15.03.2017, 04:30 Uhr

Umweltprofi Karton

Hier erfolgt die Aufrollung in der Fabrik: Rund 1,6 Mio. Tonnen Faserrohstoffe werden im Jahr für die Produktion eingesetzt. (Foto: Mayr-Melnhof Karton AG)

Das 'Mayr-Melnhof Karton AG'-Stammwerk in Frohnleiten setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität.

Der Lebensmitteleinkauf und der Umzug in die neuen vier Wände haben etwas gemeinsam: Um die Dinge von A nach B zu befördern, setzen wir auf ein leistungsstarkes Produkt – den Karton. Ein Verpackungsmaterial, das Qualität und verantwortungsvollen Ressourceneinsatz kombiniert. Und das erkannte der weltweit größte Hersteller von Recyclingkartons, 'Mayr-Melnhof Karton' mit Hauptsitz in Frohnleiten, schon Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit damals setzt das Unternehmen auf die industrielle Fertigung von Recyclingkartons. Mittlerweile widmet sich 'Mayr-Melnhof Karton' an sieben Produktstandorten in Europa rein der Kartonproduktion.

Essenzieller Baustein

Für die Kartonproduktion werden bei 'Mayr-Melnhof-Karton' jährlich rund 1,6 Millionen Tonnen Faserrohstoffe eingesetzt – davon entfallen 75 Prozent auf Altpapier und 25 Prozent auf Frischfaser. Weil Papier- und Kartonprodukte heutzutage europaweit die höchste Recyclingrate aller Verpackungsmaterialien aufweisen, ist das Prinzip der Nachhaltigkeit der essenzielle Baustein der Unternehmenspolitik, lässt Stephan Sweerts-Sporck von der Presseabteilung wissen. "Der Einsatz von Altpapier ist im Rahmen der Kaskadennutzung des nachwachsenden Rohstoffes Holz von großem ökologischem Nutzen und verlängert somit den Lebenszyklus innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette um ein Vielfaches."
Und wie entsteht der Karton? Die Rohstoffe durchlaufen eine Stoffaufbereitung und gelangen in die Kartonmaschine. Nach Nass-, Press-, Trocken- und Streichpartie erfolgt die Aufrollung. Je nach Kundenwunsch wird die fertige Kartonbahn geschnitten.

Verbraucherschutz

Besonders in der Lebensmittebranche spielen Hygiene, Frischhaltung und Transportsicherheit eine wichtige Rolle. "Die beste Wahl der Kartonlösung hängt dabei nicht nur von dem jeweiligen Lebensmittel und den notwendigen Barriereeigenschaften, sondern auch von der Lebensmittelunbedenklichkeit des Kartons ab." Als im Jahr 2010 die Diskussion um Mineralöle in den Lebensmitteln aufkam, wurden im Sinne des Verbraucherschutzes rasch Lösungen für das Produkt gefunden. Zusammen mit einem Expertenteam schuf das Unternehmen eine neue Kartongeneration und entwickelte das sogenannte Foodboard – ein Verpackungsprodukt, das vor unerwünschten Substanzen schützt.

Energiequelle

Der Karton ist ein vielfach unterschätztes Produkt. Häufig landet er im Altpapiercontainer, sobald der Inhalt geleert wurde. Und dennoch: Karton zeichnet sich durch Nachhaltigkeit aus, denn er kann sowohl wiederverwendet als auch kompostiert werden. "Eine Kartonfaser kann bis zu sieben Mal recycelt werden. Am Ende seines Lebenszyklus wird Karton zu einer wertvollen Energiequelle." Außerdem zählt der Karton zu einem der klimafreundlichsten Produkte. "Karton ist das Verpackungsmaterial mit den geringsten Umweltauswirkungen. So konnte der CO₂-Fußabdruck der Karton- und Faltschachtelindustrie in Europa in den letzten drei Jahren um fünf Prozent verringert werden."



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Gerhard Woger aus Deutschlandsberg | 15.03.2017 | 04:39   Melden
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Nina Schemmerl aus Graz-Umgebung | 15.03.2017 | 08:39   Melden
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