WOCHE-Talk zur Immobilienbranche
Bauen der Zukunft fordert Mut für Visionen (+Video)

Ein spannendes Gespräch: WOCHE Graz-Geschäftsstellenleiter Philip Fürstaller, Redakteurin Anna-Maria Riemer und Redaktionsleiter Christoph Hofer (hinten, v.l.) luden Markus Gössl, Dieter Johs und Alexander Gössl zum Talk.
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  • Ein spannendes Gespräch: WOCHE Graz-Geschäftsstellenleiter Philip Fürstaller, Redakteurin Anna-Maria Riemer und Redaktionsleiter Christoph Hofer (hinten, v.l.) luden Markus Gössl, Dieter Johs und Alexander Gössl zum Talk.
  • Foto: Foto Jörgler
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In die Höhe und mit ganzheitlichen Konzepten – in diese Richtung gehen laut den Bauexperten die Gebäude in den nächsten Jahren. 

Rund 3.000 Menschen ziehen jährlich nach Graz und auch innerhalb der Stadt wird viel gesiedelt. Von der SmartCity über Reininghaus bis hin zur GreenCity werden vor allem auch große Siedlungen gebaut. Beim WOCHE-Branchentalk sprechen Wegraz-Geschäftsführer Dieter Johs, Venta-Geschäftsführer Markus Gössl und Pongratz-Geschäftsführer Alexander Pongratz über die Ansprüche an Immobilien, Herausforderungen für Bauträger und den Siedlungsbau der Zukunft.

Hohe Ansprüche

Einig sind sich die Experten, dass es eine starke Nachfrage sowohl nach Mieten als auch nach Eigentum gibt. „Mietwohnungen sind vor allem bei jungen Menschen gefragt, die vom Land in die Stadt ziehen, um eine Ausbildung zu beginnen und wegen der guten Jobaussichten bleiben. Eigentum wird von jenen bevorzugt, die ein Sparguthaben haben und dieses sicher und nachhaltig anlegen wollen“, erklärt Johs und Pongratz ergänzt: „Bei Mietwohnungen geht der Trend zu immer weniger Quadratmetern, wobei ein extra Schlafzimmer eigentlich schon ein Muss ist. Eigentümer fragen vor allem hochwertige Wohnungen nach.“ Das bestätigt auch Gössl: „Sowohl Eigentümer als auch Mieter legen Wert auf Qualität und die Ansprüche steigen stetig. Beispielsweise ist die Größe der Balkone und Terrassen mittlerweile ein entscheidendes Kriterium.“

Trend zur Größe

„Kurzfristig gesehen gibt es in Graz ein sehr beachtliches Angebot an Wohnungen. In den Jahren 2020 und 2021 werden sehr viele Wohnungen fertiggestellt. Bei den Projekten müssen deshalb nicht nur die üblichen Rahmenbedingungen, sondern auch Parameter betreffend der Infrastruktur, Anbindung an die Öffis und dergleichen überzeugen. Ausgehend von der Idee des betreuten Wohnens, sind auch zunehmend jene Gebäude beliebt, die einerseits Rückzugsmöglichkeiten bieten, andererseits aber auch viele Gemeinschaftszonen haben. Das liegt sicherlich auch daran, dass es immer mehr Single-Haushalte gibt und das Bedürfnis nach Gemeinschaft steigt“, beschreibt Johs die aktuellen Trends. „Die Projektgröße hat sich verändert, früher gab es diese Quartiersbauten nicht. Mittlerweile bauen wir die unterschiedlichsten ‚Citys‘, die wie kleine Ortschaften sind“, sagt Pongratz und Gössl führt aus: „Die Lebensqualität in Graz ist enorm und Graz ist zu einem Hotspot für tolle Projekte geworden. Die Investoren kommen ja nicht grundlos, sondern sie planen nachhaltig und sind von diesem Gebiet überzeugt.“

Aufwertung der Bezirke

„Ich finde es falsch, die Investoren zu verteufeln. Vielmehr sollte man froh sein, dass privates Kapital investiert wird. Die staatlichen Förderungen sind viel zu gering, um angemessenen Wohnraum zu schaffen. Die Investoren schaffen Wohnraum und sorgen dafür, dass ein gutes Angebot da ist und die Preise nicht ins Unermessliche steigen“, betont Pongratz. Gössl ergänzt: „Man muss auch bedenken, was vor dem Bau auf Arealen wie der der Conrad-von-Hötzendorf-Straße stand. Diese Gebiete erhalten jetzt eine wesentliche Aufwertung. “Von den Behörden wünschen sich die Immobilien-Experten vor allem, dass sich die Verfahrensdauer verringert: „Vom Ankauf bis zum Baubeginn vergehen oft drei Jahre“, merkt Pongratz an. Gössl appelliert zudem an die Verantwortlichen: “Habt Mut, Projekte mit Visionen zuzulassen.“

Von Graz bis Maribor

Im Hinblick auf die Zukunft sind alle drei Bauträger zuversichtlich, dass die Entwicklungen in Graz weiterhin positiv sind, zudem sagt Johs: „Vor allem die Achse Graz bis Maribor wird stark zusammenwachsen. Die Infrastruktur wird dadurch auch im Umland immer besser werden und ich bin mir sicher, dass man in Zukunft zum Pendeln in die Stadt auch kein Auto mehr braucht.“ Neben dem Rückgang des Individualverkehrs sind sich die Experten einig, dass auch verstärkt in die Höhe gebaut werden wird und dass die Digitalisierung auch im Wohnbau ankommt, beispielsweise in Form eines QR-Codes zum Öffnen der Gebäude. Abschließend betont Gössl: „Wir glauben an die Immobilienbranche, darum haben wir auch viele weitere Projekte im Kopf. Wir sind überzeugt, dass sich Graz weiterhin positiv entwickelt.“

Autor:

Anna-Maria Riemer aus Graz

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