22.09.2014, 18:57 Uhr

2-Tages-Übung der Feuerwehrjugend Hörmsdorf

Jungflorianis im Einsatz. (Foto: FF Hörmsdorf)

Übungen, praktischer und theoretischer Unterricht standen am programm für die Jungflorianis.

Bereits zum zehnten Mal fand heuer die 2-Tages-Übung der Feuerwehrjugend statt. 17 Jugendliche und Betreuer nahmen diesmal daran teil, erfreulicherweise auch acht Mitglieder, die erst vor kurzem in die Feuerwehr aufgenommen wurden.


Fahrzeugzuteilung und Gerätekunde

Pünktlich um 07.00 Uhr am 30.08. trat die Mannschaft vor dem Rüsthaus an. Hier erfolgte die Zuteilung zu den Fahrzeugen und anschließend eine kurze Gerätekunde.
Der weitere Vormittag war geprägt von Schulungen. Aufgrund dessen, dass viele neue Mitglieder an der Übung teilnahmen, wurden zunächst einige Grundlagen behandelt.

Gefahren im Blick

Neben dem grundsätzlichen Verhalten im Einsatz wurde besonderes Augenmerk auf Gefahren an der Einsatzstelle gelegt, um Unfälle im Feuerwehrdienst zu vermeiden. Danach folgte das Thema Brand- und Löschlehre, bei dem grundlegendes zum Brand und seinen Wirkungen und dem richtigen Löschen vermittelt wurde.
Auch praktisch wurde am Vormittag schon geübt, dabei wurden die Kleinlöschgeräte durchgenommen und Löschversuche mit tragbaren Feuerlöschern unternommen.


Technische Einsätze

Den letzten Teil bildeten die technischen Einsätze, hier wurde besonderes Augenmerk auf das richtige Absichern von Unfallstellen gelegt und dies, nach theoretischer Schulung, auch praktisch geübt.
Natürlich wurde auch auf die Versorgung nicht vergessen, zu Mittag gab es Pizza.


Erster Übunseinsatz

Gegen 13.00 Uhr kam es dann zum ersten Übungseinsatz. Es galt eine Tierrettung durchzuführen, ein Geißbock war ausgebrochen und musste eingefangen werden. Das Tier konnte von der Mannschaft rasch in einem nahen Wald ausfindig gemacht und wieder zu seinen Artgenossen zurückgetrieben werden.
Nach diesem ersten Einsatz wurden die Schulungen fortgesetzt. In einem Stationsbetrieb erhielten die Jugendliche Einblicke in das Errichten einer Saugstelle, den Löschangriff mit einem Hohlstrahlrohr und den Schaumlöschangriff.


Gebäudebrand als Übungsannahme

Kurz nach 16 Uhr dann der nächste Übungseinsatz. Gebäudebrand lautete die Alarmmeldung. Rasch war unsere Mannschaft vor Ort und nahm sofort einen umfassenden Löschangriff vor. Mehrere C-Rohre wurden vom Tanklöschfahrzeug aus vorgenommen, die Gruppe des Kleinlöschfahrzeuges saugte aus der nahe gelegenen Saggau an und stellte die Löschwasserversorgung des TLF sicher.


Versorgen der Geräte

Nach dem Einsatz und dem Versorgen der Geräte wurde wieder ein Stationsbetrieb mit dem Thema Technischer Einsatz durchgeführt. Themen waren dabei Seilwinde und Greifzug, hydraulische Rettungsgeräte und allgemeine Gerätekunde für den technischen Einsatz. An diesem Abend wurde aber nur mehr jeweils eine Station pro Gruppe durchgeführt.
Am Abend begab man sich auf die multifunktionale Sportanlage der Gemeinde Pitschgau, wo man hauptsächlich Fußball spielte. Hier wurde auch das Abendessen eingenommen.

Vor der Nachtruhe mit Sucheinsatz

Der Sportverein Pitschgau stellte uns dankenswerterweise seine Kabinen und Duschen zur Verfügung, so konnte man sich nach der Körperhygiene um 22.30 Uhr zur Nachtruhe betten.

Aber diese währte nicht lange, kurz nach halb elf kam der nächste Alarm, ein Jäger war abgängig. Am Einsatzort wurden die Kameradinnen und Kameraden schon von der Lebensgefährtin des Abgängigen erwartet und eingewiesen. Es wurde eine der Dunkelheit entsprechende Suchaktion durchgeführt, glücklicherweise konnte der Mann rasch gefunden und gerettet werden.
Gegen 00.15 Uhr kam man dann doch endlich zum Schlafen und die Nacht blieb ruhig. Übernachtet wurde im Saal des Rüsthauses.
Am Morgen um 05.45 Uhr dann der nächste Alarm. Ein Traktorunfall mit einer eingeklemmten Person musste bewältigt werden. Am Einsatzort stellte der Einsatzleiter fest, dass ein Traktoranhänger umgestürzt und eine Person darunter eingeklemmt war. Mittels Hebekissen konnte diese rasch aus ihrer misslichen Lage befreit werden.


Endlich Frühstück

Im Anschluss an die Übung wurden die Jugendlichen vor Ort mit einem Frühstück versorgt, das keine Wünsche offen ließ.
Am weiteren Vormittag wurde dann die Technikschulung vom Vorabend fortgesetzt.


Nächster Alarm

Kurz nach zehn Uhr dann der nächste Alarm. Ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person war Einsatzgrund. Vor Ort war bereits das Rote Kreuz, mit dem gemeinsam die schonende Rettung des Verletzten durchgeführt wurde. Mittels hydraulischem Rettungsgerät wurde das Dach entfernt und der Vorderwagen weggedrückt. Nach etwas mehr als einer Stunde war der Verunfallte befreit.


So seilt man sich ab

Nach diesem doch sehr anstrengenden Einsatz und dem Mittagessen wurde am Nachmittag den Jugendlichen die Seiltechnik vorgestellt. Um auch den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen, wurde eine Gorillarutsche über die Saggau aufgebaut, welche von der Jugend mehrfach getestet wurde.

Und noch ein Einsatz

Kurz nach 15.00 Uhr folgte der abschließende Einsatz, ein Fahrzeugbrand. Von der Tanklöschgruppe wurde ein Löschangriff vorgenommen, wobei Schaummittel als Netzmittel zugemischt wurde. Natürlich bekamen alle Jugendlichen die Gelegenheit einmal selbst das Strahlrohr unter Anweisung zu führen.


Putzen und Feiern

Nach diesem Einsatz wurden die Fahrzeuge und das Rüsthaus gereinigt und die 2-Tages-Übung 2014 beendet. Beim abschließenden antreten ließ man die Gelegenheit nicht verstreichen JFM Michael Kogler zu seinem 15. Geburtstag zu gratulieren und ihm ein kleines Geschenk zu überreichen.
Wenn auch müde nach zwei anstrengenden Tagen, waren sich die Jugendlichen darüber einig, im nächsten Jahr wieder eine 2-Tages-Übung durchzuführen.
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