Für mehr Sauberkeit in Graz: Nagl und Eustacchio präsentieren Sauberkeitsoffensive

Gemeinsamer Pressetermin zur Sauberkeitsoffensive: Vizebürgermeister Mario Eustacchio (l.) und Bürgermeister Siegfried Nagl
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"Wir haben versprochen, die Agenda 22 durchzuarbeiten und starten gleich mit einem wichtigen Thema: Ein sauberes und gepflegtes Graz", so leitete Bürgermeister Siegfried Nagl die heutige Präsentation der "Sauberkeitsoffensive" ein. Er betonte die Wichtigkeit dieses Thema und erklärte, dass bei den Anstrengungen aufgrund des großen Umfanges nicht nur die Holding sondern auch die GBG, Ordnungswache und Ankünder involviert sind.

36,8 Millionen Euro pro Jahr für Sauberkeit

1.000 Kilometer Straßen- und Wegenetz mit einer zu reinigenden Fläche von 5,5 Millionen Quadratmeter – Nagl nennt allerhand Zahlen um das Reinigungspensum in Graz zu verdeutlichen. Zu der Gesamtfläche kommen noch 221 Brücken und Kunstbauten sowie 2,5 Millionen Quadratmeter Grünfläche hinzu, die "leider öfter gereinigt als gepflegt werden muss", so Nagl. Auch die Sauberhaltung von 75 Spielplätzen und das tägliche Entleeren der 3.579 Papierkörbe nimmt Zeit und Ressourcen in Anspruch. Dem ist aber nicht genug: Pro Jahr werden vier Millionen "Sackerl für das Gackerl" ausgegeben und 941.000 Kilogramm Müll gesammelt und entsorgt. Der Streusplitt fällt mit 551.000 Kilogramm ins Gewicht und auch 1,5 Tonnen Streusalz müssen eingesammelt und entsorgt werden.
"Die Reinigung und Pflege des Stadtbildes kostet unheimlich viel Geld und daher müssen wir vermehrt auf Bewusstseinsbildung setzen und auch die bestehenden Schulprogramme ausweiten, denn Kinder bringen Erwachsenen in dieser Hinsicht meist etwas bei", sagt Nagl. Denn pro Jahr gibt die Stadt Graz für Abfallsammlung und -verwertung 22,5 Millionen Euro aus. Für Straßenreinigung, Winterdienst und Parkpflege sind es 14,3 Millionen Euro pro Jahr.

Mehr Einsätze und ein Sauberkeitsombudsmann

Neben der Schärfung des Bewusstseins wie jeder Bürger selbst Müll vermeiden kann, sollen vermehrt und flexibler Mitarbeiter und Fahrzeuge eingesetzt werden. "Wir müssen uns stärker am Veranstaltungskalender orientieren", so Nagl, der auch an Wochenenden mehr Einsätze will. Zunächst sollen zwei "schnelle Eingreiftrupps" installiert werden, weitere Personalaufstockungen können nach der Budgetierung der Offensive festgelegt werden. Aber auch die Einrichtung eines Sauberkeitsombudsmannes, der etwa Sauberkeitsgespräche führt, soll vorgenommen werden. "Die Sauberkeitsgespräche sind mit den Energiegesprächen vergleichbar. Eine Person soll sich dauerhaft dieses Themas annehmen und das gesamte Stadtbild erfassen", erklärt Nagl. Zudem will die neue Stadtregierugng auch das Big Belly-Papierkorbnetz weiter ausbauen und veranschlagt für diese Investitionen rund 200.000 Euro pro Jahr. "Diese Mülleimer haben mehr Fassungsvolumen und melden digital, wenn sie voll sind", führt Eustacchio aus.

Aktive Beteiligung und Strafen statt Ermahnen

Auch die verstärkte Nutzung der App "sAPPerlot" soll forciert werden. Dies ist eine bereits ausgezeichnete App der Holding, mit der jeder Bürger, aber auch Mitarbeiter der Holding oder Ordnungswache, ein Foto von einem vermüllten Ort machen kann. Dieses wird dann an die zuständige Abteilung weitergeleitet, die sich um die Beseitigung des Missstandes kümmert. "Wir wollen zeigen, wie die Grazer selbst einen Beitrag leisten können", betont Mario Eustacchio.
Ein weiterer Punkt ist die Erhöhung der Strafen bei Wegwerfen von Müll im öffentlichen Raum. Bisher beträgt diese zehn Euro und wurde im Zeitraum von Jänner 2016 bis April 2017 bei 783 ausgesprochenen Ermahnungen erst einmal abkassiert. "Die Ordungswache wird angewiesen, von Ermahnen auf Bestrafen umzusatteln", erklärt Eustacchio, dass die Erhöhung von zehn auf 35 Euro im Verhältnis zu Wien, wo man 50 Euro bezahlt, nach wie vor moderat ist.

Autor:

Martina Maros-Goller aus Graz

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