Wiki und die starken Pädagoginnen: Businesslunch mit Wiki

Köstlich: Katharina Exel servierte Bettina Schoeller (2.v.r.), Harald Kühschweiger (r.) und Christoph Hofer im Nullneun tolle Speisen.
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  • Köstlich: Katharina Exel servierte Bettina Schoeller (2.v.r.), Harald Kühschweiger (r.) und Christoph Hofer im Nullneun tolle Speisen.
  • Foto: Jorj Konstantinov
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Kinder, Jugendliche und Ältere im Fokus: Die WOCHE traf die Wiki-Geschäftsführer zum Interview.

Wenn hierzulande von Wiki die Rede ist, meint man nicht immer den kleinen schlauen Wikinger aus dem TV, den vor allem Kinder lieben (und den man auch anders schreibt). Viel eher verbirgt sich hinter diesem Namen eine gemeinnützige Organisation, die seit Jahren umfassende Angebote für Kinder, Jugendliche und Senioren geschaffen hat. Die WOCHE tauchte mit den Geschäftsführern Harald Kühschweiger und Bettina Schoeller in die Welt von Wiki ein.

Welche Leistungen bietet Wiki?
Harald Kühschweiger: Wir sind unter anderem in den Bereichen Kinderbetreuung und Jugendarbeit tätig, bieten eine Fülle an Sport- und Bildungsmöglichkeiten und sind auch im Bereich der Betreuung von älteren Menschen engagiert.
Bettina Schoeller: Das Angebot wurde in den letzten Jahrzehnten stetig erweitert. Angefangen hat alles mit der Kinderbetreuung in den 80er-Jahren, später ist dann der Jugend- und Sportbereich dazugekommen. Seit 2011 haben wir über die IST – Soziale Dienstleistungs GmbH auch das Betreute Wohnen sehr stark forciert.

Kinderbetreuung ist auch ein medial ständig präsentes Thema. Hat sich in diesem Bereich so viel verändert?
H.K.: Einerseits ist der Bedarf gestiegen, andererseits kommen die Kinder heute auch viel früher in unsere Einrichtungen. Das hat natürlich auch mit den Veränderungen in der Arbeitswelt zu tun.
B.S.: Auch die Rolle unserer Mitarbeiter hat sich gewandelt. Die Kollegen haben wesentlich mehr zu tun als früher, sind mit ganz anderen Anforderungen konfrontiert. Wir haben uns daher auch angepasst und bieten eigene Ausbildungslehrgänge mit einem maßgeschneiderten Fortbildungsprogramm für Tagesmütter und Kinderbetreuer an.

Oft hört man heute, dass Eltern die Erziehung der Kinder auf die Betreuer abwälzen ...
B.S.: Das ist teilweise so. Umso schlimmer ist dann, dass die Arbeit nicht ausreichend wertgeschätzt wird. Sehr häufig wird der Job noch immer als Kindergartentante abgetan, dabei ist der elementarpädagogische Bereich so wichtig und vielfältig. Wir sind Teil des Bildungs- und nicht des Betreuungssystems: Das muss in die Köpfe der Leute hinein.

Spüren Sie auch den allgegenwärtigen Fachkräftemangel?
H.K.: Speziell in den letzten fünf Jahren merken wir ihn auch. Es gibt zum Glück auch immer mehr Einrichtungen, andererseits steigen viele Absolventen der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik nach dem Abschluss nicht in den Beruf ein, sondern beginnen ein Studium.
B.S.: In der Realität können wir dann nicht mehr alle Stellen besetzen. Wir haben mit einer eigenen App, wo man einträgt, wer wann eine Betreuung übernehmen kann, schon gegengesteuert. Ohne Digitalisierung läuft heute nichts mehr.

Wie wichtig war in den letzten Jahren auch der Ausbau der Infrastruktur?
H.K.: Sowohl Bildungs- als auch Sportzentrum, die mit umfassenden Angeboten für externe Personen und Kollegen bespielt werden, haben sich mehr als bewährt. Wenn ich nur an den Sportbereich denke: Es ist so wichtig, dass sich die Menschen bewegen, um länger fit und gesund zu sein. Darüber hinaus ist die betriebliche Gesundheitsförderung bei uns fest verankert.
Wiki kennt man auch durch Organisation von Events wie Kinderfasching oder Skateboard-Weltcup.

