Aus Stattegg
Lässer schreibt Para-Radsportgeschichte in Brasilien
- Doppelweltmeister Franz-Josef Lässer triumphiert bei den Para-Bahn-Weltmeisterschaften in Rio – mit einem kompletten Medaillensatz.
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Die Para-Bahn-Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro hätten für Franz-Josef Lässer kaum erfolgreicher verlaufen können: In vier Rennen erreichte der 24-jährige Steirer die Plätze eins bis vier – ein historischer Erfolg. Damit darf sich der Stattegger nach einer herausragenden Saison 2025 Doppelweltmeister nennen.
STATTEGG. Vor dem Abflug nach Brasilien hatte Lässer noch bescheidene Ziele: "Vielleicht zwei Podiumsplätze", lautete seine Ansage. Dass er schließlich mit einem kompletten Medaillensatz im Gepäck zurückkehrt, war selbst für ihn "absolut crazy".
Kompletter Medaillensatz für Lässer
"Ich war der einzige Fahrer, der alle vier Disziplinen bestritten hat. Normalerweise fahren die Sprinter zwei Bewerbe und die Ausdauersportler ebenso zwei. Dass ich jetzt die Plätze eins bis vier erzielt habe, gab es noch nie bei einer Bahn-Weltmeisterschaft – weder bei den Paras noch bei den Elite-Fahrern", erklärt Lässer stolz.
- Vier Rennen, vier Topplatzierungen: Der 24-jährige Steirer schreibt in Rio Radsportgeschichte.
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Der Auftakt gelang mit dem 1.000-Meter-Zeitfahren, wo der Steirer überraschend Bronze holte. "Dort ist schon das Unmögliche passiert – eine Bronzemedaille für einen Ausdauersportler", erzählt er. Tags darauf folgte der große Triumph: "Dann ging es am nächsten Tag mit dem weniger surrealen Szenario weiter, dass ich Weltmeister im Eliminationsrennen werde. Das Rennen war geprägt von schweren Stürzen und es war schon richtig eng für mich. Doch am Ende hole ich den Sieg!" Auch im Match-Sprint zeigte Lässer seine Klasse: Nach einem starken Halbfinale sicherte er sich im Finale Silber.
Rang vier im Lieblingsbewerb
Zum Abschluss stand das Scratch-Rennen auf dem Programm – Lässers Paradedisziplin. "Leider hatten die Niederländer gleich drei Athleten im Rennen, was eigentlich nicht möglich ist. Jeder meiner Gegner belauerte mich und diesen taktischen Nachteil konnte ich nicht kompensieren. Der erste Holländer ging raus, dann folgte der nächste und am Ende ging es nur noch um den dritten Platz. Schließlich wurde ich Vierter, was für mich absolut kein Beinbruch ist."
- Der 24-Jährige aus Stattegg durfte jubeln.
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Nach intensiven Wettkampftagen gönnt sich der Doppelweltmeister nun eine Auszeit: "Ich habe richtig Kopfweh nach dem Schlafentzug. Die Rennen dauerten meist bis in die Nacht und in der Früh ging es gleich weiter; dazwischen Siegerehrungen, Dopingkontrollen und das übliche WM-Programm. Der Schlafentzug war schon enorm. Aber jetzt kommt die verdiente Off-Season. Nach dem Weltmeistertitel im Einzelzeitfahren kann ich mich auch Bahn-Weltmeister nennen. Besser hätte 2025 nicht laufen können."
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