Anschlussbahn Mellach
Neues Test- und Entwicklungszentrum für den Bahnsektor
- Die feierliche Eröffnung fand am Standort in Fernitz-Mellach im Beisein von zahlreichen Ehrengästen statt.
- Foto: ACstyria Mobilitätscluster
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Moderne Testumgebungen und Versuchsstrecken für Schienenfahrzeuge in Österreich sind rar. Das Gelände des stillgelegten Kohlekraftwerks in Mellach wird jetzt zur Forschungsfläche für Innovationen und die Weiterentwicklung der umweltfreundlichen Mobilität.
FERNITZ-MELLACH. Mit dem Projekt „Anschlussbahn Mellach“ entsteht am Gelände des Verbund-Kraftwerks in Mellach ein einzigartiger Standort zur Demonstration und Erprobung von Schienenfahrzeugen und Komponenten. Das vom ACstyria Mobilitätscluster initiierte Vorhaben wird in Kooperation von den Unternehmen PJ Messtechnik und Boom Software umgesetzt, unterstützt durch die Steiermarkbahn und das Energieunternehmen Verbund. Das Projekt nutzt bestehende Infrastruktur nachhaltig weiter und leiste einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung innovativer Test- und Forschungsumgebungen im Bahnsektor, heißt es vom steirischen Mobilitätscluster.
Mellach als optimale Lösung
"Moderne Testumgebungen und Versuchsstrecken für Schienenfahrzeuge in Österreich zu finden, ist schon länger eine wachsende Herausforderung, für die wir nun eine Lösung anbieten können. Dank der Anbindung an die Hauptverkehrsstrecke, der vollständigen Elektrifizierung und der Möglichkeit, Fahrzeuge jeglicher Gewichtsklassen einrollen zu lassen, ist Mellach ein optimaler Standort und ein klarer Mehrwert für die gesamte Branche", erklärt Andreas Schaller, CEO von Boom Software AG.
- Die sogenannten "Anschlussbahn Mellach" wird zum Forschungszentrum für zukünftige Mobilität.
- Foto: MeinBezirk/Alois Lipp
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Nachhaltige Nachnutzung
Das Projekt „Anschlussbahn Mellach“ gilt als Leuchtturmprojekt für nachhaltige Infrastruktur-Nutzung und macht deutlich, was möglich ist, wenn Industrie, Forschung und Betreiber gemeinsam an Lösungen arbeiten. ACstyria bündelt dabei die Kompetenzen seiner Netzwerkpartner und zeigt, wie erfolgreiche Kooperation in der steirischen Industrie funktioniert. "Die Steiermark ist seit jeher ein starkes Mobilitätsland – geprägt von technologischem Know-how, hoher Forschungsintensität und einer einzigartigen Innovationskraft. Mit der Anschlussbahn Mellach entsteht ein zukunftsweisendes Test- und Entwicklungszentrum, das die steirische Vorreiterrolle auch im Bahnsektor untermauert. Die Steiermark ist nicht nur technologisch führend, sondern setzt auch in der nachhaltigen Mobilität neue Maßstäbe. Dieses Projekt beweist, was möglich ist, wenn Industrie, Forschung und öffentliche Hand gemeinsam an Lösungen für die Zukunft arbeiten", so der steirische Wirtschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer bei der Präsentation.
Perspektive Rail Campus Steiermark
Langfristig biete das Projekt Potenzial für den Ausbau zum Rail Campus Steiermark / Rail LAB – einem Forschungs- und Entwicklungszentrum für den Schienenverkehr. Das Konzept ist skalierbar und kann als Modell für zahlreich vorhandene ungenutzte Anschlussbahnen in Österreich dienen. "Die Nutzung bestehender Infrastruktur und deren Weiterentwicklung zu einem Test- und Entwicklungsstandort ist ein Vorzeigebeispiel für ressourcenschonende Standortpolitik," ergänzt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. „Damit leisten wir einen konkreten Beitrag zur umweltfreundlichen Mobilität der Zukunft und stärken zugleich den Bahnsektor in der Steiermark.“
- Von der Kuchenschneiderei in Vasoldsberg gab es eine besondere Torte zur Eröffnung der Anschlussbahn.
- Foto: MeinBezirk/Alois Lipp
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Mobilitätskonzept mit Wasserstoff
Darüber hinaus unterstützt das Projekt die Vision eines integrierten, nachhaltigen „Mobilitätskonzepts mit Wasserstoff“ und die Integration alternativer Antriebstechnologien. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Steiermarkbahn (StB) als exklusivem Eisenbahnverkehrsunternehmen wird zudem ein starkes Signal für die lokale Bahnwirtschaft gesetzt. "Mit dem Projekt Anschlussbahn Mellach setzen wir als Mobilitätscluster ein starkes Signal für die Innovationskraft der steirischen Industrie. Dieses Projekt macht deutlich, wie wir gemeinsam im Netzwerk des ACstyria aktiv Zukunft gestalten – praxisnah, vernetzt und mit Blick auf nachhaltige Mobilität", unterstreicht ACstyria-Geschäftsführerin Christa Zengerer.
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