600 Parkstrafen hagelt’s täglich in Graz

Parken verboten: Im Vorjahr gab es Tausende Fälle, wo das Parkverbot schlicht missachtet wurde.
  • Parken verboten: Im Vorjahr gab es Tausende Fälle, wo das Parkverbot schlicht missachtet wurde.
  • Foto: Grazer Parkraumservice
  • hochgeladen von Verena Schaupp

13 Minuten – so lange gilt die Toleranzgrenze in Graz, wenn man die Parkzeit überschritten hat. "Normal sind es zehn Minuten, denn so lange darf man ja auch ‚Halten‘ im Parkverbot, danach gelten in Graz noch drei weitere Toleranzminuten", erklärt Alexander Lozinzek, Geschäftsführer vom Grazer Parkraumservice.
Trotz dieser Toleranzzeit werden in Graz täglich von Montag bis Freitag rund 600 Strafmandate ausgestellt.

Parkdruck in Innenstadt

"Der Bahnhofsbereich ist ein Hotspot für Strafmandate. Dort sind rund um die Uhr Parkgebühren zu entrichten, auch sonntags und feiertags. Man darf maximal eine Stunde stehen", erklärt Lozinzek. "Am Stadtrand gibt es weniger Mandatsausstellungen, in der Innenstadt wird der Parkdruck größer, die Strafmandate nehmen zu."

2016: Über 180.000 Mandate

In der steirischen Landeshauptstadt gibt es mehr als 26.000 Stellplätze, für die eine Gebührenpflicht herrscht. Und diese Pflicht wird oftmals übergangen, im Vorjahr waren es über 180.000 Mal.
"Das Grazer Parkraumservice hat letztes Jahr 116.626 Straforganverfügungen ausgestellt und zusätzlich gab es 1.490 Anzeigen. Bei Übertretungen nach der Straßenverkehrsordnung wird die Polizei aktiv, hier kam es zu 64.226 ausgestellten Strafmandaten und zusätzlich 6.547 Anzeigen", erläutert Gottfried Pobatschnig, Leiter des Grazer Parkgebührenreferats. Über 2.000 Mal wurde auf Behindertenparkplätzen falsch geparkt, 8.548 Mal bei striktem Parkverbot.

Häufigste Ursachen

"Die Autos werden sehr häufig unberechtigterweise in Ladezonen abgestellt. Hier gab es über 15.000 Übertretungen im Vorjahr", sagt Pobatschnig. Außerdem, so meint der Experte, würden viel zu wenige Leute wissen, dass man auf Vorrangstraßen nicht links zufahren darf.
"4.848 Übertretungen gab es 2016, da verbotenerweise auf Vorrangstraßen auf den linken Fahrbahnrand zugefahren wurde." Dieses Verbot gilt übrigens auch fürs Zufahren auf den linken Fahrbahnrand bei Gleisen, wie Straßenbahnschienen – "Vorsicht ist um den Hilmteich geboten." Auch das Parken auf Gehsteigen sei sehr beliebt: "3.360 Übertretungen waren es hier 2016."

Neue Überwachungsgebiete

Die Grazer Polizei und auch die Straßenaufsichtsorgane, wie "Parkwächter" korrekt bezeichnet werden, haben also genug zu tun. Den Aberglauben, dass die Aufsichtsorgane immer in gleichen Gebieten die gleichen Autofahrer abstrafen würden, räumt Lozinzek aus dem Weg:
"Unsere Straßenaufsichtsorgane bekommen täglich ihr neues Überwachungsgebiet zugeteilt. Heute weiß der Beamte nicht, wo er morgen arbeiten wird. Diese Routine gilt jeden Tag aufs Neue."

Parken ohne Schein

Der wohl häufigste Fehler, den das Parkgebührenreferat vermelden kann, ist das Parken ohne Parkschein. "Von den 116.226 Übertretungen, die wir im Vorjahr hatten, haben 88.338 Autofahrer einfach ohne Parkschein geparkt", erklärt Pobatschnig.

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