Der Spiegel war ihr größter Feind

Renate Roth ließ die dicke Zeit hinter sich und nahm mit Disziplin in einem Jahr 60 kg ab.
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Nichts schmeckt so gut, wie  gesund und schlank sein sich anfühlt. 60 kg weniger auf der Waage und eine Begeisterung für Sport haben Renate Roth ein neues Lebensgefühl gegeben. Die Gössendorferin ließ mit eiserner Disziplin, ohne Ernährungscoach und ohne kostenaufwändige Therapien die Kilos purzeln und macht mit ihrer Erzählung anderen Mut, es ihr gleichzutun.

In der Nacht vom 11. August 2016 ließen Schmerzen im Knie die damals 59jährige nicht schlafen. „Das waren die Stunden, wo es bei mir klick gemacht hat. Ich habe mir gedacht, das kann nicht mein Leben sein, ich habe noch so viele Wünsche und Träume“. Am nächsten Morgen warf Roth alle Diätbücher, die sich im Laufe der Jahre bei ihr angesammelt hatten, weg. „Jahrzehntelang habe ich alle möglichen Diäten gemacht, erzielte auch tolle Erfolge. Aber nach jeder Abmagerungskur wog ich einige Monate später mehr als zuvor“. So sammelten sich 128 kg an Hüften, Bauch und Po an. Das führte auch zu gesundheitlichen Problemen. „Ich hatte Arthrose in beiden Knien, schmerzende und geschwollene Gelenke, Bluthochdruck, eine beginnende Diabetes, ich war unbeweglich und kurzatmig und ich fühlte mich ganz tief unten“, blickt sie auf die „schwersten“ Jahre ihres Lebens zurück.

Roth änderte von heute auf morgen ihr Leben und begann mit einer Ernährungsumstellung. „Ich habe nur mehr drei Mahlzeiten pro Tag zu mir genommen und alle Zwischenmahlzeiten radikal gestrichen, Salz und Zucker habe ich verbannt“. Waren es zuvor Wurstsemmeln, Eis und Schokolade, die sie ratzeputz verzwickte, griff sie plötzlich vermehrt zu Obst und Gemüse, stillem Wasser und ungesüßtem Tee. Sie begann mit leichten Spaziergängen, weil mehr von den Gelenken her nicht möglich war. Nach den ersten Abnahmeerfolgen ging sie dreimal die Woche walken oder schwimmen. „Die ersten Wochen waren sehr hart, danach gewöhnt man sich an kleinere Portionen am Teller und findet Gefallen an der Bewegung“.

In den folgenden Wochen purzelten die Kilos und stieg das Wohlbefinden. Nach 40 kg holte sich Roth Unterstützung in einer Figurwerkstatt und nach 60 kg begann sie mit einem Kraft- und Ausdauertraining in einem Fitnessstudio. „Ich trug zuvor Kleidergröße 54, der Spiegel war mein größter Feind, denn die Waage hatte ich längst verbannt“. Ein Jahr nach der schicksalshaften Nacht bringt Roth 60 kg weniger auf die Waage, trägt Konfektionsgröße 36/38 – und hält ihr Gewicht seit mehr als einem Jahr. „Ich bin heute vollkommen gesund, fit wie ein Turnschuh, voller Energie und habe an Lebensqualität und Lebensfreude gewonnen.

Heute lächelt die durchtrainierte 61jährige ihrem Spiegelbild zu. „Als Dicke fehlte mir das Sättigungsgefühl, das habe ich jetzt wieder, auch bei kleinen Portionen. Liebte ich zuvor große Schnitzel mit Pommes, esse ich heute am liebsten ein Lachsfilet mit Gemüse“, lacht die Gössendorferin. Sie weiß aber auch, „würde ich in meine alte Ernährungsgewohnheit zurückfallen, ich würde wieder zunehmen“. Kontakt: renate.roth13@gmail.com.

Autor:

Edith Ertl aus Graz-Umgebung

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