Kommentar
Der Schaden ist angerichtet

Schwierige Tage für Sebastian Kurz
  • Schwierige Tage für Sebastian Kurz
  • Foto: Markus Spitzauer
  • hochgeladen von Roland Reischl

Man sagt ja landläufig, dass jedes Land die Politiker bekommt, die es verdient. Nun: Ganz so schlimm wie es sich am vergangenen Wochenende dargestellt hat, werden wir Österreicher hoffentlich nicht sein. Faktum aber ist: Der Schaden ist angerichtet, der Ruf unseres Landes nachhaltig geschädigt, die Auswirkungen auf wirtschaftlicher Ebene noch gar nicht absehbar. Denn Länder, in denen man investieren will, haben stabilere Regierungsverhältnisse als wir sie derzeit vorweisen können.
In diesem Zusammenhang sind aber auch all jene am falschen Dampfer, die sich diebisch über das Scheitern dieser schwarz-blauen Regierung freuen. Denn die Konsequenzen haben alle gemeinsam zu tragen, dieses Dilemma schadet nicht der FPÖ alleine, sondern lässt die Kaste der Politiker noch schlechter dastehen als das bisher schon der Fall war. Hier verlieren nicht Parteien oder Personen, hier verliert ein ganzes System, das jetzt den letzen Vertrauensvorschuss restlos verbraucht hat. "Die haben ja alle Dreck am Stecken, die zwei hat's halt erwischt", so die (durchaus weit verbreitete) Volksmeinung. Das Bild, das bleibt, ist ein düsteres: Ein Kanzler, der leider erstmals Leadership vermissen ließ, eine FPÖ in beängstigendem Kampfmodus, eine rote Parteichefin, die jeden Moment damit rechnen muss, dass ein Landesfürst hinter der Hecke hervorspringt, dazu noch Grüne in der Dauer-Selbstfindungsphase und immer noch viel zu verspielte Neos – die Entscheidung im September wird für die Wähler keine leichte ...

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