Vor der Weltmeisterschaft
Franz Lässer startet Crowdfunding-Projekt
- Wenn Ende August in Ronse die Para-Weltmeisterschaften beginnen, steht für Franz-Josef Lässer der wichtigste Termin des Jahres an. Der 24-Jährige nutzt die Bühne aber nicht nur für sportliche Ziele, sondern auch, um ein besonderes Vorhaben für 2026 voranzutreiben.
- Foto: ÖPC/GEPA Pictures
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Für Parasportler Franz-Josef Lässer steht Ende August der sportliche Höhepunkt des Jahres am Programm: die Para-Weltmeisterschaften in Ronse (Belgien). Bereits jetzt nutzt der 24-Jährige die Bühne, um auf ein ehrgeiziges Projekt im kommenden Jahr aufmerksam zu machen.
STATTEGG. Der junge Stattegger will den UCI-Stundenweltrekord Para (Klasse C5) sowie den österreichischen Eliterekord von Matthias Brändle brechen – finanziert über eine Crowdfunding-Kampagne.
Weltmeisterschaft in Belgien
Am 29. August steigt in Ronse ab 10 Uhr das Einzelzeitfahren, am 31. August ab 14.30 Uhr das Straßenrennen in der Kategorie C5. „Mein Ziel für beide Rennen ist klar eine WM-Medaille. Aufgrund meiner Rückenprobleme liegt aber mein Fokus am Zeitfahren, weil ich durch den Aufleger stabiler bin und mir die kürzere Renndauer in die Karten spielt“, so Lässer.
- Für Parasportler Franz-Josef Lässer rückt Ende August das sportliche Highlight des Jahres näher: die Para-Weltmeisterschaften im belgischen Ronse.
- Foto: Jean-Baptiste Benavant/ Cycling Austria
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Der Steirer kommt in Topform zur WM: Bei den Elite-Staatsmeisterschaften auf der Bahn holte er gleich vier Medaillen, darunter Gold in der 4.000-m-Einzelverfolgung. „Ich hab super trainiert, war gerade auf Höhentrainingslager und hatte keine Krankheitsausfälle in der Saison. Aber die jungen Gegner werden immer stärker, vor allem der 19-jährige US-Amerikaner Elouan Gardon hat beim ersten Weltcup in Ostende das Zeitfahren mit richtigem Vorsprung gewonnen. Aber ich habe viel gearbeitet und bin gespannt, ob ich an ihn und Daniel Abraham Gebru (Paralympicssieger und amtierender Weltmeister) herankomme.“
Vom WM-Highlight zum Weltrekord
Der Stundenweltrekord begleitet Franz-Josef Lässer schon lange. „Nachdem im Vorfeld der Paralympics in Paris extrem viel Schweiß, Blut und Tränen in die Vorbereitung für die 4.000 Meter auf der Bahn geflossen sind, ist der Versuch, den Stundenweltrekord zu knacken der logische Schritt.“
- Der junge Stattegger plant, sowohl den UCI-Stundenweltrekord in der Para-Klasse C5 als auch den österreichischen Eliterekord von Matthias Brändle zu übertreffen – finanziert durch eine Crowdfunding-Aktion.
- Foto: Drew Kaplan Photography/ Cycling Austria
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Bei der Vorbereitung auf den Handbike-Rekord von Svetlana Moshkovich in Grenchen konnte er wertvolle Erfahrungen sammeln. „Es gibt definitiv schönere Dinge, die man in einer Stunde unternehmen kann. Aber gerade letzte Woche hat mein C5-Kontrahent William Bjergfelt den Rekord gebrochen. Der neue Para-Maßstab liegt jetzt bei 51,471 km. Zusammen mit meinem Coach habe ich mir aber noch ein Ziel gesetzt, wir wollen auch den österreichischen Eliterekord von Matthias Brändle (51,852 km) knacken.“
"Para-trifft-Elite“ im Jahr 2026
Das Projekt soll im August oder September 2026 umgesetzt werden. „Para-trifft-Elite wäre für mich ein grenzüberschreitender, inklusiver Rekord für alle. Wir wissen, dass es theoretisch klappen könnte. Um das Projekt jetzt ins Rollen zu bringen, bedarf es neben gezieltem Training noch einiges an Budget für die UCI-Abwicklung, die Bahnmiete, Bahntrainings, Aerotests, Material, Trainer- und Reisekosten aufzutreiben. Dazu habe ich nun ein Crowdfunding gestartet. Ich freue mich wahnsinnig auf den Prozess und das Vorhaben. Das ganze Projekt wird auch von einem Videodreh begleitet. Ohne Unterstützung wird es allerdings schwierig. Daher bin ich jedem dankbar, der das Projekt unterstützt“, so Lässer abschließend.
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