24.01.2012, 12:28 Uhr

Gutes Zeugnis für neue Schule

Die Schüler profitieren in der NMS durch das Teamteaching zweier Lehrer in den Hauptgegenständen. (Foto: bilderbox)
Neue Mittelschulen punkten mit Teamteaching und erfahren große Akzeptanz.

Feldbach, Fürstenfeld und Fehring haben sie bereits, 16 weitere werden ab Herbst an Hauptschulen in der Region mit den ersten Klassen starten: Die Neue Mittelschule (NMS) soll nach dem Plan des Unterrichtsministeriums bis zum Schuljahr 2015/16 das Modell der Hauptschule sukzessive ersetzen. Als Partnerschulen der NMS fungieren allgemeinbildende und berufsbildende höhere Schulen, die Lehrer für das Teamteaching in den Hauptgegenständen stellen.

„Produktive Kooperation“

Direktoren und Lehrende der Neuen Mittelschulen ziehen nach knapp einem Semester eine durchaus positive Bilanz. So spricht Gerhard Jedliczka, Direktor der NMS Fürstenfeld, von einer „intensiven, produktiven und befruchtenden Zusammenarbeit“ des Schulstufenteams der ersten Klassen, das durch Kollegen der Partnerschule, der HAK Fürstenfeld, bereichert wird. Durch das Teamteaching erfolge ein reger Austausch über das Unterrichtsgeschehen, so Jedliczka. Standortkoordinator, Lerndesigner und Schulstufenteamsprecher sorgen an der jeweiligen Schule für Qualitätssicherung und Entwicklung der neuen Lernkultur, die besonders durch offene Lernformen geprägt wird.
An der NMS Feldbach lief gerade das verpflichtende Semesterprojekt. Der Stundenplan wurde für diese Woche aufgelöst. „Wir haben durch die Realschule im Teamteaching bereits langjährige Erfahrung“, so Direktor Stefan Berenyi, der die neuen Lernformen, die auf individuelle Differenzierung ausgerichtet sind, begrüßt. Lehrer des Borg Feldbach ergänzen das Team.
Auch in Fehring findet die NMS regen Zuspruch: „Der Unterricht mit zwei Lehrern ermöglicht es, die Starken zu fordern und die Schwachen zu fördern“, so Direktor Johann Wendler, der auch auf durchwegs positive Reaktionen der Eltern verweist. Werner Kölldorfer, Deutschlehrer an der HAK Feldbach, betont, dass es bei der Zusammenarbeit von Hauptschullehrern und Lehrern höhere Schulen in der Praxis keine Hürden gebe. Das Engagement an der NMS beruht für AHS-Lehrer auf Freiwilligkeit. Wenn nicht genug zur Verfügung stehen – besonders in Mathematik ist das der Fall – unterrichten zwei Hauptschullehrer im Team.
„Das System der NMS geht konform mit den Bildungsstandards“, erklärt Otmar Schwarz, Bezirksschulinspektor für Fürstenfeld, der auf begleitende Fortbildungen für NMS-Teams hinweist. Auch für zukünftige NMS-Standorte werden AHS-Lehrer gesucht. Die Stammschule ist die jeweilige Partnerschule. Bewerbungen sind an den Landesschulrat zu richten.

Standorte NMS

Seit Beginn Schuljahr 2011/12:
NMS Fehring (Partnerschule HAK Feldbach), NMS Feldbach (Borg Feldbach), NMS Fürstenfeld (HAK Fürstenfeld).
Neu ab Schuljahr 2012/13:
Bad Gleichenberg, Feldbach I, Gnas, Kirchbach, Kirchberg a.d.R., Paldau, Riegersburg, St. Anna a.A., St. Stefan i.R.; Großsteinbach, Ilz; Bad Radkersburg, Deutsch Goritz, Mureck, St. Peter a.O., Straden.
Weitere Partnerschulen:
HLW Feldbach, BG/BRG Fürstenfeld, Tourismusschulen Bad Gleichenberg, Borg Bad Radkersburg.
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