Tagung im „Stainzerhof“
Freiheitliche Landtagspräsidenten zu Gast in Stainz
- Erinnerungsfoto vor der Museumsführung: Christoph Staudacher, Andreas Teufl, Anton Mahdalik, Gerald Deutschmann, Hubert Kinz, Werner Gradwohl (v.l.)
- Foto: Gerhard Langmann
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Das Treffen der freiheitlichen Landtagspräsidenten findet alternierend immer in einem anderen Bundesland statt. Dieses Mal wählte LT-Präsident Gerald Deutschmann Stainz als Tagungsort.
STAINZ. Die Aufgaben eines Landtags sind umfassend und vielfältig. Was unter dem Begriff Interessensvertretung der Bürger und Bürgerinnen zusammengefasst werden kann, teilt sich in die wichtigen Bereiche Gesetzgebung, Budgethoheit, Wahl und Kontrolle der Landesregierung und öffentliche Darstellung der Landespolitik. Nach außen vertreten wird der Landtag durch das Landtagspräsidium, in der Steiermark ist Gerald Deutschmann Erster Präsident des Steiermärkischen Landtags. In dieser Funktion lud der in St. Stefan wohnhafte Politiker die freiheitlichen Landtagspräsidumsmitglieder aus den anderen Bundesländern zu einem Gedankenaustausch in das Hotel „Stainzerhof“ ein.
Am Treffen nahmen Hubert Kinz, Vorarlberger Landtagsvizepräsident, Anton Mahdalik, Zweiter Präsident des Wiener Landtags, Christoph Staudacher, Zweiter Präsident des Kärntner Landtags und Andreas Teufl, Zweiter Präsident des Salzburger Landtags, teil. „Nationalratspräsident Walter Rosenkranz“, bedauerte BR Werner Gradwohl, der am Rahmenprogramm teilnahm, „musste aus terminlichen Gründen kurzfristig absagen.“
Besuch EHJ-Museum
Vor dem Rahmenprogramm ging es aber an das Arbeiten. Im Mittelpunkt des Treffens standen der Austausch über die parlamentarische Arbeit in den Bundesländern sowie die aktuellen Erfahrungen und Herausforderungen in den Landtagen. „Das Umfeld in Stainz war belebend“, zeigten sich die Teilnehmer vom Aufenthalt im Erzherzog-Johann-Markt beeindruckt. Tatsächlich mit dem „Steirischen Prinzen“ zu tun bekamen es die Gäste bei der Führung durch das EHJ-Museum. „Wir sind Teil des Universalmuseums Joanneum“, verriet Museumsleiterin Barbara Müller, dass die drei Museen (Landwirtschaft, Jagd, EHJ) in Schloss Stainz 3.500 Quadratmeter umfassen.
Das Gebäude wurde 1229 von Luitold von Wildon errichtet und diente bis 1785 (Aufhebung Joseph II) als Chorherrenstift. 1840 kam es um 250.000 Gulden (Jetztwert 6,7 Mio. Euro) in den Besitz von Erzherzog Johann, der das Areal in der Folge als Mustergut etablierte. „Er war bodenständig und doch seiner Zeit weit voraus“, verwies sie auf viele seiner fortschrittlichen Ideen, durch welche die Steiermark enorm profitiert hat.
Einkehr beim Buschenschank
Eine seiner Betätigungsfelder in der Landwirtschaft war die Kultivierung der Blauen Wildbacher-Rebe. Daher durften der Besuch eines regionalen Buschenschanks und die Verkostung des Schilchers nicht fehlen. Gerald Deutschmann, ortskundig auch in Fragen der Weinqualität, hatte sich den „Ofnerpeter“ in Rosenhof dafür ausgesucht. Sehr zur Freude der illustren Runde stellte sich am Abend auch LH Mario Kunasek als Gast ein.
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