Umweltbombe Baumwolle: Bio-Produzent aus Indien berichtet

Bio-Baumwolle kommt im Gegensatz zu konventionell angebauter Baumwolle ohne den Einsatz von Pestiziden und anderen Schadstoffen aus.
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  • Bio-Baumwolle kommt im Gegensatz zu konventionell angebauter Baumwolle ohne den Einsatz von Pestiziden und anderen Schadstoffen aus.
  • Foto: EZA Fairer Handel
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Wann: 03.10.2017 19:30:00 Wo: Chic Ethic - Fair Trade Shop, Tummelpl. 9, 8010 Graz auf Karte anzeigen

"Investitionen in Entwicklungsprojekte laufen ins Leere, wenn die Bauern und Bäuerinnen nicht bekommen, was ihnen zusteht", sagt Srikar Yenuka von der indischen Bio-Vereinigung Chetna Organic Farmers Association. Während konventioneller Baumwoll-Anbau oft zulasten von Mensch und Natur geht (Stichwort Pestizide, Monokulturen, Wasserverschwendung), werden durch Organisationen wie Chetna Kleinbauern und -bäuerinnen durch Bio-Landbau und Fairen Handel gestärkt und die Umwelt geschützt. Im Fair Trade Shop "Chic Ethic" berichtet Srikar am 3.10. um 19:30 Uhr von seinen Erfahrungen.

 
Pestizide, Monokulturen, Wasserverschwendung: Konventioneller Baumwollanbau ist eine Umweltbombe und schädigt Mensch und Natur.Bei der indischen Chetna Organic Farmers Association glaubt man fest daran, dass es auch anders geht, und verfolgt deshalb zwei Ziele: zum einen die wirtschaftliche Förderung und gerechte Entlohnung der Bauern und Bäuerinnen, zum anderen die nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Anbauflächen.

Bio-Anbau statt Umweltkeule

Baumwolle ist die wichtigste Naturfaser im Bekleidungsbereich. Konventioneller Baumwollanbau stellt eine massive Umweltbelastung dar: Der Einsatz von Pestiziden auf Monokulturen und der ernome Wasserverbrauch schaden Mensch und Umwelt. Davon sind am Ende nicht nur die Produzentinnen und Produzenten betroffen, sondern auch die KonsumentInnen, die die schadstoffbelastete Kleidung kaufen und tragen.
Die Bio-Organisation Chetna setzt sich deshalb seit vielen Jahren für nachhaltigen Anbau ein. Die Bauern und Bäuerinnen bewässern ihre Felder nur mit Regenwasser, auf künstliche Bewässerung wird komplett verzichtet. Ein durchdachtes System von Pflanzengemeinschaften sorgt dafür, dass der Boden fruchtbar bleibt und Schädlinge nicht überhandnehmen. Angebaut wird ausschließlich Bio-Saatgut.

Von Fair Trade profitieren auch Konsumenten

Durch Fairen Handel und Bio-Landbau können die Bauernfamilien ihre Einnahmen steigern, die eigene Ernährungsbasis verbessern, ihre Kompetenzen ausbauen und Projekte in ihren Dörfern realisieren. So werden gemeinschaftlich Geräte angekauft, die Wasserversorgung verbessert und Saatgutprogramme durchgeführt.
Auch die KonsumentInnen haben davon am Ende mehr als bloß ein gutes Gewissen: Denn die Herkunft von Fair-Trade- Textilien ist wesentlich transparenter als im konventionellen Handel. Dass die strengen Fair-Trade- und Öko-Standards auch tatsächlich eingehalten werden, garantiert außerdem das GOTS-Siegel. Der Global Organic Textile Standard, eine der wichtigsten und strengsten Zertifizierungen im Bekleidungssektor, bestätigt faire Arbeitsbedingungen und die schadstofffreie Faser-Herkunft aus Bio-Anbau.
 
Zur Person: Srikar Yenuka, Jahrgang 1968; hat Soziale Arbeit und Journalismus studiert; seit 2014 Programmdirektor für die Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Praktiken bei Chetna

Bio-Baumwolle kommt im Gegensatz zu konventionell angebauter Baumwolle ohne den Einsatz von Pestiziden und anderen Schadstoffen aus.
In Organisationen wie der "Chetna Organic Farmers Associaton" haben sich viele Kleinbäuerinnen und -bauern zusammengeschlossen, die den Bio-Anbau von Baumwolle vorantreiben.

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