23.10.2017, 12:39 Uhr

Steiermarks jüngste NMS-Direktorin

Claudia Heuberger von der NMS St.Stefan ist die jüngste Direktorin der Steiermark. (Foto: Franz Krainer)

An der NMS St. Stefan ob Stainz ist seit diesem Schuljahr die jüngste Schulleiterin einer NMS in der Steiermark tätig.

Claudia Heuberger ist 28 Jahre alt, hat neben ihrer Kernausbildung das Masterstudium abgeschlossen und ist die jüngste Direktorin einer NMS in der Steiermark. Die Sporthauptschule Bruckner, die NMS Unterpremstätten und Hitzendorf waren die ersten Stationen ihrer pädagogischen Tätigkeit, ehe sie vor zwei Monaten die verantwortungsvolle Aufgabe als Direktorin der NMS St. Stefan ob Stainz übernahm.

Einfacher Unterricht in St. Stefan

Interessensvielfalt, engagierte Teamarbeit und die „außergewöhnliche, gelebte Gemeinschaft der Kinder einer Landschule“ lassen die vor Ideen sprühende Grazerin „mit dem Gefühl an die Arbeit gehen, dass sie zusammen mit einem extrem leistungsbereiten Lehrerteam für die Region eine Menge bewegen kann“. Kernkompetenzen für sinnerfassendes Lesen, gutes Deutsch und Mathematik sind für sie „derart selbstverständliche Bildungsziele, dass man darüber nicht extra philosophieren muss“. Die Direktorin kennt die Lernziele ihres Schultyps genau. Heuberger strebt ein „Klima des Wohlfühlens, das intensive Miteinander von Schülern, Lehrern, Eltern und der Gemeinde an, weil Kinder vom gesamten Umfeld in der Region spezifisch geprägt sind“. Die NMS-Direktorin wirkt fachlich sicher, strebt nach Gemeinschaft und Teamwork im Lehrerteam und kann ihre Begeisterung für die Natürlichkeit und die offene Haltung der Mädchen und Buben in der Region kaum verbergen: „Die Kinder grüßen wie selbstverständlich, es herrscht schon nach kurzer Zeit eine fühlbare Vertrautheit, ein Gefühl, das es leicht macht, Bildungsziele zu entwickeln, weil die Kids mit hoher Intensität und ohne Schwellenangst an die Aufgaben herangehen.“ Die Heimatverbundenheit, aber auch die fühlbar bodenständige Erziehung seitens des Elternhauses machen den Unterricht in St. Stefan ihrer Meinung nach ein wenig einfacher, weil sich die Kinder „Gott sei Dank noch wie Kinder geben, ein Umstand, der eine Reihe pubertärer Erziehungsprobleme seltener macht“.

Schulradio statt Handys

Heuberger sieht die Vielfalt der Ausbildung im Mittelpunkt, soziale Kompetenz ist für sie der Unterbau jeglicher Wissensvermittlung und sie bedient sich dabei natürlich aller Möglichkeiten moderner Kommunikation. Obwohl die Handys der Schüler während des Vormittags (freiwillig) im Spind bleiben und nur im Notfall benutzt werden, sind die St. Stefaner Kinder vom zukunftsorientierten Unterricht nicht ausgeschlossen: Computer, Internet oder ein eigenes Schulradio, von Musiklehrer Stephan Siener mit den Schülern akribisch betreut, heben die NMS auf eine Stufe mit fachbezogenen Gymnasium-Unterstufen. Auch der moderne Musikunterricht wird von den Kids mit großer Begeisterung angenommen Heubergers Motto „Nur was man gern macht, das macht man auch gut“ ist das Credo einer vor Ideen sprühenden Pädagogin, die eine Fülle von Projekten im Kopf hat, von der die bildungswilligen Schüler und die ganze Region in Zukunft profitieren sollen.

von Franz Krainer
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