Candlelightdinner für Sarah

Die Kinder haben Sarah (r.)und Karina schon längst ins Herz geschlossen.
  • Die Kinder haben Sarah (r.)und Karina schon längst ins Herz geschlossen.
  • Foto: Seicht
  • hochgeladen von Christian Knittelfelder

Sarah Seicht ist bei der Hälfte ihres einjährigen Aufenthalts in Malawi angelangt.

Seit Ende August vergangenen Jahres sind Sarah Seicht aus Ludersdorf bei Gnas und Karina Haas aus St. Andrä am Zicksee bereits in Lilongwe, der Hauptstadt Malawis. „Naja, ‚Stadt‘ ist vielleicht ein bisschen übertrieben gesagt, vielmehr erscheint es uns wie ein Hauptdorf, aber das ist unsere ganz persönliche Meinung“, lacht Sarah und zeigt sich glücklich, dort zu sein.
7.000 Kilometer weit weg von Brettljause, Dirndlkleid und Mama verbringen die beiden ein freiwilliges soziales Jahr in Südostafrika. Über den Verein „Jugend eine Welt“ macht die 21-jährige Gnaserin ein einjähriges Volontariat in einem Projekt der Salesianer Don Boscos. Ihre Hauptaufgabe liegt dabei in der Organisation von Projekten und Festveranstaltungen sowie der Betreuung von Kinder und Jugendlichen eines Jugendzentrums. „Malawi gehört laut Unicef auch zu den kinderreichsten Ländern der Erde“, weiß Sarah. Derzeit errichtet sie gerade eine Kinderecke, die durch Geld und Sachspenden von Bekannten und Freunden aus dem Bezirk Feldbach möglich gemacht wurden. Vor allem die persönlichen Gespräche mit den Jugendlichen, in denen Arbeitslosigkeit, Geldmangel, Krankheiten und Tod, aber natürlich auch die Liebe Themen sind, schätzt sie sehr. Es kommt auch vor, dass jemand einfach ins Zentrum als zentralen Treffpunkt kommt, um nach Geld für Essen zu fragen. „Aber die Einwohner Malawis sind vor allem herzlich“, erzählt sie.

Mit wenig zufrieden

„Die Beschreibung ,The warm heart of Africa’ trifft es wirklich gut. Es gibt kein ,Hallo’ ohne ,Wie geht es dir?’ und die Menschen betonen immer wieder gerne, dass Malawi eines der friedlichsten Länder mit den glücklichsten Einwohnern Afrikas ist und das, obwohl es zu den zehn ärmsten Ländern der Welt gehört“, bewundert sie deren Lebensart.

Im Schein der Kerzen

Dass der Strom täglich für ein paar Stunde ausfällt und das Wasser oft knapp ist, daran hat sich Sarah längst gewöhnt. „Man wird flexibel“, sagt die ausgebildete Sozialpädagogin. „Dann sitzen wir zusammen, singen und trinken Wasser. So viele Candlelightdinner bringt kaum jemand in seinem Leben zusammen“, scherzt sie strahlend weiter. Dafür kehrt der besondere Wert der Natur stärker zurück. Besonders in die kitschig roten Sonnenuntergänge hat sich Sarah verschaut und dabei ihre persönliche Plus- und Minusliste erstellt. „Toll sind die vielen, vielen Kinder, die Frauen, die alles Mögliche auf dem Kopf tragen, die bunten Stoffe, die frischen Bananen und Mangos, die vielstimmigen Chöre und Trommelrhythmen, dass Moscheen und Kirchen friedlich nebeneinander stehen, der See und die Zeit, aber wir könnten dafür gerne auf Hühner, Spinnen, Kröten und Riesenfledermäuse verzichten“, sind sich die beiden jungen Österreicherinnen einig und genießen ihren Aufenthalt weiter mit viel Freude und Motivation. Bis August sind die beiden noch in Malawi sozial tätig. Bis dahin kann man ihre wertvollen Erfahrungen auf ihrem eigenen Blog verfolgen. http://karahwi.jimdo.com/

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