Bis 2026
Stadt kündigt millionenschweren Ausbau der Merkur Arena an
- Aufgrund der in die Jahre gekommenen Stadioninfrastruktur klagt man beim SK Sturm über Wettbewerbsnachteile. Diese will man seitens der Stadt bis Sommer 2026 ausräumen. Doch Zweitligist GAK ist mit den Liebenauer Gegebenheiten nicht glücklich.
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Durch den Ausbau der Merkur Arena sollen zusätzliche Veranstaltungsflächen geschaffen und der VIP-Klub auf 1.000 Personen erweitert werden. Die Grazer Rathauskoalition aus KPÖ, Grünen und SPÖ gaben nun die Detailplaung des neuen Sporttageszentrums und Skyboxen in Auftrag. Insgesamt kalkuliert man mit 10,6 Millionen Euro.
GRAZ/LIEBENAU. Gänzlich neu ist die Idee nicht. Doch politisches Hickhack und nicht zuletzt die finanzielle Lage der Stadt Graz sorgten für Verzögerungen beim Ausbau der Fußball-Infrastruktur in Liebenau. Denn beschlossen wurde der Bau eines Sporttageszentrums im Gemeinderat bereits 2018. Wobei die ursprünglichen Pläne, eine gänzlich neue Struktur samt VIP-Klub zu schaffen, verworfen werden mussten. Hintergrund: Durch die inzwischen deutlich gestiegenen Baukosten würde das damals anberaumte Projekt mittlerweile rund 13,5 Millionen Euro kosten.
Seitens der Rathauskoalition habe man sich nun für eine "wirtschaftlichere Alternative" entschieden, wie man mitteilt. Im Zuge derer soll der vorhandene VIP-Klub renoviert mit baulichen Erweiterungen zum neuen Sporttageszentrum werden. Angedachter Kostenpunkt: die im Jahr 2018 vom Gemeinderat freigegebenen 6,2 Millionen Euro.
- Sturms Ligakonkurrent LASK eröffnete in der letzten Spielzeit seine neue Heimstätte mit einem Fassungsvermögen von 19.080 Plätzen.
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Hinzukommen für den Bau von zehn Skyboxen nochmals 4,4 Millionen Euro. Auch abseits des Fußballbetriebs sollen die Boxen genutzt werden und der Stadt Einnahmen bringen, heißt es in der dazugehörigen Aussendung. Wie das konkret vonstatten gehen soll, müsse allerdings noch mit einem entsprechenden Betreiberkonzept ausgearbeitet werden. Angedacht ist die Fertigstellung des Umbauprojekts mit Sommer 2026.
Eber: "Wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung"
Beteiligungs- und Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) gibt sich optimistisch: "Das geplante Sporttageszentrum und die neuen Skyboxen sind ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung unseres Stadions und zur Förderung des Sports in unserer Stadt." Dadurch ermögliche man "den Fußballvereinen" zusätzliche Einnahmen. "Gleichzeitig profitiert auch die Stadt als Eigentümerin des Stadions", so Eber. Denn: "Die Möglichkeit das Sporttageszentrum abseits des Fußballbetriebes zu vermieten, soll zu höheren Mieteinnahmen führen, die das städtische Budget entlasten und für andere Bereiche finanzielle Freiräume schaffen."
- Quasi als Zwischenlösung baut sich der SK Sturm einen eigenen VIP-Bereich zwischen Fußballstadion und Eishalle. Dieser soll bis zum ersten Heimspiel Anfang August stehen.
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Dass er Investitionen in ein für internationale Spiele taugliches Stadion als wichtig erachtet, hält indes Grünen-Klubobmann Karl Dreisiebner fest - "auch in finanziell schwierigen Zeiten". Indes bekennt sich SPÖ-Klubobmann Michael Ehmann zur "Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen", wie er sie auch im Kulturbereich verortet: "Beides muss Platz in unserer Gesellschaft haben, beides verdient die Unterstützung, denn beides ist für Graz wichtig."
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