Lehre
Landesberufsschule Eibiswald befindet sich in ständigem Wandel

LBS Eibiswald-Dir. Wolfgang Schwarzl (r) und sein Stellvertreter Gernot Grinschgl.
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  • LBS Eibiswald-Dir. Wolfgang Schwarzl (r) und sein Stellvertreter Gernot Grinschgl.
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Die Landsberufsschule Eibiswald ist mit neuen Berufen und modernsten Labors am Puls der Zeit.

EIBISWALD. Im Juli des Vorjahres sind für das 3 Millionen Euro-Projekt bei der Landsberufsschule in Eibiswald für Elektroinstallationstechnik und Radiomechanik die Spaten geschwungen worden, jetzt sind sie schon voll in den Unterricht integriert wegzudenken. 1000 m2 zusätzliche Nutzfläche auf zwei Geschossen inklusive Liftanlage für einen barrierefereien Zugang, errichtet von der Landesimmobiliengesellschaft Von der Wichtigkeit ist Ursula Lackner, Landesrätin für Bildung und Gesellschaft, überzeugt:

Welchen Stellenwert hat der Ausbau der Labors an der LBS Eibiswald in Bezug auf den aktuellen Fachkräftemangel und für den Wirtschaftsstandort Steiermark insgesamt?
"Wir leisten mit diesem Ausbau einen wesentlichen Beitrag für die weitere positive Entwicklung des Wirtschaftsstandortes. Angesichts des Fachkräftemangels ist es wichtiger denn je, jungen Menschen im Rahmen der dualen Berufsausbildung die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu bieten und möglichst viele Jugendliche für diesen Ausbildungsweg zu motivieren. Deshalb war mir der Ausbau des Labors in Eibiswald ein so großes Anliegen - zumal die in Eibiswald unterrichteten Berufe – u. a. Elektrotechnik und Informationstechnologie – für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes von höchster Bedeutung sind."

Was bedeutet aus Ihrer Sicht dieser Ausbau für den Schulstandort in Eibiswald, der weniger zentral sondern in der Grenzregion angesiedelt ist?
Der Berufsschulstandort in Eibiswald ist einer der größten Standorte in der Steiermark und steht seit Jahrzehnten für eine ausgezeichnete Ausbildungsqualität. Mit dem Ausbau des Labors wurde den gestiegenen Erfordernissen in der praktischen Ausbildung der BerufsschülerInnen Rechnung getragen und gleichzeitig ein Signal gesetzt, dass diesem Standort auch weiterhin eine ganz wesentliche Rolle im steirischen Berufsschulwesen zukommen wird.

Der Zubau mit den neuen Labors wird am 11. Oktober eröffnet.
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Starke Berufsbilder

Der Ausbau an der LBS Eibiswald ist schon allein ob der ansteigenden Laboreinheiten enorm wichtig, um einen zeitgemäßen Unterricht gewährleisten zu können. Somit ist auch die Spezialausbildung in der Robotik als neues Angebot möglich. Außerdem nehmen die Schülerzahlen stetig zu: 1.460 Schüler, zum Teil auch aus anderen Bundesländern, sind an der LBS Eibiswald über alle vier großen Bereiche eingeschult, also in Elektrotechnik, Elektronik, Mechatronik und die gesamte IT-Technik. Diese splitten sich wieder in mehrere Module auf. "Wir kommen auf 20 verschiedene Module, die hier unterrichtet werden", lässt Dir. Wolfgang Schwarzl wissen. Der Mädchenanteil beträgt dabei rund 10 Prozent. Die Tendenz der Schülerzahlen ist gerade in diesen zukunftsreichen Berufen stark steigend, während die Betriebe nach wie vor um Lehrlinge ringen. Und Lehre mit Matura? "Bei uns sind es in etwa zehn Prozent der Lehrlinge, die bereits eine Matura in der Tasche haben - und es werden mehr", betont Dir-Stv. Gernot Grinschgl.
49 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten an der Landesberufsschule Eibiswald.

Was Betriebe brauchen

Da sich in Zeiten der Digitalisierung die Anforderungen in der Wirtschaft und damit auch die Anforderungen an die Arbeitnehmer im Wandel befinden, sind neue Berufsbilder im Entstehen. So gab es zuvor einerseits den Informationstechniker als Computertechniker im weitesten Sinn, andererseits den Informatiker als Programmierer. Der Informatiker wurde jetzt allerdings zu "Applikationsentwicklung – Coding" als neuer Lehrberuf umbenannt. "Das war eine massive Forderung der Wirtschaft, die den Namen auch geprägt hat", erklärt Schwarzl. Außerdem wurde der Beruf des Informationstechnikers auseinanderdividiert: Da ist einmal der Betriebstechniker als Schnittstelle zwischen IT-Technik und der Industriefertigung, der speicherbare, programmierbare Steuerungen, also Applikationsabläufe anbindet. Andererseits gibt es jetzt den Systemtechniker, der für Software und Serverlandschaften verantwortlich ist. Das erste Lehrjahr mit diesen neuen Berufsbildern ist im Vorjahr sehr kurzfristig an der LBS Eibiswald an den Start gegangen. "Die Tendenz ist steigend, vor allem in Richtung Industrie", betont Schwarzl.
Das zeigt sich auch in den Gehältern, die im technischen Beereich quer durch die Bank deutlich über dem Kollektiv ausbezahlt werden, so auch bei den Lehrlingen.

Tag der offenen Tür und Eröffnung

Am 11. Oktober ist die LBS Eibiswald beim Tag der offenen Tür ab 9.30 Uhr für alle zugänglich. Der Festakt zur Eröffnung der neuen Labors ist um 12 Uhr mit LH-Stv. Michael Schickhofer und Vertretern der Landesimmobilienges.m.b.H.

Hier finden Sie mehr zum Labor-Ausbau:

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Autor:

Susanne Veronik aus Deutschlandsberg

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