Wo geht die Reise in den nächsten Jahren hin?
B.S.: Uns ist es auch weiterhin sehr wichtig, kinder- und jugendgerechte Veranstaltungen auszurichten. Wir werden weiterhin wachsen – aber in moderater Art und Weise.

Das ist Bettina Schoeller

Geboren am 13. November 1976
War früher als Kindergartenpädagogin tätig.
Schoeller studierte darüber hinaus Betriebswirtschaft und Psychologie und arbeitete einige Jahre bei verschiedenen Unternehmen im Marketing.
Zwischendurch hat sie sie auch mit einem psychologischen Beratungsunternehmen selbstständig gemacht.
Seit drei Jahren ist die Mutter einer sechsjährigen Tochter bei Wiki, wo sie jetzt die pädagogische Leitung innehat.
In Graz fühlt sie sich sehr wohl: "Es ist eine tolle Stadt."

Das ist Harald Kühschweiger

Geboren am 7. Februar 1974
Der gebürtige Villacher studierte zunächst Sportwissenschaften in Graz und kam im Jahr 1997 über ein Berufspraktikum zu Wiki.
Er war unter anderem Projektverantwortlicher für die Trendsporthalle "Xciting Funhall".
Später hat er sich um den Bereich Jugend und Sport gekümmert und zahlreiche Projekte initiiert.
Seit 2011 ist Kühschweiger Geschäftsführer der Wiki Kinderbetreuungs GmbH sowie der IST – Soziale Dienstleistungs GmbH.
Die Freizeit verbringt er mit seiner Familie. Auch Sport gehört zu seinen Hobbys.

Infos zu Wiki

Wiki (steht für: Wir Kinder) ist eine gemeinnützige Sozialorganisation im Eigentum des Vereines Kinderrettungswerk Steiermark.
Die Wurzeln der Tätigkeiten im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit reichen bis ins Jahr 1947 zurück.
Derzeit beschäftigt die Gruppe in den Bereichen der Kinder-, Jugend-, Freizeit- und Seniorenarbeit rund 1.700 Mitarbeiter.
Als Geschäftsführer für die Wiki Kinderbetreuungs GmbH und die IST – Soziale Dienstleistungs GmbH verantwortlich sind Harald Kühschweiger und Bettina Schoeller.
Österreichweit gibt es knapp 300 Wiki-Standorte (vornehmlich in Kärnten und der Steiermark).
Nächstes Event: der Wiki-Erlebnisfasching am 23. Februar
Kontakt:
Wiki Gruppe
Ziehrerstraße 83, 8041 Graz
Web: wiki.at
Mail: office@wiki.at

Gast & Wirtschaft: Restaurant nullneun

Adresse: Liebenauer Tangente 4, 8041 Graz
Tel: +43 (0) 51 720 109 0
E-Mail: restaurant@nullneun.at
Internet: www.nullneun.at
Öffnungszeiten: Montag und Dienstag von 9 bis 20 Uhr, Mittwoch bis Freitag von 9 bis 24 Uhr (Küche Montag bis Freitag von 11.30 bis 14.30 Uhr, zusätzlich von Mittwoch bis Freitag auch zwischen 18 und 22 Uhr)
Beschreibung: Im nullneun, zwischen Autobahnzubringer und Merkur Arena gelegen, werden traditionelle Gerichte völlig neu interpretiert. Zu Mittag lautet das Motto "Business trifft Hunger", von Mittwoch bis Freitag gibt es zudem eine eigene Abendkarte. Der Fokus liegt dabei stets auf saisonalen Köstlichkeiten mit internationaler Ausrichtung.
Das Essen: Die Mittagsmenüs im nullneun haben einen sehr guten Ruf: Harald Kühschweiger und Bettina Schoeller wählten einen asiatischen Eintopf, Redakteur Christoph Hofer und Fotograf Jorj Konstantinov entschieden sich für die gefüllten Zucchini.
Die WOCHE meint: Zwei Menü-Varianten, ein Fazit: Es hat einfach hervorragend geschmeckt.

Autor:

Christoph Hofer aus Graz

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