Graz Inside im Diözesanmuseum
Die Schatzkammer der steirischen Sakralkunst

Zeitgenössische Krippen: Bei dieser Variante verwendete der Künstler Josef Brugger 300 Jahre altes Lärchenholz von seinem Bauernhof.
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  • Zeitgenössische Krippen: Bei dieser Variante verwendete der Künstler Josef Brugger 300 Jahre altes Lärchenholz von seinem Bauernhof.
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Zahlreiche religiöse Kunstwerke aus der Steiermark beherbergt das Diözesanmuseum im Priesterseminar.

Das Museum der Diözese Graz-Seckau in der Bürgergasse ist einerseits das Museum der steirischen Kirche, andererseits auch die Denkmalpflegestelle der Diözese Graz-Seckau und verwaltet derzeit rund 5.500 Inventargegenstände. "Wir sind betraut mit der Inventarisierung, Begutachtung und Pflege der Kunst aus den steirischen Sakralräumen und Pfarren", erklärt Karin Weninger, die die WOCHE durch das Museum führt.

Die Vermittlerin der sakralen Kunst: Karin Weninger
  • Die Vermittlerin der sakralen Kunst: Karin Weninger
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Einen großen Anteil an der guten Verwahrung der Kunstwerke tragen die acht ehrenamtlichen Mitarbeiter, die das elfköpfige Museumsteam tatkräftig unterstützen. "Zwei Ehrenamtliche wurden beispielsweise zuerst von einem Restaurator geschult und haben dann ein Jahr lang spezielle Verpackungen für die Kunstwerke und Textilien geschaffen", zeigt sich Weninger dankbar.

Tirol in Graz

Jedes Jahr gibt es im Museum der Diözese Graz-Seckau eine spezielle Weihnachtsausstellung, heuer sind die Tiroler Krippen in Kooperation mit dem Volkskunstmusem aus Innsbruck zu bestaunen. "Krippen zeigen das gesamte Geschehen der Weihnachtsgeschichte und kamen erst im 13. Jahrhundert, als Franz von Assisi mit einer lebendigen Krippe die Geburt Jesu im Wald nachstellte, auf. Die Ordensgemeinschaften haben dann mit den Figuren, sozusagen als eingefrorenes Spiel, die Szene in den Sakralräumen nachgebaut und so zur Verbreitung beigetragen", erzählt Weninger die Entstehungsgeschichte der Krippen.

Tiroler Bachlechner-Krippe

Die Ausstellung zeigt eine Vielfalt, von den traditionellen Bachlechner-Krippen bis hin zu modernen Künstler-Krippen aus dem 21. Jahrhundert, die viel Interpretationsspielraum für den Betrachter lassen. Weninger betont: "Uns war es wichtig, die Krippen-Geschichte vom Ursprung bis jetzt darzustellen."

Eine Krippe, die zeigt, wie wir heutzutage mit Flüchtenden umgehen.
  • Eine Krippe, die zeigt, wie wir heutzutage mit Flüchtenden umgehen.
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Vermittlung und Verkauf

Noch bis zum 12. Jänner sind die Tiroler Krippen zu sehen und auch danach wird dem Team des Diözesanmuseums rund um Direktor Heimo Kandl nicht langweilig. "Wir haben zwei große und ein bis zwei kleinere Ausstellungen im Jahr. Zudem vermitteln wir sakrale Kunst für alle Altersgruppen. So haben wir aktive Programme für Kindergartenkinder bis hin zu Kulturspaziergängen für Pensionistengruppen", beschreibt Weninger.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Museumshop, der vor allem zur Weihnachtszeit gut besucht ist. "Wir sind sozusagen der einzige Krippenshop, denn nirgendwo sonst in Graz werden diese verkauft", sagt Weninger und gibt abschließend noch einen Tipp: "Auch den Krippenweg gestalten wir mit. Dieser führt von unserer Weihnachtsausstellung durch die Stempfergasse bis zur Eiskrippe im Landhaushof."

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