Steiermark Tourismus
In diesem Unternehmen schlägt das Grüne Herz Österreichs
- Jahresauftakt im Mohrenwirt: Zane Klavina (Mitte) verwöhnte Michael Feiertag und Martina Maros-Goller mit steirischen Köstlichkeiten.
- Foto: Konstantinov
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Steiermark Tourismus vermarktet touristisch eines der schönsten Fleckchen dieser Erde: die Steiermark. Wie der Tourismussektor in der grünen Mark tickt, vor welchen Herausforderungen die Branche steht und wie die Zukunft des heimischen Tourismus aussieht, hat Steiermark Tourismus-Geschäftsführer Michael Feiertag im Gespräch mit MeinBezirk verraten.
GRAZ. Ski, Therme, Wein, Wanderungen und mehr: Steiermark Tourismus sorgt dafür, dass zahlreiche Gäste die Steiermark als Urlaubsdestination aussuchen und im besten Fall auch wiederkommen. MeinBezirk sprach im Business-Lunch im Mohrenwirt mit Geschäftsführer Michael Feiertag über das liebste Urlaubsland der Österreicher, die Herausforderungen im Tourismus und das wohl bekannteste heimische Logo – das Grüne Herz.
- MeinBezirk: Wir sind mitten in der Wintersaison: Wie sieht es aktuell im steirischen Tourismus aus?
Michael Feiertag: Wir sind auf allerhöchstem Niveau in die neue Saison gestartet, wir hatten Rekordzahlen im letzten Jahr und dementsprechend liegt die Latte hoch. Die Schneesituation ist immer wieder Thema und wir rechnen erst am Ende der Saison ab. Unsere Betriebe leisten großartige Arbeit und wir sind sehr stolz, dass wir das liebste Urlaubsland der Österreicher sind.
- Wie gelingt das?
Wir haben eine wunderschöne Natur, die sehr viele zu uns zieht. Hinzu kommen auch die zahlreichen Angebote, die unsere Betriebe schaffen und selbstverständlich spielt die Kulinarik auch eine Schlüsselrolle. Wir haben einen hohen Stammgäste-Anteil, was eine Auszeichnung für alle im Tourismus tätigen Menschen ist.
- Wie möchten Sie künftig Herausforderungen in Ihrem Sektor begegnen?
Es gilt, Trends früh zu erkennen und diese aufzugreifen. Man wird den Winterurlaub künftig nicht mehr so eindimensional denken können wie bisher, es wird hybride Konzepte brauchen. Das Schöne ist, dass wir durch die Thermen und die Südsteiermark, aber auch durch tolle Ausflugsziele eine große Vielfalt haben und unseren Gästen dadurch einen unvergesslichen Urlaub bieten können.
- Michael Feiertag erzählte im MeinBezirk-Interview über die Situation im heimischen Tourismus.
- Foto: Konstantinov
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- Seit 2021 ist Steiermark Tourismus in elf Regionen untergliedert. Wie funktioniert die neue Struktur?
Das Arbeiten ist effizienter geworden, davor hatten wir 96 Regionen und alles hat natürlich länger gedauert. Nun können wir als Steiermark Tourismus die Regionen noch professioneller unterstützen und für eine noch bessere Vermarktung und Bewerbung sorgen.
- Was unternehmen Sie konkret in dieser Hinsicht?
Wir spielen die komplette Marketingklaviatur und setzen alle Hebel in Bewegung, um die Steiermark im In- und Ausland noch bekannter zu machen. Wir konzentrieren uns vermehrt auf die Nahmärkte wie unsere Nachbarländer oder jene Destinationen, zu denen es direkte Flugverbindungen gibt. Der Digitalbereich wird immer wichtiger, man kann jetzt über unsere Website direkt buchen. Aber auch Veranstaltungen wie der Steiermark Frühling in Wien sind großartig. Dort bringen wir das steirische Lebensgefühl mitten in die Wiener Innenstadt.
- Mit dem Grünen Herz haben Sie ja ein Logo mit großem Wiederkennungswert ...
Ja, wir haben das schönste und tollste Logo. 1972 hat es Künstler Helmut Gross entworfen und es trifft genau die Botschaft, die wir vermitteln wollen: Die Steiermark als grünes Herz Österreichs.
- Was ist Ihr Geheimtipp in der Steiermark?
Wir haben so viele großartige Destinationen und Sehenswürdigkeiten, aber Öberwölz mag ich besonders gerne. Meine Großmutter kommt von dort und es ist die kleinste Stadt in der Steiermark und auch die Heimat von Skifahrerin Nici Schmidhofer.
- Wie sieht die steirische Tourismuszukunft aus?
Wir sind stetig gewachsen und konnten in den vergangenen 15 Jahren einen Zuwachs von 10 auf 14 Millionen Besucher verzeichnen. Das motiviert uns, weiter unser Bestes zu geben, um die Steiermark noch bekannter und beliebter zu machen, damit sie auch das grüne Herz Europas wird.
- Wechselte von der Politik zum Tourismus: Michael Feiertag
- Foto: Konstantinov
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Michael Feiertag im Kurzportrait
Der gebürtige Grazer Michael Feiertag ist seit 2021 bei Steiermark Tourismus, davor war er Pressesprecher des damaligen Landeshauptmanns Hermann Schützenhöfer. Weitere berufliche Stationen des 45-Jährigen waren die Geschäftsführung bei den Graz 99ers und Positionen als Redakteur bei verschiedenen steirischen Medien. Privat kocht Feiertag sehr gerne, zudem verbringt der passionierte Radfahrer gerne Zeit mit seiner Ehefrau und reist mit seinem 20-jährigen Sohn um die Welt.
Gast & Gastwirtschaft
Mohrenwirt: Traditionelles Wirtshaus am Puls der Zeit
Adresse: Mariahilferstraße 16, 8020 Graz
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag: 11.30 bis 23 Uhr, warme Küche: 11.30 bis 21 Uhr, kleine Karte: 14 bis 17 Uhr
Beschreibung: Der Mohrenwirt wird erstmals im 16. Jahrhundert erwähnt und kann dementsprechend auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken. Seit 2019 betreiben es Romana Pieber-Rustler und Lukas Lepsic und haben mit ihrer Führung den Mohrenwirt zu einem Gasthaus gemacht, das österreichische Klassiker auf den Teller bringt. Unter dem Motto "Ehrlich essen" kommen nur regionale Bio-Zutaten in die Töpfe und Pfannen.
Das sagt MeinBezirk: Beim Business Lunch fiel die Wahl auf das Mittagsmenü und die faschierten Laberl. Dazu gab es eine warme Karottencremesuppe und abschließend einen Espresso. Das MeinBezirk-Fazit: Geschmacklich hervorragend, das Service sehr zuvorkommend, die Einrichtung urig gemütlich und somit ein ehrliches Gasthaus, mit der "Gefahr" ein Stammlokal zu werden.
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