EU-Wahl 2019
Statt Urlaub heißt es Brüssel
- 44.548 Vorzugsstimmen gab es allein in der Steiermark.
- hochgeladen von Alois Lipp
Die Hitzendorferin Simone Schmiedtbauer zieht mit 64.230
Vorzugsstimmen ins EU-Parlament ein.
Es war ein langer und zäher Wahlkampf, aber zum Schluss hat es sich für die Hitzendorferin Simone Schmiedtbauer gelohnt. Die Landwirtin zieht mit österreichweiten 64.230 Vorzugsstimmen ins Europäische Parlament ein.
Heimatgemeinde stark
"Ich kann mich nur bei allen, die diesen Erfolg ermöglicht haben, bedanken. Ich hätte mir nie gedacht, dass so eine starke österreichweite Unterstützung möglich ist“, dankte Schmiedtbauer auch speziell den VP-Bürgermeistern im Land und in ihrem Heimatbezirk Graz-Umgebung. In der Gemeinde, in der die 44-Jährige fünf Jahre lang Bürgermeisterin war, wurden gar 1.121 (steiermarkweit 44.548) Vorzugsstimmen für sie abgegeben. Insgesamt erreichte die ÖVP in Hitzendorf ein beachtliches Ergebnis von 51,45 Prozent (1.612 Stimmen). Nach acht Jahren ohne Vertretung der Steirischen Volkspartei (STVP) im EU-Parlament ist Schmiedtbauer erst die dritte Abgeordnete, die für die STVP nach Brüssel geht.
35.000 Kilometer abgespult
"Dass wir es aus eigener Kraft geschafft haben, darauf sind wir sehr stolz. In Kombination mit dem Bauernbund konnten wir eine österreichweite Wahlbewegung auf die Beine stellen. Es war viel Knochenarbeit", sagte ÖVP-Landesgeschäftsführer Detlev Eisel-Eiselsberg. Rund 35.000 Kilometer legte Schmiedtbauer im Wahlkampf zurück und besuchte bis auf Niederösterreich (dort trat ein anderer Kandidat des Bauernbunds an) alle Bundesländer. Und obwohl der kraftraubende Wahlkampf jetzt nach einer Auszeit verlangt hätte, gibt es diese vorerst nicht. "Mein Mann und ich hatten bereits ein paar Tage Urlaub gebucht und wieder storniert, weil ich diese Woche schon zu ersten Sitzungen muss", freut sich Schmiedtbauer auf "eine spannende Zeit".
Neuer Lebensrhythmus
Das Besetzen der Ausschüsse (Agrar gilt dabei als Wunsch) und interne Besprechungen stehen diese Woche am Programm. Zur aktuellen innenpolitischen Lage sagt Schmiedtbauer mit dem Erfahrungsschatz aus der Gemeindestube: "Politik kann auch sehr hart sein. Da gilt es, die Befindlichkeiten hintanzustellen." Alle 14 Tage wird die Parlamentarierin eine Woche in Brüssel weilen, zudem gibt es eine Straßburg-Woche. Eine Woche im Monat ist für Steiermark- und Österreich-Termine reserviert. Im Parlament wird Schmiedtbauer ein zumindest dreiköpfiges Team zur Seite stehen. Wer das ist, steht noch nicht fest. Nur eine Personalie ist mit Sara Zwatz schon fix. Die Kärntnerin war im Wahlkampf Schmiedtbauers Assistentin und hat bereits mit der ehemaligen EU-Parlamentarierin Elisabeth Köstinger zusammengearbeitet.
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