Durchbruch an Med Uni
Neue Behandlungsmethode für seltene Erbkrankheit

„Diese neuen Erkenntnisse bieten Hoffnung auf eine zusätzliche, verbesserte Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten mit LAL-Mangel und könnten einen wichtigen Schritt in der medizinischen Forschung darstellen“, so Dagmar Kratky. | Foto: Med Uni Graz
2Bilder
  • „Diese neuen Erkenntnisse bieten Hoffnung auf eine zusätzliche, verbesserte Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten mit LAL-Mangel und könnten einen wichtigen Schritt in der medizinischen Forschung darstellen“, so Dagmar Kratky.
  • Foto: Med Uni Graz
  • hochgeladen von Anna Ganzer

Eine neue Studie der Medizinischen Universität Graz könnte Menschen, die an einer seltenen Stoffwechselerkrankung leiden, neue Hoffnung geben.  Forschende haben einen vielversprechenden Wirkstoff getestet, der Symptome lindern könnte. 

GRAZ. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Universität Graz haben vor Kurzem neue Studienergebnisse zu Leberentzündungen, die mit einer seltenen Erbkrankheit einhergehen, veröffentlicht. Der Lysosomale-saure-Lipase-Mangel, kurz LAL-Mangel, ist eine genetische Störung des Stoffwechsels, bei der das Enzym LAL entweder in zu geringer Menge oder gar nicht produziert wird. "Wenn Fette in den Zellen nicht abgebaut werden, führt das zu Entzündungen, die besonders stark die Leber betreffen können", erklärt Dagmar Kratky vom Gottfried Schatz Forschungszentrum der Medizinischen Universität Graz.

Verbesserte Therapie

Die Biochemikerin und Molekularbiologin erklärt: "Wenn Fette in den Zellen nicht abgebaut werden, führt das zu Entzündungen, die besonders stark die Leber betreffen können." Kratky arbeitete für diese Studie mit Forschenden aus Graz und Kopenhagen zusammen. Derzeit kann LAL-Mangel nur durch eine teure Enzymtherapie behandelt werden, was die Notwendigkeit alternativer Behandlungsmethoden verdeutlicht.

Dagmar Kratky ist Biochemikerin und Molekularbiologin mit Spezialisierung auf Fett- und Energiestoffwechsel. | Foto: Med Uni Graz
  • Dagmar Kratky ist Biochemikerin und Molekularbiologin mit Spezialisierung auf Fett- und Energiestoffwechsel.
  • Foto: Med Uni Graz
  • hochgeladen von Anna Ganzer

Die neuen Forschungsergebnisse legen nahe, dass der Wirkstoff Lanifibranor einen positiven Effekt auf Leberentzündungen hat. Während der Testperiode verbesserten sich die Blutfettwerte und die bei LAL-Mangel auftretenden Leberschäden wurden reduziert. Eine Behandlungskombination aus Lanifibranor und der Enzymersatztherapie ist vielversprechend. Dagmar Kratky sieht in den Ergebnissen einen wichtigen Schritt für die medizinische Forschung.

Diese Beiträge könnten dich ebenso interessieren:

Verbot für Schutzhundeausbildung kommt
Stadt plant wieder eine Lebensqualitäts-Befragung
„Diese neuen Erkenntnisse bieten Hoffnung auf eine zusätzliche, verbesserte Behandlungsmöglichkeit für Patientinnen und Patienten mit LAL-Mangel und könnten einen wichtigen Schritt in der medizinischen Forschung darstellen“, so Dagmar Kratky. | Foto: Med Uni Graz
Dagmar Kratky ist Biochemikerin und Molekularbiologin mit Spezialisierung auf Fett- und Energiestoffwechsel. | Foto: Med Uni Graz
Push- und WhatsApp-Neuigkeiten aufs Handy
MeinBezirk auf Facebook und Instagram folgen
MeinBezirk als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren
Anzeige
Foto: Foto von Sora Shimazaki auf Pexels
Video 3

Richtige Diagnose
Diese Symptome können Akute Hepatische Porphyrie (AHP) bedeuten

Wenn Bauchschmerzen regelmäßig auftreten, ist der Weg zur richtigen Diagnose oft schwer. Mit der wachsenden Forschung scheinen auch die möglichen Krankheiten schier endlos. Eine Ursache für Bauchschmerzen kann Akute Hepatische Porphyrie (AHP) sein. Die seltene vererbbare Krankheit kann verschiedene Symptome mit sich bringen. Bauchschmerzen ungeklärter Ursache mit weiteren Symptomen wie Glieder-, Rücken- oder Brustschmerzen, Übelkeit oder Verwirrtheit kommen Ihnen bekannt vor? Aber auch nach...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

In unseren Gesundheits-Videos erklären österreichische Expert:innen
das Wichtigste über Krankheiten, Diagnose, Therapie & Vorbeugung
und beantworten die häufigsten Fragen.

MeinMed.at

Gesund, weil richtig informiert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.