Klimaschutz 2023
Judith Schwentner präsentiert Vorhaben für das Jahr

Die Grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat ihre Vorhaben zum Klimaschutz in Graz für das Jahr 2023 präsentiert. Dabei soll vor allem die Zusammenarbeit aller wichtigen Ressorts, die erstmals alle unter Schwentners Leitung vereint sind, im Vordergrund stehen. | Foto: Stadt Graz/Foto Fischer
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  • Die Grüne Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat ihre Vorhaben zum Klimaschutz in Graz für das Jahr 2023 präsentiert. Dabei soll vor allem die Zusammenarbeit aller wichtigen Ressorts, die erstmals alle unter Schwentners Leitung vereint sind, im Vordergrund stehen.
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Judith Schwentner zeigt sich in ihren Klimaschutzplänen für 2023 ambitioniert. Von der Fortführung der Radoffensive über neue Projekte bei der Innenstadtgestaltung und einer neuen Mobilitätsstrategie hat die grüne Vizebürgermeisterin einiges vor.

GRAZ. Heute für die Stadt von morgen zu planen, das hat sich Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) auf die Fahnen geschrieben. Nach dem "Einstandsjahr 2022" plant sie nun ihren Kurs in Sachen Klimaschutz fortsetzen. Dabei vereint sie erstmals alle wichtigen Ressorts unter einer Zuständigkeit: Von der Stadtbaudirektion und Stadtplanung über Grünräume und Gewässer bis zum Straßen- und Umweltamt werden alle von Schwentner geleitet. Entsprechend sitzen auch sämtliche Stellen bei der Planung künftiger Vorhaben an einem Tisch. "Das dauert dann zwar länger, aber das Ergebnis ist es wert", ist Schwentner überzeugt.

Neu aufstellen will Schwentner den Klimabeirat. Auch der zweite Teil des Klimaschutzplans soll veröffentlicht werden. | Foto: Stadt Graz/Foto Fischer
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Rück- und Ausblick

Mit der Bilanz des Jahres 2022 zeigt sich Schwentner dabei durchaus zufrieden. Nicht zuletzt in den Bereichen ÖV-Netzausbau, der Radoffensive, dem Klimaschutzplan und der Verkehrsberuhigung sei entscheidende Weichenstellung geschehen. Trotz des noch unsicheren Budgets will Schwentner daher auch in diesem Jahr weitere Schritte setzen.

"Investitionen für das Klima sind auch in unserer angespannten Budgetsituation unumgänglich, hier sind wir uns als Koalition einig. Vieles erfordert Mut und Innovationsbereitschaft – Stichwort Verkehrsberuhigung –, aber dafür steht Graz ja als Stadt!"
Judith Schwentner, Vizebürgermeisterin 

Konkret sollen 2023 zahlreiche Kleinprojekte angestoßen beziehungsweise umgesetzt werden. Dabei betont Schwentner vor allem die Einbeziehung der Grazerinnen und Grazer. Neu eingerichtet wird auch der Klimabeirat, außerdem soll der zweite Teil des Klimaschutzplans veröffentlicht werden (Das war Teil Eins des Plans). Ein aus Krems übernommenes Klima-Tool soll zudem bei Beschlüssen helfen, eine Pilotphase soll noch im Jänner starten. 

Zufrieden zeigt sich Schwentner mit der Bilanz 2022. Unter anderem konnte sie ihr Versprechen jeden Tag einen Baum zu pflanzen halten uns sogar um das Doppelt überschreiten (am Foto mit Elie Rosen, Präsident der jüdischen Kultusgemeinde). | Foto: Stadt Graz/Foto Fischer
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Innenstadtentlastung und Radoffensive

Zur Entlastung der Innenstadt sollen unter anderem mehrere grüne Meilen, darunter in der Kaiserfeldgasse und Schönaugasse sowie darüber hinaus in der Zinzendorfgasse entstehen. Lösungen zur Sicherstellung von Parkplätzen von Anrainerinnen und Anrainern sowie Zulieferungsmöglichkeiten sollen zuvor erarbeitet werden. Am 24. Jänner wird im Congress Graz eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit dem Wirtschaftsstadtrat abgehalten werden.

"Drei Grundsätze prägen meine Arbeit und unsere Projekte für Graz: Die Grazerinnen und Grazer stehen im Mittelpunkt meiner Planung und sind aktiv daran beteiligt. Für die Sicherheit und Lebensqualität aller Altersgruppen ist die Verkehrswende unumgänglich. Die grüne klimafreundliche Stadt der Zukunft kann nur gemeinsam gelingen – weit über Graz hinaus."
Judith Schwentner

Die Radoffensive geht weiter und soll vor allem für Gleichberechtigung sorgen, so Schwentner. Radfahrerinnen und Radfahrer sollen sich auch auf der Straße mit Autos sicher fühlen. | Foto: Land Steiermark
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Auch die Radoffensive wird fortgesetzt, wobei Schwentner betont, dass jene Achsen priorisiert werden, die vor allem von Studierenden der Unis und der FH genutzt werden. Das betrifft unter anderem die Petersgassse/Mandellstraße. Auch ein Ostumfahrung für den Augarten, sowie eine Neugestaltung des Grieskai soll noch dieses Jahr kommen.

Stadtentwicklung

Das Stadtentwicklungskonzept soll repariert werden und eine Ausweitung der Bebauungsplanpflicht und des Baumschutzes, eine Förderung der Durchgrünung und Möglichkeiten ablösefreier Rückwidmungen aus Klimaschutzgründen enthalten. Zudem sollen die Weichen für die Neugestaltung des "Zukunftsviertels Gries" gestellt werden. Weiters soll das Versprechen Schwentners jeden Tag einen Baum zu pflanzen auch 2023 gelten (2022 wurde dieses Ziel mit 794 Bäumen sogar deutlich überschritten).

Die mit 2015 zuletzt aktualisierte Mobilitätsstrategie soll  überarbeitet werden und zum Mobilitätsplan 2040 werden. Das Augenmerk liegt auf klimafreundlichen Verkehrsmitteln. | Foto: Jorj Konstantinov
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Verkehrswende

Mit dem Ausbau des Straßenbahnverkehrsnetzes will Schwentner zudem planungstechnisch fortfahren. Hier soll die Finanzierung in Kooperation mit dem Bund und dem Land Steiermark erfolgen. Während Schwentner noch keinen genauen Zeitpunkt nennen konnte, wann die Bauarbeiten zur Innenstadtentflechtung mit der Straßentrasse durch die Neutorgasse beginnen, soll mit der weiteren Planung, darunter der Überarbeitung des Mobilitätsplan, fortgefahren werden. Auch die Herausnahme weiterer Straßen aus dem Vorrangstraßennetz und damit die Schaffung weiterer 30er Zonen kann sich Schwentner vorstellen.

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