kleine weiße Blüten ~ richtig: die Schafgarbe. Er ist gelb und flattert in der Luft ~ richtig: der Zitronenfalter.
Sie ist zierlich und schwebt über dem Wasser ~ richtig: die Libelle. Im Buch von Waltraud Maier ging es konkret um die Kogelbauer-Wiese. Hier wohnte neuerdings auch der Mistkäfer Koarl, der übersiedeln musste, weil die Bäume in seiner Umgebung ohne ihn zu fragen abgeholzt wurden. Aber er fand rasch Anschluss auf der Wiese. Neben Regenwurm und Spinne (sie wurden von den Kindern ebenfalls erkannt) war da vor allem die Schafgarbe, mit der er sich gut verstand und auch gemeinsam zur Schule ging.
Meine Blätter tun den Venen gut
Beim Schönschreiben konnte Karl so richtig aus sich herausgehen. „Die Mitzi is so supaklass, da wird’s mir auf amol gonz haß!“ Aber auch mit dem Spitzweg Erich (Spitzwegerich) als bestem Pflaster auf der Wiese, dem Rotklee für die Bienen und dem Löwenzahn als Gesundheitsmittel verstand er sich gut. „Sie machen vor einem Regen ihre Köpfchen zu“, war er von Margerite und Gänseblümchen ganz beeindruckt. In der Singstunde gab es den nächsten Einsatz für die Kinder: Flaschenkürbis, Pfeiferl, Klangstäbe und Kokosmuss dienten als Instrumente für das gemeinsam gesungene Lied:
„Ich bin der Schlingel Tingel Schmetterling“, „Ich flieg‘ durch die Luft und genieß‘ den Blütenduft“ oder „Grün, grün, grün sind alle meine Kleider, weil mein Schatz ein Gärtner ist.“ Auch für die Wiesenbewohnenden das Schönste: das Ende des Unterrichts. Was man danach alles machen kann? Neue Mistkugeln mit Blütenduft kochen. Entsprechende Rezepte für andere Köstlichkeiten finden sich im Kinderbuch. Die finale Anregung von Waltraud Maier und Bibliotheksleiterin Bianca Angerer: „Lesen ist was ganz Tolles.“
Das könnte Sie auch interessieren:
MeinBezirk auf
MeinBezirk als
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.