Fachkräftemangel: AMS fordert Fokus auf Bezirke statt Rot-Weiß-Rot-Karte

Gesucht: Handwerkliche Berufe sind unterbesetzt. | Foto: Ramona Heim/Fotolia
  • Gesucht: Handwerkliche Berufe sind unterbesetzt.
  • Foto: Ramona Heim/Fotolia
  • hochgeladen von Stefan Haller

Wie von der WOCHE in der letzten Ausgabe berichtet, setzt sich WKO-Regionalstellenleiter Viktor Larissegger für eine Erleichterung der Zugangsbedingungen zur Rot-Weiß-Rot-Karte und eine Regionalisierung der Mangelberufsliste ein. Laut dem AMS Steiermark, das sich selbst in einer vermittelnden Rolle sieht, ist das allerdings ein schwieriges Unterfangen.

Regionalisierung schwierig

Eine regionale Mangelberufsliste halten die Experten des Arbeitsmarktservice für wenig sinnvoll. "Arbeitsuchende finden nicht notwendigerweise nur im eigenen Bezirk eine Arbeit. Ein Mangelberuf in Graz könnte daher auch etwa von Fachkräften, die aus anderen Bezirken einpendeln, abgedeckt werden. Schon jetzt pendeln in bestimmten Bezirken bis zu einem Viertel der Beschäftigten in den Großraum Graz", erklärt man von Seiten des AMS.

Dunkelziffer ist hoch

Erschwerend käme die Diskrepanz zwischen gemeldeten und tatsächlich suchenden Arbeitslosen hinzu. "Das AMS definiert monatlich das Verhältnis zwischen arbeitslos vorgemerkten Personen im Fachkräftesektor und sofort verfügbaren Stellen", heißt es weiter. Wichtig sei hierbei, dass nur Stellen berücksichtigt seien, die dem AMS gemeldet wurden. So beziffert die steirische Industriellenvereinigung den Fachkräftemangel bei einer Quantität von 3.000 bis 4.000 fehlenden Fachkräften, das AMS hat aber "nur" rund 900 offene unbesetzte Stellen in diesem Segment. 

Push-Nachrichten auf dein Handy
MeinBezirk.at auf Facebook verfolgen
Die Woche als ePaper durchblättern
Newsletter deines Bezirks abonnieren

Kommentare

?

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.