Stadt- und Ortskerne stärken
Erfolgsmodell Leader-Region geht weiter
- Neu dabei im Team der Leaderregionen der Steiermark ist die LAG Graz-Umgebung Nord mit den Gemeinden Frohnleiten, Gratkorn, Gratwein-Straßengel, Deutschfeistritz, Peggau und Übelbach.
- Foto: Steirischer Zentralraum
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Die Leaderregionen, die auf eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit für eine eigenständige Regionalentwicklung im ländlichen Raum abzielen, sind ein Erfolgsmodell. Auch in der Steiermark. Genau deshalb geht die Periode nun offiziell bis 2027 weiter – 16 Leader-Gruppen wurden jetzt anerkannt, eine ist neu hinzugekommen.
STEIERMARK. Um die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner in den steirischen Regionen zu verbessern, hilft es, über den "Tellerrand der Gemeindegrenzen" hinaus zu blicken. Warum? Weil ein Großteil der Steirerinnen und Steirer in einer Gemeinde wohnt, in der anderen aber arbeiten, in einer anderen wiederum die Freizeit genießt. Das Regionalentwicklungsprojekt Leaderregion hilft dabei, die Stärken der Wirtschafts-, Lebens-, Wohn-, Erholungs- und Naturräume zu bündeln, sich bei neuen Herausforderungen gegenseitig zu helfen und entsprechend auch gemeinsam zu wachsen.
- Christoph Stark (Sprecher der Leader-Regionen, Abgeordneter zum Nationalrat), Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin Ursula Lackner und Mario Abl (stellvertretende Sprecher der Leader-Regionen) (v.l.) freuen sich über den nächsten Zeitraum der Leader-Regionen.
- Foto: Land Steiermark/ Binder
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Seit dem EU-Beitritt Österreichs wurden allein in der abgelaufenen Periode 2014 bis 2022 über 1.000 steirische Regionalentwicklungsprojekte von den 15 Lokalen Aktionsgruppen (kurz: LAGs) umgesetzt und damit Investitionen in der Höhe von rund 150 Millionen Euro ausgelöst. Die nächste Periode bis zum Jahr 2027 geht nun weiter.
Klimaschutz auf der Agenda
16 steirische LAGs haben sich beworben, alle wurden vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft bewilligt. Das bedeutet, dass die Leaderregionen mit Juli und dem neuen Programm starten können. "Die Anerkennung von 16 steirischen Leader-Gruppen verdeutlicht das starke Engagement für nachhaltige, partizipative Entwicklung im ländlichen Raum", sagt Landesrätin Ursula Lackner.
- Für sie gibt es im Vergleich zur letzten Periode um 20 Prozent mehr Fördermittel, also gut 1,2 Millionen Euro jährlich mehr als bisher.
- In Summe macht das rund 42 Millionen Euro für die gesamte Periode im Rahmen der Leader-Förderung für die Steiermark.
- Ein wichtiger Punkt ist der Klimaschutz: Um den Herausforderungen des Klimawandels besser stemmen zu können, wurde das Aktionsfeld 4 "Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel" geschaffen.
Leader ist eine seit 1991 bestehende Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union. Gefördert werden innovative Strategien zur Entwicklung ausgesuchter ländlicher Regionen. "LEADER" steht als Abkürzung für das französische "Liason entre actions de développement de l'économie rurale", also auf Deutsch: "Verbindung von Maßnahmen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft".
Lebensqualität stärken
Aus Sicht der Steiermark gilt die Aufwertung der Stadt- und Ortskerne als Hebel zur Sicherung und Stärkung der Lebensqualität im ländlichen Raum und wurde daher als Schwerpunktthema definiert. Alle Leader-Gruppen haben in ihren Entwicklungsstrategien hierzu Mittel und Projekte vorgesehen.
"Das Leader-Programm ist ein wesentlicher Baustein, um zukunftsweisende Projekte in den steirischen Regionen umsetzen und diese damit stärken zu können. Ich freue mich sehr, dass die Mittel für die neue Periode aufgestockt werden konnten. Damit können auch in den kommenden Jahren wichtige Impulse für den ländlichen Raum gesetzt werden, etwa für die regionale Wirtschaft, den Tourismus oder für die Stärkung von Stadt- und Ortskernen."
Barbara Eibinger-Miedl, Landesrätin
- Die Steiermark und ihre Wirtschafts-, Lebens- und Erholungsräume schützen, in dem Kräfte gebündelt werden, ist ein wesentlicher Punkt der Leaderregionen.
- Foto: Claudia Boegner
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Diese neuen Leaderregionen sind dabei
Die Ergebnisse der gebündelten Kräfte können sich sehen lassen und sind auch zur Nachahmung empfohlen. So sind beispielsweise die Stadtgemeinden Trieben und Rottenmann der LAG Liezen-Gesäuse beigetreten, aber auch die LAG Südsteiermark konnte weitere Mitgliedsgemeinden gewinnen, sodass der gesamte Bezirk Leibnitz nunmehr Leader-Gebiet ist.
- Aus dem Archiv: Dem Team der Leader-Gruppe Liezen-Gesäuse wurde 2015 die Anerkennungs-Urkunde überreicht.
- Foto: RML
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Besonders erfreulich ist, dass sich mit den Gemeinden Deutschfeistritz, Frohnleiten, Gratkorn, Gratwein-Straßengel, Übelbach und Peggau eine ganz neue Leaderregion in der Steiermark, die LAG Graz-Umgebung Nord, formiert hat und auch diese vom Bundesministerium anerkannt wurde. Integriert in das Regionalmanagement Steirischer Zentralraum wird mit dem Frohnleitener Bürgermeister Johannes Wagner als Vorsitzendem und der neuen LAG-Managerin Stefanie Schmid somit ein neues Kapitel der Regionalentwicklung im Norden von Graz beziehungsweise in Graz-Umgebung aufgeschlagen.
Nähere Infos aus GU-Nord
- Nun ist die Region mit ihren Betrieben, Vereinen und Organisationen gefragt, Projekte zu entwickeln und umzusetzen. "In der Region Graz-Umgebung Nord gilt es nun, vorhandene Potenziale zu erkennen und entsprechend zu fördern.
- Besonders am Herzen liegen mir dabei Innovation, Nachhaltigkeit, Vernetzung und interkommunale Zusammenarbeit sowie die touristische Wertschöpfung", so Schmid.
- Die LAG-Managerin steht ab sofort den Antragstellern zur Seite, um Projektideen auf Machbarkeit und Relevanz im Rahmen Leader-Strategie zu prüfen und Hilfestellung und Information in der Abwicklung zu geben.
- Organisatorisch eingegliedert ins Regionalmanagement Steirischer Zentralraum, hat die neue Koordinationsstelle ab Juli seinen Sitz in der Stadtgemeinde Frohnleiten.
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