So viel Graz steckt in der Fußball-Bundesliga

Ausgebildet in Graz, später 41 Länderspiele absolviert: Christoph Leitgeb.
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31 Spieler der Fußball-Bundesliga waren in der Vergangenheit schon in Graz vorwiegend für Sturm, aber auch den GAK tätig. Darunter sind echte Sturm-Urgesteine wie Christian Klem, der aktuell für den WAC spielt, oder Christoph Leitgeb, der alle Nachwuchsteams der Grazer durchlief und es auf starke 41 Einsätze für das Nationalteam brachte. Aber auch Spieler wie Simon Piesinger, der drei Jahre für die Kampfmannschaft der Blackies spielte, und eher unbekanntere Kicker wie Dominik Hofbauer vom SKN St. Pölten, der ein Jahr in der Akademie Steiermark des SK Sturm verbrachte.

Ausbaufähiger Durchschnitt

Für den sportlichen Leiter der Akademie, Dietmar Pegam, ist die Zahl von 31 Spielern mit Graz-Vergangenheit schwer einzuordnen: "Es ist immer unser Ziel, so viele Spieler wie möglich für die Nationalteams und die beiden höchsten Spielklassen auszubilden. Ich denke, wir sind hier im Durchschnitt der Landesakademien, aber Verbesserungspotenzial besteht natürlich immer." Auffallend ist, dass in der Kampfmannschaft des SK Sturm mit Dario Maresic nur ein Eigenbauspieler unumstritten zum Stammpersonal gehört. "Auch Sandi Lovric und Marc Schmerböck zählen teilweise zur ersten Elf, aber es ist unser Ziel, hier auf eine höhere Anzahl zu kommen. Wenn das Profiteam so gut funktioniert wie im Herbst, ist es für junge Spieler natürlich schwerer, sich einen Platz zu erkämpfen", so Pegam.

Zeit für den nächsten Prödl

Der letzte wirklich große Transfer eines Sturm-Nachwuchsspielers liegt mit Sebastian Prödls Wechsel zum SV Werder Bremen fast zehn Jahre zurück. Über Spieler, die den absoluten Durchbruch schaffen, freuen sich die Nachwuchstrainer immer besonders. "Es wird wieder Zeit für so ein Erfolgserlebnis. Aber in der aktuellen Amateurmannschaft stehen mit Ausnahme von Martin Ehrenreich nur Eigenbauspieler. Und der Weg von Dario Maresic in eine große europäische Liga ist vorgezeichnet – den dürfen wir uns dann auf die Fahne heften", lächelt Pegam.

Auch einmal bremsen

In all den Jahren, in denen Pegam hunderte an jungen Kickern betreute, kommen natürlich einige Geschichten zusammen, die dem 49-Jährigen besonders in Erinnerung bleiben. "Wie der Sandi Lovric mit 14 zu uns gekommen ist, war er noch ein bisserl ungestüm. Beim ersten Trainingslager hat er sich mit einigen Härteeinlagen gleich Respekt verschafft. Ich hab' ihn auf die Seite genommen und gesagt: ,Super Einsatz Sandi, aber a bissl runter vom Gas'", lacht Pegam.
"Wenn ich das nicht gemacht hätte, wär mir am nächsten Tag nur mehr die halbe Mannschaft zur Verfügung gestanden. Aber so erkennst du gleich den Einsatz und die Motivation, die hinter einem Jungen mit richtig viel Potenzial steckt." Diese Mentalität unterscheide laut Pegam auch zumeist darüber, ob es ein Spieler bis in die Bundesliga schaffe oder nicht.
Bleibt für alle Sturm-Fans nur zu hoffen, dass viele der aktuellen Nachwuchsspieler genauso ticken wie ein Sandi Lovric es mit 14 Jahren getan hat.

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