Pferdezucht
"Made in Austria" heißt es am Zuchtbetrieb Gutschy in Aibl

Freude bei Franz und Maria 
Gutschy über Championatssiegerin "Skylight-G". Barbara Bloderer holte sich mit der eleganten Rappstute außerdem den Titel Euro Youngster 2018.
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  • Freude bei Franz und Maria
    Gutschy über Championatssiegerin "Skylight-G". Barbara Bloderer holte sich mit der eleganten Rappstute außerdem den Titel Euro Youngster 2018.
  • Foto: Team Myrtill
  • hochgeladen von Susanne Veronik

Steirische Erfolgszüchter, das sind Franz und Maria Gutschy in Aibl, die ihre Pferde mit einer extra Portion Liebe und Geschick großziehen. Dabei gehen etliche Nachkommen aus der weststeirischen Zucht auch im großen Sport mit.

AIBL. Das Gasthaus Gutschy-Polz direkt an der B76 ist aus Aibl nicht mehr wegzudenken. Doch was hinter dem Lokal steckt, davon wissen vor allem Pferdefreunde. Franz Gutschy hat hier nämlich seit 1996 einen der renommiertesten Zuchtbetriebe für Warmblutpferde im ganzen Land aufgebaut, in den vor gut zehn Jahren seine Frau Maria mit Leib und Seele eingestiegen ist. Unter dem Motto "Sag ja zu A" liegt dem Züchterpaar das Österreichische Warmblut am Herzen, also Pferde "Made in Austria". "Wir stehen den Deutschen oder Holländern in nichts mehr nach", sind beide überzeugt. Dass Zucht und Sport dabei Hand in Hand gehen, um die Erfolge auch vor den Vorhang zu holen, versteht sich von selbst.

Zucht und Sport gehen Hand in Hand

Begonnen hat Franz Gutschy mit der Zucht im Jahr 1996. "Aber so richtig gepackt hat mich das Zuchtfieber dann im Jahr 1999. Dabei habe ich sehr viel von Franz Schuster und Gerhard Resch erlernt, denen ich ewig dankbar dafür bin", so Gutschy, der vor gut 15 Jahren mit den beiden die Züchtergemeinschaft Eibiswald gegründet hat.
Das Spannende an der Zucht? "Das ist die Vererbung. Es braucht viel Fingerspitzengefühl, um herauszufinden, welche Stute sich mit welcher Hengstlinie optimal verträgt", betont der Züchter. Grundstock für all diese Erfolge ist die selbstgezogene Stammstute "Stella Soley-G", die mit der Staatsprämie ausgezeichnet wurde. Schon allein, dass Maria mit ihrer Vollblutstute "Bonita" frisches Blut in die Zucht gebracht hat, zeugt von Innovation. "Das Vollblut bringt nicht nur eine Veredelung in die Linie, sondern auch Härte und zugleich Pepp", gerät Maria Gutschy ins Schwärmen. Die schönsten Erfolge? "Wenn ein Fohlen gesund auf die Welt kommt", sind sich beide einig. Wenn dann auch noch die Vorstellungen in Erfüllung gehen, dann ist das das i-Tüpfelchen.

Zwei Bundeschampions 2018

Jahr für Jahr sind Siege und Top-Platzierungen bei Landes- bzw. Bundeschampionaten der Lohn für die Zuchtarbeit in der Familie Gutschy. "Ich habe schon dreimal den Bundeschampion gestellt sowie mehrfach das Landessiegerfohlen und bereits einmal die Landessiegerstute", strahlt Franz Gutschy. Das Vorjahr war dann die Krönung: "Carethino-G" wurde Bundeschampion bei den Fahrpferden und "Skylight-G" bei den 4- bis 5-jährigen Dressurpferden. Weiters konnte bei den dressurbetonten Hengstfohlen der steirische Fohlenchampion gestellt werden. Somit sind Franz und Maria Gutschy "Steirische Erfolgszüchter 2018": "Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen."

Das Fohlen-ABC

Das erste Fohlen in diesem Jahr ist seit 4. April auf der Welt: Das Stutfohlen ist ein Rotfuchs mit einer Dressur-Linie über den Vater "Rhaposario" aus der hauseigenen Zuchtstute "Ranjana".
Wir geht es dann weiter in der Fohlenlaufbahn? Die Fohlen lernen erst einmal das Fohlen-ABC, also mit ständigen Berührungen, Füße anheben, und das bei möglichst artgerechter Haltung auf den Koppeln. Die Jahrlinge kommen dann auf die Sommerweide in St. Oswald o. E., gefolgt von einer Vorschule in einem Reitbetrieb mit täglichem Putzen, Longieren, Satteln, aber alles noch ohne Reiter. Das eigentliche Anreiten erfolgt dann erst dreijährig. "Dabei wird je nach Entwicklungsstand schon eine Vorauswahl für die Championate getroffen", betont Franz Gutschy und wünscht sich, dass die neuen Besitzer dann ebenso eine große Freude mit den jungen Pferden haben. Maria ergänzt: "Die Fohlen sind wie Kinder für uns, die wir mit bestem Gewissen aufziehen und denen wir eine optimale Ausbildung zukommen lassen. Daher geben wir die Pferde auch nur in gute Hände weiter."

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