Sturm gegen Rapid – oder das Geschäft mit der (Fan-)Liebe

Knisterstimmung ist bei Sturm gegen Rapid garantiert – das war die Choreografie der Nordkurve beim letzten Duell.
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  • Knisterstimmung ist bei Sturm gegen Rapid garantiert – das war die Choreografie der Nordkurve beim letzten Duell.
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  • hochgeladen von Marcus Stoimaier

Sturm gegen Rapid – das ist für viele mehr als ein Fußballspiel. Für den Grazer Anhang ist’s seit der Liquidation des GAK quasi eine Art "Ersatz-Derby". Sicher ist’s jedenfalls das Duell der beiden besten Fankurven des Landes.
Und diese Fans sind für die Klubs natürlich auch längst zu einem wichtigen Geschäftsfeld geworden. "Neben den wichtigen Kartenerlösen erzielen wir allein aus dem Merchandising einen Umsatz von drei Millionen Euro pro Jahr", sagt Peter Klinglmüller vom Rekordmeister aus Hütteldorf.
Ein über 400 Quadratmeter großer "Flagship-Store" im Allianz Stadion sowie jeweils ein Rapid-Shop im Stadion-Center beim Ernst-Happel-Stadion und in St. Pölten bieten alles, was das grün-weiße Fanherz begehrt.

Vom Kanaldeckel bis zum Rapid-Tanga

"Früher hat’s bei uns klassisch Trikot, Wimpel und Schal gegeben – Andi Marek hat das dann auf wirklich professionelle Beine gestellt. Mit Clemens Piber haben wir nun einen eigenen Leiter fürs Merchandising. Sehr viele Ideen für Produkte kommen auch direkt von den Fans – und so bekommt man mittlerweile vom Trikot bis zum Kanaldeckel fast alles mit dem Rapid-Logo drauf." Auch Golfbälle, Kennzeichenhalter oder Bikini und String-Tanga für die weiblichen Rapid-Fans finden sich im rund 100 Seiten starken und zweimal jährlich erscheinenden Fankatalog.
Aber auch Sturm kann mit etwas ungewöhnlichen Fanartikeln mithalten. So findet sich im Onlineshop etwa ein Gartenzwerg mit Sturm-Dress und Fahne, ein Duschgel für Frauen und Männer oder auch ein Sturm-Freundebuch. "Neben den Klassikern sind vor allem Aschenbecher, Bierkrüge oder die Sitzpölster fürs Stadion unsere Top-Seller", berichtet der wirtschaftliche Geschäftsführer Thomas Tebbich.

Sturm zieht um

Insgesamt setzt Sturm mit dem Merchandising (inklusive Kantine in Messendorf) 737.000 Euro im Jahr um. "Aktuell arbeiten wir dazu gerade an einer T-Shirt-Linie im Retrodesign und einer dezenteren ST-Linie", verrät Tebbich. Seit Herbst 2016 hat der dreimalige Meister mit Georg Kolaric auch einen eigenen Fanshopleiter – und der hat aktuell eben die Fanshops beim Stadion und in der Girardigasse zu verantworten. Letzterer wird aber in Bälde seine Pforten schließen. "Wir werden weiter in die Innenstadt ziehen – brauchen ein Geschäftslokal mit mehr Frequenz, wo der Verein in der Stadt viel sichtbarer ist", stellt Tebbich klar.
Für den Schlager am Sonntag (16.30) erhofft er sich an die 14.000 Fans. Die rund 1.600 Karten für die beiden Rapid-Sektoren sind seit letzter Woche ausverkauft.

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